Institutionelle FOMO MicroStrategy, Coinbase, Grayscale und Co.: Bitcoin-Festival angekündigt

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Paol Hergert

von Paol Hergert

Am · Lesezeit: 2 Minuten

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Bitcoin-Münzen vor Platine.

Quelle: Shutterstock

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Unter CEO Michael Saylor ist MicroStrategy früh ins Bitcoin-Geschäft eingestiegen. Nun veranstaltet das börsennotierte Unternehmen ein Bitcoin-Festival – und ruft andere große institutionelle Player auf den Plan.

Wenn es um innovative Tech-CEOs geht, denkt die breite Masse aktuell wohl zunächst an Elon Musk. Doch in Sachen Krypto kann auch der dem MicroStrategy-CEO Michael Saylor lange nicht das Wasser reichen. Denn während der Tesla-Chef über Doge-Coins twittert, hält Saylor nicht nur selbst fast 18.000 Bitcoin, die er zum durchschnittlichen Kurs von rund 10.000 US-Dollar gekauft hat. Er lenkte sein Unternehmen im vergangenen Jahr in Richtung BTC. Allein im August vergangenen Jahres investierte MicroStrategy 250 Millionen US-Dollar in die Kryptowährung. Damit verdiente sich Micrsostrategy seinen Platz als Unternehmen des Monats in der Kryptokompass-Ausgabe 9/2020. Im gesamten Jahr 2020 war es rund eine Milliarde US-Dollar, wie auch BTC-ECHO berichtete.


Mit solchen Ausgaben gehört MicroStrategy nicht nur zu den institutionellen Investoren, die groß in Bitcoin eingestiegen sind – es führt die Liste an.

Nur passend ist es da, dass MicroStrategy nun unter der Leitung von Michael Saylor ein Bitcoin-Festival veranstaltet und viele virtuelle Präsentationen rund ums Thema Bitcoin live streamt. Registrieren kann man sich auf der offiziellen Webseite des “Bitcoin for Corporations”-Festivals. Zwar werden Michael Saylor und der MicroStrategy-Präsident und CFO Phong Le die jeweiligen Präsentationen und Talks leiten, sie haben sich jedoch hochkarätige Gesprächspartner an Bord geholt, die zu den größten Unternehmen der Branche gehören.

So zählt etwa Vince Kwok aus der Binance-Chefetage zu den geladenen Gästen. Auch Grayscale-Chef Michael Sonnenshein, Paxos-CEO und Gründer Charles Cascarilla und Kraken-Chef Jesse Powell sind mit an Bord. Weitere Unternehmen, die in Präsentationen vertreten sind: Galaxy Digital, Gemini, Genesis, Coinbase, NYDIG und Fidelity.

Das Festival findet am Mittwoch, dem 3. und Donnerstag, dem 4. Februar 2021 statt.


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Grüne HeizungMintGreen: Bitcoin-Mining wird als Wärmeversorgung genutzt

2 Stunden

MintGreen möchte zurückgewonnene Energie zur Beheizung von 100 Wohn- und Geschäftsgebäuden in North Vancouver einsetzen. Rund 155.000 Einwohnern soll der Plan zugute kommen.


Die Bemühungen der Mining-Unternehmen um eine größere Umweltverträglichkeit und das Sparen von Ressourcen nehmen zu. MintGreen, ein in Kanada ansässiger Miner, wird sich mit der Lonsdale Energy Corporation zusammentun. Ab 2022 möchte man die Bewohner von North Vancouver in British Columbia mit Wärme versorgen. 

In einer Ankündigung vom Donnerstag spricht MintGreen von seinen “digitalen Heizkesseln”. Diese seien in der Lage, mehr als 96 Prozent des für das Bitcoin (BTC)-Mining verwendeten Stroms zurückzugewinnen. Die Vereinbarung mit North Vancouver soll verhindern, dass 20.000 Tonnen Treibhausgase pro Megawatt in die Atmosphäre gelangen. Die zurückgewonnene Energie wird für die Beheizung von 100 Wohn- und Geschäftsgebäuden in der kanadischen Stadt mit rund 155.000 Einwohnern verwendet. 

