Die Bitcoin ETFs haben seit dem Coldcard-Hack am vergangenen Wochenende durchgehend Kapitalzuflüsse verzeichnet. Darauf verweist Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas in einem X-Veitrag. Zusammengenommen sind rund 626 Millionen US-Dollar in die Indexfonds geflossen, wie Daten von BTC-ECHO belegen.
“Wem vertraust du eher, wenn es um die Sicherheit deiner Bitcoin geht?”
Einen direkten Zusammenhang zwischen dem Sicherheitsvorfall und den ETF-Mittelzuflüssen will Balchunas nicht herstellen. “Ich sage nicht, dass beides zusammenhängt. Das wissen wir schlicht nicht”, schreibt er. Langfristig könne er sich allerdings vorstellen, dass sich einige Anleger nach dem Vorfall für einen Wechsel zu einem ETF entscheiden.
“Wem vertraust du eher, wenn es um die Sicherheit deiner Bitcoin geht oder darum, sie nach einem Diebstahl zurückzubekommen: einem kleinen Fünf-Mann-Unternehmen aus Kanada oder einem Konzern mit 25.000 Mitarbeitern und einem Vermögen von 15 Billionen US-Dollar?” TradFi wirke damit “gar nicht mehr so langweilig”, so der ETF-Experte.
Kaum Argumente gegen Bitcoin ETF?
Zugleich richtet sich Balchunas an langjährige Bitcoin-Anhänger, die ETFs kritisch sehen. “ETFs sind nicht ‘The Man’. Sie sind nicht wie die großen Hedgefonds aus dem Fernsehen.” Für die Finanzbranche seien sie vergleichsweise wenig profitabel.
Für eines sind ETFs dann aber doch unbrauchbar, das erkennt auch Balchunas: “Wenn du mit BTC etwas kaufen möchtest oder ihn nutzen willst, um aus einem Land zu fliehen oder der Zensur zu entgehen, wird dir ein ETF nicht weiterhelfen.” Für langfristiges Investieren sieht er dagegen kaum Argumente gegen einen Bitcoin ETF.
Wer anderer Meinung ist: Relai-CEO Julian Liniger. Gegenüber BTC-ECHO hat er erklärt, warum ein Wechsel von der Hardware Wallet zurück auf eine Börse keine überzeugende Lösung sei. Mehr dazu hier: Nach dem Millionen-Hack: Gehören Bitcoin doch auf die Börse?
