Saudi-Arabien, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate basteln an eigener Kryptowährung

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Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate basteln an eigener Kryptowährung

Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate planen derzeit die Einführung einer gemeinsamen staatlichen Kryptowährung. Damit will man vor allem grenzüberschreitende Zahlungen vereinfachen und ein besseres Verständnis der Blockchain-Technologie fördern. Allerdings soll der geplanten Kryptowährung ein entscheidender Vorteil (zumindest vorerst) abgehen, den wir an Bitcoin & Co. schätzen: die Dezentralität.

Am 19. Januar hat die Nachrichtenagentur der Vereinigten Arabischen Emirate über die erste Sitzung des Exekutivkomitees des Koordinierungsrates der Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien in Abu Dhabi berichtet. Ziel des Zusammentreffens war die Verfolgung der Umsetzung der in der Resolutionsstrategie genannten gemeinsamen sieben Initiativen. Diese umfassen Bereiche der Zusammenarbeit und legen die gemeinsame Vision der wirtschaftlichen, sozialen und militärischen Integration zwischen den beiden Ländern fest. Eine der sieben Initiativen ist der Start einer gemeinsamen staatlichen Kryptowährung.

Zentralisierung in „experimenteller Phase“

Bereits im November 2018 haben wir von den Plänen einer möglichen staatlichen Kryptowährung Saudi-Arabiens berichtet. Dieses Vorhaben hat nun etwas mehr Form angenommen. So soll die geplante Kryptowährung auf der Verwendung einer verteilten Datenbank zwischen den Zentralbanken und den beteiligten Banken beider Seiten basieren. Damit lässt sie die Dezentralität von Bitcoin & Co vermissen. Konkret heißt es in dem Bericht:

„Die erste gemeinsame Pilot-Kryptowährung wurde während des Treffens gestartet. Die grenzüberschreitende digitale Währung wird in einer experimentellen Phase streng auf Banken ausgerichtet, um die Auswirkungen der Blockchain-Technologie besser zu verstehen und grenzüberschreitende Zahlungen zu erleichtern. […] Sie soll die Interessen der Kunden schützen, Technologiestandards festlegen und Cybersicherheitsrisiken bewerten.“

Vorerst handelt es sich also vor allem um ein zentralisiertes Bankenexperiment, auf das die Öffentlichkeit nicht zugreifen kann. Bisher gibt es wenig technische Details. Es darf jedoch vermutet werden, dass die Zentralbanken von Saudi-Arabien und der Vereinigten Arabischen Emirate jeweils eine Node betreiben werden. Auch alle anderen Geschäftsbanken der beiden Länder werden eine Node betreiben. Während die Zentralbanken wahrscheinlich „kontrollierende“ Nodes betreiben, werden die Geschäftsbanken durch ihre Nodes nur „sehen“ können, was die Zentralbanken tun. Entsprechend wird es sich also um eine sogenannte Master-Slave-Beziehung handeln. Ob und wie genau diese „Kryptowährung für Banken“ in die Öffentlichkeit Einzug findet, ist noch unklar. Warten wir die „experimentelle Phase“ also ab und richten den Blick weiterhin gespannt gen Nahen Osten.

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