Saudi Arabien: Zentralbank will mit Ripple kooperieren

Saudi Arabien: Zentralbank will mit Ripple kooperieren

Gute Nachrichten für das US-amerikanische Start-up Ripple Labs. Die saudi-arabische Zentralbank will deren Bezahllösung xCurrent im Rahmen eines Pilotprojekts testen. Ziel der Testreihe ist es, den vielen Gastarbeitern möglichst schnelle und preiswerte Transfers in ihre Heimatländer zu ermöglichen.



Die Saudi Arabian Monetary Authority (SAMA) ist die Zentralbank des Königreichs Saudi Arabien. Ripple gab am Mittwoch bekannt, dass man eine Kooperation mit der SAMA abgeschlossen habe. Aufgrund der vielen Gastarbeiter, die jeden Monat ihre Löhne an ihre Familien in der Heimat schicken, ist Saudi Arabien für alternative Bezahlsysteme ein interessanter Markt. Die Zentralbank wird die Payment-Technologie xCurrent von Ripple in einem Pilotprogramm testen. Ziel ist es, internationale Transaktionen schneller, günstiger und möglichst transparent zu gestalten.

Für das saudi-arabische Königshaus geht es dabei in erster Linie um die Verwendung des Geldsystems Ripple, nicht der Kryptowährung namens XRP. In der endgültigen Form soll das Online-Finanzsystem ein dezentrales Peer-to-Peer-Zahlungssystem als auch ein Marktplatz für unterschiedliche Fiatwährungen wie Euro, US-Dollar u. v. m. sein. Im Prinzip wird dabei das Vertrauenssystem der Banken auf eine digitale Ebene übertragen. So wie man einer Bank vertraut, dass sie einem das Guthaben in Höhe von 100 Euro auch wirklich auszahlt, gibt es bei Ripple ein digitales Register mit allen Kontoständen, das dezentral verwaltet wird.

xCurrent hingegen stellt eine direkte Anknüpfung zu und zwischen den Banken her. Schon bevor die Transaktionen vollzogen sind, können diese vorab validiert und die jeweiligen Kosten berechnet werden. Die Firma Ripple Labs koordiniert die Transaktionen zwischen den Banken und bestätigt diese durch kryptographische Signaturen. Weitere Informationen findet man beispielsweise in diesem englischsprachigen Video des Anbieters.

BTC-ECHO

Über Lars Sobiraj

Lars SobirajLars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei. Vor einiger Zeit erwuchs das Interesse am Thema Kryptowährungen, die glücklicherweise ohne die Kontrolle von Zentralbanken funktionieren. Sehr gerne möchte er seinen Teil dazu beitragen, dass Bitcoin & Co. nicht nur für reine Spekulanten von Interesse sind, sondern auch für die Frau und den Mann von nebenan.

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