Bulle bleibt Bulle Raoul Pal: Bitcoin-Kurs in fünf Jahren bei einer Million US-Dollar

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Jacob Gleiss

von Jacob Gleiss

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Jacob Gleiß studiert seit 2018 Journalismus und Unternehmenskommunikation an der HMKW in Berlin. Er interessiert sich besonders für die gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Raoul Pal prognostiziert Bitcoin bis 2025 einen Preis von einer Millionen US-Dollar und ist der festen Annahme, dass Bitcoin in naher Zukunft großflächig eingeführt wird.

Raoul Pal führte letzte Woche ein Podcast-Interview mit Daniela Cambone von Stansberry Researchin. Darin teilte der ehemalige Hedge-Fonds-Manager seine Ansichten über die Wirtschaft. Insbesondere ging es um Gold und Bitcoin. Pal ist der Annahme, dass der Bitcoin-Kurs bis Ende 2025 auf eine Million US-Dollar steigen könnte. Diese Prognose stellte er dieses Jahr schon einmal auf. Früher war Pal Mitverwalter des GLG Global Macro Fund in London. Nachdem er Goldman Sachs verlassen hatte gründete er Global Macro Investor und die Real Vision Group.

Früher war Pals Kapital gleichmäßig auf US-Dollar, Gold, Aktien und Bitcoin verteilt. Während des Podcasts erklärte er jedoch, dass er sein Geld nun zu 50 Prozent in Bitcoin investiere. Der Fakt, dass ihm seine enormen Bitcoin-Allokation aktuell einen 50-prozentigen Nachteil verschaffen, nehme er hin, da der Aufwärtstrend sehr viel größer sei.

Die Wirtschaft wird sich nicht viel länger erholen als wir erwarten.

erklärte er. Es gäbe keine wirtschaftlichen Anreize und es kämen noch weitere Probleme auf Europa, die USA und den Rest der Welt zu. Des weiteren hätten viele Unternehmen nicht genügend Cashflow. Aus diesen Gründen hätte Pal seinen Bargeldbestand reduziert und sein Geld lieber in Bitcoin gesteckt. Seine Handelsposition sei relativ gering und er spiele sogar mit dem Gedanken, sein Gold zu verkaufen, um noch mehr Bitcoin zu erwerben.

[…] wenn Bitcoin anfängt, aus den Mustern auszubrechen, die es gebildet hat, dann wird es Gold massiv übertreffen. Ich bin mir dessen zu 100 Prozent sicher, also warum sollte ich in diesem Fall die Goldallokation haben.

Raoul Pal ist sich sicher: Bitcoin-Adaption kommt

Der CEO der Real Vision Group erklärte, dass er die Bitcoin-Bewegung von Anfang an verfolgt habe. Mit Hilfe eines Algorithmus könne er Vorhersagen über die Bitcoin-Kursentwicklung treffen. Auch wenn die realen Bitcoin-Entwicklungen nicht immer diesem Algorithmus folgen, hält Pal daran fest. Bitcoin folge alle vier Jahre dem selben Zyklus, in dem die Aufwärtstrend die vorherigen immer übertreffen würden. Viele Marktkommentatoren, Händler und Analysten teilen die Prognosen.

Pal mache sich keine Sorgen über Hyperinflation, einen Zahlungsausfall oder ähnliches und sei daran interessiert, dass Menschen eine andere Überwachungseinheit für ihre Ersparnisse nutzen. Er geht davon aus, dass die Einführung von Bitcoin in „Wellen“ stattfindet – angefangen beim Einzelhandel bis hin zu Hedge-Fonds. Pal betonte jedoch auch, dass die Welt noch nicht so weit sei. Er könne sich gut vorstellen, dass eine solche Einführung als Erstes in einem Land mit problematischer Währungsabwertung wie beispielsweise Nicaragua stattfindet. Es würden eine Menge schlaue Leute an so einer Einführung arbeiten.

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CBDC-ForschungConsenSys und Forge experimentieren mit dem digitalen Euro

14 Stunden

Das Blockchain-Unternehmen ConsenSys entwickelt gemeinsam mit Forge CBDC-Lösungen.

Am 27. Oktober 2020 kündigte ConsenSys an, für die Entwicklung von CBDC-Konzepten beauftragt worden zu sein. Das technische Know-How stelle Forge, die digitale Finanzmarktabteilung der französischen Geschäftsbank Société Générale, zu Verfügung. Das Augenmerk liege dabei vor allem auf der Ausgabe und Verwaltung von digitalen Zentralbankwährungen (CBDC).

