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Segen oder Fluch?Bitcoin-Integration: Schafft sich MoneyGram selbst ab?

MoneyGram öffnet sich für den Krypto-Space. Durch eine Partnerschaft mit Coinme ermöglicht das Unternehmen seinen Kunden in seinen Filialen das Ein- und Auszahlen von Bitcoin.

Daniel Hoppmann
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Das Logo von MoneyGram ist auf einem Schild zu sehen, welches an der Außenfassade eines Gebäudes angebracht ist.

Quelle: Shutterstock

Nach Paypal wird nun auch MoneyGram seinen Kunden die Möglichkeit eröffnen, Bitcoin zu kaufen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens hervor. Demnach tut sich der Transferdienstleister mit Coinme zusammen, um in über 12.000 Stores Bitcoin anbieten zu können. Coinme ist die größte Krypto-zu-Cash-Exchange in den USA. So sollen Kunden zukünftig in Filialen sowie in Spätis und anderen Partnergeschäften die Kryptowährung kaufen und verkaufen können. Der Service soll zunächst in den Vereinigten Staaten freigeschaltet werden und im weiteren Verlauf des Jahres auch für den internationalen Markt kommen.

MoneyGram CEO Alex Holmes zeigte sich erfreut über die neue Partnerschaft:

Diese innovative Partnerschaft öffnet unser Geschäft für ein völlig neues Kundensegment, da wir der erste Pionier eines Krypto-to-Cash-Modells sind. Gemeinsam mit Coinme bauen wir eine Brücke, um Bitcoin mit der lokalen Fiat-Währung zu verbinden. Unser einzigartiges, globales Netzwerk ist ein unglaublich wertvolles Gut. Wir freuen uns, unsere Plattform für Coinme zu öffnen, da wir zunehmend nach neuem Wachstum suchen, indem wir unser Netzwerk für neue Anwendungsfälle monetarisieren.

Alex Holmes, MoneyGram CEO.

Geschäftsmodell von MoneyGram ist gefährdet

Die Integration von Bitcoin eröffnet MoneyGram eine neue Klientel und damit neue Möglichkeiten als Unternehmen zu wachsen. Gleichzeitig birgt der Schritt jedoch auch Gefahren für den Finanzdienstleister, mit dem sich MoneyGram das eigene Geschäftsmodell zerschießen könnte. Denn die Gebühren des Unternehmens sind hoch, je nachdem wohin man Geld überweist.

Beispielsweise kostet ein Transfer von 100 Euro von Deutschland nach Ghana fast 7 Euro. Zum Vergleich: Laut Gebührentabelle von Binance zahlt man für eine Transaktion unter 50 BTC 0,1 Prozent Gebühren. Eine gleichwertige Transaktion würde also gerade einmal 10 Cent kosten. Deshalb ist die Frage durchaus berechtigt, weshalb Menschen über MoneyGram weiterhin Gelder an Familienangehörige im Ausland schicken sollten, wenn man per Bitcoin-Transaktion die gleiche Summe mit gleichzeitig niedrigeren Transaktionsgebühren durchführen könnte. Die Praxis in Afrika zeigt es. Zusätzlich umgeht man mit BTC-Überweisungen auch das Inflationsrisiko.

Zwar sind diese Überlegungen aktuell weit weg von der Realität. MoneyGram sollte sich dennoch für den Fall der Fälle überlegen, inwiefern ihr Geschäftskonzept durch die Bitcoin-Integration nicht obsolet werden könnte.

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