Saudi-Prinz Al-Walid mit deutlicher Absage an Bitcoin: „Enron in der Mache“

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Im Interview mit CNBC präsentierte sich am Montag, den 23.10, der saudi-arabische Prinz Al-Walid Bin Tahal, der wohl betuchteste Investor des arabischen Raumes, als entschiedener Gegner der Kryptowährung. Er gibt sich sicher: Bitcoin werde „implodieren“, so der 19-fache Milliardär. Damit wächst die Liste namhafter Bitcoin-Skeptiker um ein weiteres Mitglied.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von David Barkhausen

“Diese Sache [Bitcoin] ergibt keinen Sinn. Sie ist nicht reguliert. Sie ist nicht unter der Kontrolle der US Federal Reserve Bank oder einer anderen Zentralbank“, so der 62-Jährige gegenüber dem amerikanischen Wirtschaftsnachrichtensender CNBC.

Daher sei er sich sicher, dass Bitcoin “implodieren” werde.

Seine deutliche Absage unterstrich er mit dem Vergleich der Währung mit dem ehemaligen Energie-Riesen Enron. Die einst zu den größten-amerikanischen Konzernen gehörende Firma war 2001 krachend untergegangen, nachdem sie jahrelang im Wert gestiegen war. Allerdings hatte der Energieversorger unter anderem seine Bilanzen gefälscht, sodass das Ende des Konzerns als Enron-Skandal in die Geschichte einging.

Weiterhin betonte Al-Walid, er stimme den Einschätzungen Jamie Dimons zum Bitcoin zu. Der CEO von JPMorgan Chase hatte die Kryptowährung im September als Betrug bezeichnet und den Bitcoin-Kurs  damit auf Talfahrt geschickt.


Prinz Al-Walid Bin Talal Al-Saud gilt als der wohl kapitalstärkste saudi-arabische Investor. Laut der vom Wirtschaftsmagazin Forbes herausgegebenen Liste der reichsten Menschen der Welt steht Al-Walid mit einem Vermögen von 18,7 Milliarden US-Dollar auf Platz 45. Aufgrund dessen bezeichnete die New York Times den saudischen Prinzen als „den arabischen Warren Buffett“. Ähnlich wie Buffett gründet sich sein Reichtum auf Firmenbeteiligungen und Aktiengeschäften.

Das große Geld macht Bogen um Bitcoin

Mit seiner Absage an Bitcoin sendet Al-Walid nun auch ein deutliches Signal in den arabischen Raum und dessen ergiebiges Investitionspotential. Dieser hält sich bis heute mit Anlagen in die Digitalwährung zurück – trotz explodierender Kurse. Damit bestätigt sich auf der Halbinsel ein sich allgemein abzeichnendes Bild:  Erst am Montag hatte Handelsblatt berichtet, dass etablierte Firmen und konventionelle Investoren, das  „große Geld“, einen „großen Bogen“ um die vermeintlich unsicheren Investments machen.

Dass auf der Halbinsel dennoch Bewusstsein für die Technologie hinter der Kryptowährung herrscht, beweisen die Nachrichten der Woche: Wie BTC-Echo kürzlich berichtete, testet die Islamische Entwicklungsbank zurzeit scharia-konforme Finanzprojekte auf Blockchain-Basis.

BTC-ECHO


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