Derzeit führen die französische Zentralbank und Forge, gemeinsam mit einigen anderen Finanzinstituten wie HSBC und SEBA Bank Experimente, diesbezüglich Tests durch. François Villeroy de Galhau, Gouverneur der französischen Zentralbank betonte indes, dass die Zentralbank offen für Forschungen rund um den digitalen Euro sei und zu einer digitalen Währung für den Einzelhandel beitragen wolle.

Bereits im Mai 2020 testete Forge gemeinsam mit der französischen Zentralbank den digitalen Euro. Bei dem Experiment wurden Ausgabe von Anleihen als Sicherheitstoken und deren Abwicklung in digitalen Euro betrachtet. Die Transaktion hatte einen Wert von 44 Millionen US-Dollar. ConsensSys baut seine CBDC-Bemühungen indes aus.

ConsenSys engagiert sich für Fortschritte im CBDC-Bereich und hat sechs Zentralbanken auf der ganzen Welt bei CBDC-Projekten unterstützt,

sagte Ken Timsit, globaler Leiter für Unternehmenslösungen bei ConsenSys in diesem Zusammenhang. Erst im September gab das Unternehmen bekannt, dass es mit der Hong Kong Monetary Authority (HKMA) zusammenarbeitet. Die HKMA hat bereits ein Studienprojekt an ConsenSys vergeben.

Design und TechnologieFineqia investiert in den Blockchain-Fonds IDEO Colab Ventures

18 Stunden

Fineqia gab bekannt, dass es sich am Fonds IDEO CoLab Ventures beteiligt hat. Die Investition wurde über die Tochtergesellschaft Fineqia Investments Ltd abgewickelt.

Am 27. Oktober 2020 verkündete das Unternehmen Fineqia International, dass es sich an dem 21 Millionen US-Dollar schweren Fonds IDEO CoLab Ventures für die Förderung von Blockchain- und Krypto-Startups beteiligt hat. Das Design-Unternehmen IDEO hat unter anderem das Design der ersten Apple Maus konzipiert.

Die Kombination von Design und Technologie ist die Spezialität einiger weniger, aber das Vergnügen von sehr vielen,

sagte Bundeep Singh Rangar, CEO von Fineqia. IDEO investierte bereits in 30 Blockchain– und Krypto Start-Ups wie Braintrust und NEAR und unterstütze die Unternehmen in verschiedenen Bereichen.

Unsere tiefgreifenden Fähigkeiten in den Bereichen Design, Produktentwicklung und Blockchain-Technologie ermöglichen es uns, Unternehmer und Start-Ups von Weltklasse aus der ganzen Welt anzuziehen,

sagte Ian Lee, Geschäftsführer von IDEO CoLab Ventures. Dies hätte zu beispiellosen Investitionsmöglichkeiten und der Chance geführt, mit einigen der weltbesten Gründer und Unternehmen bei der Implementierung dieser Technologie und der damit aufgebauten Unternehmen gemeinsame Sache zu machen.

Bei der Investition erkannte Fineqia indes Wachstumspotential. IDEO CoLab Ventures soll sich folglich als Ergänzung und strategische Ausrichtung auf das Kerngeschäft des Unternehmens einbringen. In der Vergangenheit investierte Fineqia bereits in Unternehmen wie Black Insurance, Nivaura Ltd, Wave Financial Ltd, Phunware Inc. und PremFina Limited.

Geldwäsche Ehepaar wegen Bitcoin-Betrug in Millionenhöhe verurteilt

2 Tagen

Ein Gericht in Rotterdam verurteilte ein niederländisches Ehepaar zu Gefängnisstrafen. De Vorwurf: Geldwäsche mit Bitcoin. Insgesamt wurden Bitcoin im Wert von 25 Millionen Euro beschlagnahmt.

Einem Bericht vom 26. Oktober 2020 zufolge kaufte das Ehepaar Bitcoin im Millionenwert in bar. Insgesamt soll das Ehepaar in den letzten 2,5 Jahren 16 Millionen Euro bewegt haben. Die Bitcoin-Übergaben fanden immer in der Öffentlichkeit statt, so dass ein hohes Maß an Anonymität geboten war. Nach Ausweisen fragten die Verkäufer zu keinem Zeitpunkt.

