Krypto-Mining: Nvidia bleibt auf seiner Hardware sitzen

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Krypto-Mining: Nvidia bleibt auf seiner Hardware sitzen

Gute Zeiten für alle Käufer von Grafikkarten, schlechte für die Hersteller: Die Preise für Grafikkarten fallen, die Nachfrage befindet sich im Keller. Einer der führenden Erstausrüster aus Taiwan schickte 300.000 Chips an Nvidia zurück. Diese konnte man aufgrund der Verkaufseinbrüche nicht verbauen. Offenbar hat Nvidia sowohl die Nachfrage von Gamern als auch von Personen überschätzt, die die GPUs für das Krypto-Mining benutzen. In den vergangenen Jahren konnte sich das Management auf konstant steigende Preise verlassen, doch das ist nun erstmal Geschichte.

Anfang Juni gab der CEO von Nvidia auf der Computex den erstaunten Zuhörern bekannt, dass das Unternehmen „für eine lange Zeit“ keine neuen Grafikkarten herstellen werde. Die letzten Grafikkarten kamen mit der GeForce-10-Serie vor rund zwei Jahren auf den Markt. Die Ankündigung von Jen-Hsun Huang kam überraschend. Doch laut eines Berichts des Technologie-Portals SemiAccurate bleibt Nvidia momentan regelrecht auf seiner Hardware sitzen. Bevor neue Baureihen produziert werden können, muss zuvor die alte Hardware veräußert und somit zu Geld gemacht werden.

Offenbar hat man für das laufende Jahr sowohl den Gaming- als auch den Kryptomarkt zu positiv bewertet. Die Geschäftsleitung von Nvidia stimmte kürzlich laut SemiAccurate der Rücknahme von 300.000 Chips von einem der drei führenden Hardwareherstellern Taiwans zu. Dieser Schritt ist nach Ansicht von Branchenbeobachtern sehr bemerkenswert, weil das Unternehmen normalerweise keine Rücksicht auf die Hersteller ihrer Bestandteile nimmt. Wenn man der Rücknahme von so vielen neuwertigen Chips zugestimmt habe, spreche dies eine ganz eigene Sprache.

Schwierige Zeiten für Nvidia: 300.000 Chips eingelagert, Vortrag abgesagt

Außerdem hat Nvidia einen eingereichten Vortrag über ihre kommende Grafikkarten-Generation wieder aus dem Programm genommen. Die Fachmesse „Hot Chips 30“ wird folglich ohne eine Ankündigung des Unternehmens auskommen müssen. Grund für das Absatzminus ist wohl auch die auf das Mining spezialisierte Hardware, die den Grafikkarten große Konkurrenz macht. Derweil hofft man, dass der Bedarf möglicherweise wieder im Spätsommer dieses Jahres anziehen könnte, wenn die Messe „Asian Games 2018“ stattfindet. Ob Nvidia dann schon wieder für neue Ankündigungen bereit ist, wird in erster Linie von den zwischenzeitlich erfolgten Verkaufserlösen abhängen. Fest steht lediglich: Die Zeit für eine neue GPU-Reihe wäre nach zwei Jahren mehr als reif. Die Konkurrenz schläft nicht.

Höchst wahrscheinlich wird man sich künftig wieder vermehrt auf die Bedürfnisse der Spiele-Fans ausrichten. Auch weil beim Mining die Umsatz-Bäume schon lange nicht mehr in den Himmel wachsen. Außerdem wird es zunehmend schwieriger, sich gegen die auf das Mining spezialisierte und somit effektivere Hardware von Bitmain und anderen Herstellern durchzusetzen. Nach eigenen Angaben lag bei Nvidia im ersten Quartal dieses Jahres der Anteil der Umsätze für den Kryptomarkt bei nahezu 10 Prozent, das waren in drei Monaten 289 Millionen US-Dollar. Auf einer Pressekonferenz schätzten Manager des Unternehmens, dass der Anteil im zweiten Quartal drastisch abnehmen werde. Es bleibt weiterhin schwierig, in diesem Sektor Geld zu verdienen.

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