Bruder der "Cryptoqueen" OneCoin-Betrüger ist wieder frei

Nach 34 Monaten darf der Bruder der “Cryptoqueen” aus dem Gefängnis. Er gilt als ein Anführer beim OneCoin-Scam. Was hat den Richter dazu bewegt?

Tobias Zander
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OneCoin

Beitragsbild: Shutterstock

| OneCoin ist der bis dato größte Krypto-Betrug aller Zeiten
  • Der Bruder der “Cryptoqueen” Ruja Ignatova ist wieder auf freiem Fuß. Wegen seines Mitwirkens im berüchtigten 4,4-Milliarden-US-Dollar-Betrugssystem OneCoin hatte er etwa drei Jahre hinter Gittern verbracht.
  • OneCoin war ein Ponzi-System mit Sitz in Bulgarien, das zwischen 2014 und 2018 betrieben wurde. Dabei versprachen die Betrüger übergroße Gewinne, eine garantierte Rendite und vermarkteten ihr Krypto-Projekt als “Bitcoin-Killer”.
  • Laut einem Bloomberg-Bericht wurde der reumütige Konstantin Ignatov von US-Bezirksrichter Edgardo Ramos nun deshalb entlassen, weil er seine Haftstrafe bereits ausreichend abgesessen hätte. Die Verhaftung des Krypto-Betrügers erfolgte bereits 2019.
  • Ignatov hatte sich schuldig bekannt, nach dem Verschwinden seiner Schwester im Jahr 2017 am Betrug mit der Kryptowährung OneCoin beteiligt gewesen zu sein. Bis zum jüngsten Urteilsspruch war er schon 34 Monate im Gefängnis.
  • Der Richter lobte jedoch Ignatovs Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft, die sich dementsprechend gnädig zeigte. Dennoch bezeichnete er OneCoin deutlich als einen “massiven Betrug mit Hunderttausenden von Opfern”, die kaum auf eine Entschädigung hoffen könnten.
  • Ignatovs Kooperation umfasste unter anderem seine Aussage im Prozess gegen den ehemaligen Anwalt Mark Scott. Dieser wurde wegen Geldwäsche von 400 Millionen US-Dollar aus dem OneCoin-Betrug zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt.
  • Allerdings darf sich Ignatov nur unter Auflagen in Freiheit bewegen. Er muss die nächsten zwei Jahre vorläufig unter gerichtlicher Aufsicht verbringen und außerdem 118.000 US-Dollar aus seiner Tätigkeit bei OneCoin abgeben.
  • Der Aufenthaltsort seiner Schwester, der “Cryptoqueen” Ignatova, ist nach wie vor unbekannt. Sie steht derzeit auf der “Ten Most Wanted”-Liste des FBI und wurde in Abwesenheit unter anderem wegen Wertpapierbetrugs und Geldwäsche verurteilt.
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