Laut des zuständigen Staatsanwalts machte sich das Paar das Darknet zunutze, um die Transaktionen durchzuführen:

Die Verdächtigen, ein Mann und seine Frau, kamen über Werbung im Internet und einen Marktplatz im Internet mit Kunden in Kontakt. Ein Großteil der gehandelten Bitcoin wies Spuren des Darknet auf.

Sämtliche Transaktionen wurden im Nachhinein analysiert. Dabei stellte sich heraus, dass das Geld illegale Aktivitäten finanzierte. Die Leute, die dem Ehepaar Bitcoin abkauften, seien allesamt kriminelle, die BTC zur Geldwäsche nutzten.

Nun wurde das Ehepaar verurteilt. Der Mann erhielt eine Haftstrafe von zwei Jahren, die Frau zweieinhalb Jahre. Die Justizbehörde beschlagnahmte Bitcoin im Wert von 29 Millionen Euro, sowie 250.000 Euro in Bar. Des weiteren wurden Handys, Computer und Festplatten sichergestellt. Das Gericht verurteilte außerdem zwei Unternehmen zu Gelstrafen in Höhe von jeweils 45.000 Euro, da diese von den Transaktionen gewusst hätten, jedoch nichts unternahmen.

Kopf-an-Kopf-RennenMarathon und Riot kämpfen um Vorherrschaft im Bitcoin Mining

2 Tagen

Erst vor Kurzem investierte die Marathon Patent Group in 10.000 Antminer S-19 und war somit auf dem besten Weg, das führende Bitcoin Mining-Unternehmen Nordamerikas zu werden. Konkurrent Riot Blockchain kündigte daraufhin ebenfalls eine Investition in neue Mining-Hardware an, mit der es wiederum Marathon überholen würde. Der Kampf um die Bitcoin-Mining-Krone bleibt spannend.

Am 26. Oktober 2020 kündigte das Marathon den Kauf von weiteren 10.000 Antminer S-19 Pro an. Damit soll bis Juli 2021 eine operative Hash Rate von 2,56 Exahashes pro Sekunde (EH/s) erreicht werden. Das wären 1,9 Prozent der aktuellen Hashing-Leistung des kompletten Bitcoin-Netzwerks. Marathon verfolgt das Ziel, das größte Mining-Unternehmen Nordamerikas zu werden.

Zuvor hatte das Unternehmen 10.500 S19-Pro-Modelle gekauft, um den bereits vorhanden Bestand von 2.560 Einheiten auszubauen. Bis auf 500 Einheiten, die erst im November eintreffen, sollen alle Miner im ersten Halbjahr 2021 ausgeliefert werden.

Riot Blockchain kündigte indes den Kauf von 2.500 S-19 Pro an, die bereits im Dezember 2020 einsatzbereit sein sollen. 2020 hat das Unternehmen bislang 18.640 S-19 Pro gekauft. Ursprünglich zielte Riot bis Juli damit auf eine Hash Rate von 2,3 EH/s ab. Nach der Ankündigung von Marathon, beschloss Riot jedoch Anfang des Monats eine zweite Transformationsphase ins Leben zu rufen und in 2.500 weitere S-19 Pros zu investieren, die bereits im Dezember 2020 einsatzbereit seien.

Rennen um die Bitcoin-Mining-Krone bleibt spannend

Momentan liegt Riot mit Hash-Rate von 519 Pentahashes pro Sekunde (PH/s) im Konkurrenzkampf um die führende Bitcoin-Mining Position vorne. Marathon – mit um 300 PH/s geringeren Kapazität – plant die Konkurrenz bis spätestens April 2021 zu überholen.

Weit entfernt von der Bitcoin Spitze befindet sich dagegen das Unternehmen Layer 1, das ursprünglich 30 Prozent der globalen Hash-Rate für sich beanspruchen wollte. Ein Richter lehnte den Antrag des Unternehmens auf Abweisung einer Patentverletzungsklage des Technologieunternehmens Lancium ab. Lancium warf Layer vor, seine Technologie zur Anpassung des Stromverbrauchs in Mining-Anlagen verwendet und damit gegen das Patentrecht verstoßen zu haben.

Michael McNamara, CEO von Lancium, der die rasche Ablehnung des Richters sehr schätze, gibt sich indessen siegesgewiss:

Wir freuen uns auf die nächsten Phasen des Falles und letztendlich auf die Gelegenheit, unseren Fall der Jury zu präsentieren.

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