Angesichts der strengen kanadischen Winter sicherlich keine allzu schlechte Idee. Denn in North Vancouver, ganz im Westen Kanadas in der Nähe der Grenze zu den USA gelegen, sind Temperaturen von minus 20 Grad Celsius beileibe keine Seltenheit. So haben Krypto-Nutzer schon öfter versucht, Mining-Rigs zur Wärmegewinnung zu nutzen. MintGreen hat sich in der Vergangenheit überdies mit der Vancouver Island Sea Salt Anlage und der kanadischen Whiskey-Firma Shelter Point Distillery zusammengetan, um die beim BTC-Mining entstehende Abwärme zu verkaufen und damit Teile ihrer Betriebe zu versorgen. MintGreen plant, die Initiative im Jahr 2022 zu starten. 

BreakingBitcoin ETF steht kurz bevor – Nasdaq ruft SEC zur Genehmigung auf

20 Stunden

Die Zulassung eines Bitcoin ETF in den USA rückt immer näher. Nun erhält ein Eilantrag von Valkyrie Unterstützung von der Nasdaq.

In den USA geht es Schlag auf Schlag. Nachdem heute Morgen bereits Gerüchte über die Genehmigung eines Bitcoin ETFs durch die Securities and Exchange Commission (SEC) kursierten, gibt es nun den nächsten Hinweis auf eine baldige Zulassung. Wie aus einem Dokument der Nasdaq hervorgeht, hat die Börse bereits den Valkyrie Bitcoin Strategy ETF für die eigene Handelsplattform zugelassen und fordert nun die SEC auf, die Genehmigung für den entsprechenden Antrag zu erteilen. Genauer heißt es in dem Schreiben:

Wir bestätigen ferner, dass die oben beschriebenen Wertpapiere von der Börse zur Notierung und Registrierung nach offizieller Bekanntgabe der Emission genehmigt wurden. Uns ist bekannt, dass der Registrant eine sofortige Beschleunigung des Inkrafttretens der Registrierung beantragt, und wir schließen uns diesem Antrag hiermit an.

Nasdaq Vice President Eun Ah Choi

Die Nasdaq schließt sich damit dem Antrag von Valkyrie an, die zuvor nochmals ein Formular bei der SEC eingereicht hatten. Die Nachricht verbreitete sich wie ein Leuchtfeuer und sorgt für Verwirrung innerhalb der Anlegerschaft. Einige fassten die Meldung gar als Genehmigung des Bitcoin ETF durch die US-Börsenaufsicht auf. Die ist jedoch noch nicht in trockenen Tüchern. Die Nasdaq verstärkt mit dem Schreiben weiter den Druck auf die SEC. Valkyrie wartet bereits seit August auf die Genehmigung durch die Finanzbehörde. Ob sich das Warten für das Investmentunternehmen gelohnt hat, werden die kommenden Tage zeigen. In Valkyries Fall läuft die Entscheidungsfrist noch bis zum 25. Oktober.

Sollte dem Antrag stattgegeben werden, dürfte die SEC auch Bitcoin-ETF-Anträgen anderer Aspiranten grünes Licht geben. Ein Katalysator für Bitcoin und den restlichen Krypto-Space wäre es allemal.

Mehr als ModellversuchTesla: Bitcoin-Investment hat eine Milliarde USD an Wert gewonnen

22 Stunden

Der Autobauer Tesla hat mit seinen Bitcoin-Investitionen bereits eine Milliarde US-Dollar verdient – der Kauf hat sich also durchaus gelohnt und auch Nachahmer gefunden.

Der Bitcoin-Kurs ist aktuell wieder auf dem Weg nach oben und nimmt sogar die wichtige Marke von 60.000 US-Dollar in Angriff. Einer der großen Profiteure dieser Entwicklung ist der Elektroautohersteller Tesla. Anfang des Jahres hat er ein 1,5-Milliarden-USD-Investment in Bitcoin getätigt. Obwohl es in der Folge zu einigen Turbulenzen durch Tweets des Firmenchefs Elon Musk gekommen ist, stieg der Wert dieser Investition mittlerweile um eine Milliarde US-Dollar.

