Nvidia: Nach Einbruch der Geschäfte – Rückzug aus dem Kryptomarkt

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt

Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Lange Zeit brachte das Geschäft mit Grafikkarten, die für das Mining eingesetzt werden, dem Unternehmen Nvidia extreme Zuwächse beim Gewinn. Der aktuelle Bärenmarkt macht sich allerdings auch beim Mining bemerkbar, was die Umsätze im zweiten Quartal einstürzen lässt. Jetzt will das Unternehmen seine Kryptostrategie anpassen.


Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

So schnell dreht sich der Wind: Im vergangenen Jahr noch konnten sowohl der Grafikkartenhersteller Nvidia als auch Hauptkonkurrent AMD jeweils ein rekordverdächtiges Wachstum vorweisen. Zurückzuführen war dies in erster Linie auf die erhöhte Nachfrage nach leistungsstarken Grafikkarten zum Mining. Noch im ersten Quartal 2018 überstiegen die Einnahmen aus dem Mining-Geschäft die Erwartungen deutlich.

Was dort jedoch bereits befürchtet wurde, trat kurze Zeit später als bittere Realität ein. Mit dem anhaltenden Bärenmarkt und dem damit einhergehenden Rückgang der Nachfrage drehte sich der Wind. Entsprechend sanken die Preise für Mining-Hardware rapide, was sich auch bei den Grafikkarten von Nvidia bemerkbar machte. So hatte man sich angesichts der guten Entwicklung zu Beginn des Jahres offenbar verschätzt und viel zu viele Grafikkarten produziert. Nun blieb man auf dem viel zu großen Angebot sitzen.

Nvidia zieht die Reißleine – Keine Prognosen für Mining-Hardware

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Die schwierige Situation rund um die Mining-Grafikkarten schlug sich auch in der Kursentwicklung der Nvidia-Aktien nieder. So verlor die Aktie angesichts der Verkündung der Quartalszahlen für Q2 in der vergangenen Woche rund fünf Prozentpunkte. Jetzt reagiert das Unternehmen und stoppt die weitere Produktion von Grafikkarten zu Mining-Zwecken.

„Unsere Umsatzprognose hatte erwartet, dass die auf das Krypto-Mining ausgelegten Produkte rund 100 Millionen US-Dollar einbringen werden. Tatsächlich lagen die kryptospezifischen Produktumsätze bei 18 Millionen US-Dollar. Während wir zuvor davon ausgegangen waren, dass Kryptowährungen in diesem Jahr wichtig für uns werden, geben wir dazu jetzt keine Prognosen mehr ab“,

sagte dazu Colette Kress, Nvidias Chief Financial Officer.

Vor einem Jahr noch hatten die Töne noch ganz anders geklungen. Damals ließ der damalige CEO Jen-Hsun Huang verlauten, dass Kryptowährungen bestehen bleiben werden und sein Unternehmen auch weiterhin auf Grafikkarten zum Mining setzen werde. Am Beispiel Nvidia kann man also gut erkennen, wie ein ganzes Jahr inklusive Berg- und Talfahrt die Meinung die Strategie eines Unternehmens komplett verändern kann.

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