Ende in Sicht? 19.200 Bitcoin an einem Tag: Was hinter den GBTC Outflows steckt

GBTC, der Bitcoin ETF von Grayscale, schlägt sich mit massiven Abflüssen herum. Wie es dazu kam und warum der Trend bald vorbei sein könnte.

Daniel Hoppmann
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Grayscale Bitcoin ETF

Beitragsbild: Shutterstock

| Grayscale ist nach wie vor der weltweit größte Vermögensverwalter für digitale Assets
  • Der Bitcoin ETF von Grayscale kämpft derzeit mit einem massiven Verkaufsdruck. Allein am gestrigen Handelstag flossen knapp 19.200 Bitcoin (etwa 770 Millionen US-Dollar) aus GBTC an Coinbase.
  • Doch nicht alle Transaktionen seien auch als Outflows (zu Deutsch: Abflüsse) zu werten, erklärt die Analyseplattform Arkham auf X (ehemals Twitter).
  • “Die Abflüsse werden zwischen Coinbase Prime und neuen GBTC-Depotadressen aufgeteilt. Das heißt, dass nicht alle BTC auch ausgezahlt werden. Es handelt sich scheinbar auch um Abrechnungen von Handelsaktivitäten der Vortage.”
  • Laut Arkham handle es sich demnach “nur” bei 75 Prozent der Outflows (etwa 14.400 BTC) um tatsächliche Auszahlungen.
  • Die Datenlage zu den Bitcoin-Abflüssen variiert jedoch stark. So spricht der Datendienst der Krypto-Börse Bitmex etwa von einem Volumen von 425 Millionen US-Dollar. Auch Eric Balchunas berief sich auf die Zahl. Der Bloomberg-Analyst sehe den Verkaufstrend aber langsam zu einem Ende kommen.
  • Für einige Marktbeobachter sei der Abverkauf von GBTC einer der Gründe für den Kurssturz von Bitcoin. Die Kryptowährung fiel seit dem Handelsstart der ETFs um fast 18 Prozent. Die Marktkapitalisierung büßte in dem Zeitraum über 115 Milliarden US-Dollar ein.
  • Der These widerspricht CryptoQuant-CEO Ki Young Ju auf X. Demnach sei der Kursverlust von Bitcoin auf einen Abverkauf auf den Derivatemärkten zurückzuführen. Es gebe zwar eine hohe außerbörsliche Aktivität, die mache sich jedoch nicht am Kurs bemerkbar, so Ki.
  • Allgemein verläuft der Handel für die restlichen Bitcoin ETFs aber ausgesprochen gut. Bis auf Grayscale wachsen die Volumina der Anbieter rund um BlackRock und Co. Eigentlich zählten vielen Anleger auf die ETFs als Preiskatalysatoren. Der Aufgabe wurden die Finanzprodukte bislang jedoch nicht gerecht.
  • Warum man das jedoch auch als “gutes Zeichen” sehen kann, lest ihr hier: Bitcoin: Warum der BTC-Abverkauf ein “gutes Zeichen” ist
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