Im Schatten der Regulierung 

Monero trotzt Delistings – Privacy-Coin-Nachfrage ungebrochen

Monero wurde von vielen Börsen verbannt, die Nachfrage aber scheint ungebremst. Vor allem im Darknet, das vermehrt auf den Privacy Coin setzt.

Moritz Draht
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Zu sehen ist ein Desktop , auf dem die Internetseite von Monero geöffnet ist

Beitragsbild: Shutterstock

| Monero bleibt trotz Börsen-Delistings stark genutzt
  • Die Nutzung von Monero bleibt trotz regulatorischem Druck und Delistings auf großen Krypto-Börsen auf hohem Niveau. Das geht aus einem aktuellen Bericht von TRM Labs hervor. Demnach lagen die Transaktionszahlen in den Jahren 2024 und 2025 weiterhin über dem Niveau vor 2022, obwohl Plattformen den Handel mit Monero schrittweise eingestellt haben, darunter Binance, Coinbase, Kraken, OKX, Huobi und Bitstamp. Allein 2025 ist es zu 73 Delistings gekommen.
  • Trotz dieser Einschränkungen ist die Onchain-Nutzung nicht signifikant zurückgegangen. TRM Labs schließt daraus, dass die Nachfrage nicht primär von spekulativem Retail-Handel getrieben wird, sondern von Nutzern, die gezielt Moneros Datenschutzfunktionen nutzen und dafür höhere Hürden in Kauf nehmen.
  • Im Bereich der Darknet-Marktplätze beobachtet TRM Labs eine strukturelle Verschiebung. 2025 unterstützten 48 Prozent der neu gestarteten Plattformen ausschließlich Monero. Dieser Anteil liege deutlich über dem Niveau früherer Jahre.
  • Der eingeschränkte Handel wirke sich laut Bericht auch auf die Kursentwicklung von Monero aus. In den vergangenen 30 Tagen lag die realisierte Volatilität des Privacy Coins laut TRM rund zweieinhalb Mal höher als bei Bitcoin und Ethereum. Die geringere Liquidität führte demnach zu stärkeren Kursschwankungen.
  • “Obwohl Monero gemessen am gesamten Transaktionsvolumen im Krypto-Markt einen kleineren Anteil einnimmt als große transparente Netzwerke, bleiben seine Transaktionsvolumina angesichts seiner spezialisierten Rolle substanziell und beständig”, heißt es in dem Bericht. “Die Kombination aus stabiler On-Chain-Nutzung und wachsendem Anteil von XMR-only-Marktplätzen deutet darauf hin, dass Monero weiterhin eine spezifische Nachfrage nach Datenschutz erfüllt, die auch bei verbesserter Nachverfolgbarkeit anderer Vermögenswerte nicht abgenommen hat”.
  • Im Zuge eines erneuten Hypes um Privacy Coins am Krypto-Markt erlebte Monero Anfang des Jahres einen rasanten Kursanstieg. Am 14. Januar stieg der XMR-Kurs auf ein neues Allzeithoch. Mehr dazu hier: Monero-Kurs nach Rekordhoch – geht die Rallye bei XMR weiter?
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