Dem Analysedienst Bitcoin Treasuries zufolge besitzt Tesla derzeit rund 43.200 BTC. Bei den aktuellen Kursen sind diese nun 2,5 Milliarden Dollar wert. Im zweiten Quartal des Jahres verkaufte Tesla 10 Prozent der ursprünglich gekauften BTC zu einem gemeldeten Durchschnittspreis von rund 50.000 US-Dollar. Dieser Schritt wurde von vielen als Rückzug kritisiert. Elon Musk zeigte sich von der Kritik aber wenig beeindruckt.

Viele Unternehmen eiferten Tesla nach

Damals begann auch Tesla mit der Annahme von Bitcoin-Zahlungen, stellte diese aber kurz darauf wegen Umweltbedenken ein. Der CEO Elon Musk twitterte immer wieder über Kryptowährungen und unterstützte die von einem Meme inspirierte Kryptowährung Dogecoin maßgeblich. Auf jeden Fall haben seit dem Engagement Teslas auch viele weitere Firmen Bitcoin in ihre Bilanz aufgenommen. Dazu zählen etwa Jack Dorseys Unternehmen Square. MicroStrategy begann mit dem Kauf schon deutlich vor Tesla und hält derzeit laut Bitcoin Treasuries 114.041 BTC.

Mega FundingTradingView nach Investment mit 3 Milliarden USD bewertet

1 Tag

Das soziale Netzwerk für Trader sicherte sich ein 298 Millionen US-Dollar schweres Investment. Demnach ist TradingView aktuell mit 3 Milliarden US-Dollar bewertet.

Die Trading-Chart-Plattform konnte insgesamt 298 Millionen US-Dollar in einer neuen Funding-Runde aufbringen. Aus einer Pressemitteilung vom 14. Oktober geht hervor, dass TradingView durch das Investment von Tiger Global nun mit 3 Milliarden US-Dollar bewertet ist. Die Charting-Plattform ist unter anderem für die Abbildung des Preisverlaufes von Kryptowährungen bekannt.

Jüngst berichtete der Chart-Gigant mit einem Kundenstamm verteilt in über 180 Ländern ein starkes Wachstum während der letzten 18 Monate. Demnach stiegen die angelegten Benutzerkonten in diesem Zeitraum um 400 Prozent. Zudem erfuhr TradingView einen Anstieg der Plattform-Besucher, der mit 238 Prozent nicht gering ausfällt. Damit kann das Unternehmen mittlerweile 30 Millionen monatliche User ihrer Services verbuchen.

Denis Globa, CEO und Mitbegründer von TradingView, kommentierte das neue Funding. Er sagte, dass die neue Kooperation mit Tiger Global “wesentlich dazu beitragen” könne, “die Vision von TradingView vom informierten Finanzhandel und Investieren für die Welt voranzutreiben”. Außerdem erklärte er:

Wir haben dieses Unternehmen mit der Überzeugung aufgebaut, dass Menschen überall dasselbe wollen: die Kontrolle über ihre eigene wirtschaftliche Zukunft zu haben. Wir arbeiten darauf hin, indem wir ein Umfeld schaffen, in dem alle Trader und Investoren erst schauen und dann springen können. Unabhängig davon, wer Sie sind oder woher Sie kommen, haben Sie immer Zugang zu den besten Tools und den besten Erkenntnissen, um die richtigen Trading-Möglichkeiten zu finden und dann zu handeln.

Denis Globa, CEO und Mitbegründer von TradingView

Investments in Krypto

Neu an Bord der Trading-Plattform ist Tiger Global, eine Investmentgesellschaft mit Sitz in den USA. Dabei wird deutlich, dass bei dem Investor die Zeichen auf Krypto stehen. Vor kurzem machte das Unternehmen im Zusammenhang mit einem neuen Investment für MoonPay Schlagzeilen. Der junge Krypto-Zahlungsdienstleister sei dadurch mit einer überdurchschnittlich hohen Bewertung von 3,4 Milliarden US-Dollar davongekommen. Dabei bleibt es abzuwarten, was TradingView in Bezug auf den Krypto-Space in petto hat.

Alex Cook, Partner bei Tiger Global, erklärte:


TradingViews globale Reichweite, starkes Produktangebot und engagierter Kundenstamm positionieren das Unternehmen als Standardplattform für soziale Netzwerke und Finanzanalysen, die von allen Händlern und Investoren genutzt wird.

Alex Cook, Partner bei Tiger Global