IBM Food Trust Norwegischer Lachshersteller baut auf IBM-Blockchain

Anton Livshits

von Anton Livshits

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Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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Eine Lachsfischfarm im Meer mit einem Schiff

Quelle: Shutterstock

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Dass die Blockchain-Technologie für Transparenz und Vertrauen steht, gilt bei Anhängern der Technologie als unbestritten. Im Bereich der Nachverfolgung von Lieferketten beweist das die steigende Beliebtheit der Food-Trust-Plattform von IBM. Die norwegische Lachsfarm Kvarøy Arctic ist nun ebenfalls auf den IBM-betriebenen Blockchain-Zug aufgesprungen.

Der norwegische Lachshersteller Kvarøy Arctic ist dem IBM-Food-Trust-Netzwerk beigetreten. Mit Hilfe der Blockchain-basierten Lieferkettenlösung möchte das Unternehmen das Vertrauen in die eigenen Produkte fördern.   

Kvarøy Arctic beliefert verschiedene Supermärkte und Restaurants in den USA und Kanada. Die Norweger geben an, dass die Nachfrage nach frischen Meeresprodukten insbesondere in den Vereinigten Staaten rapide zugenommen hat. Laut IBM soll der Beitritt zur Lebensmittel-Blockchain dabei helfen, dem höheren Bedarf nach Lach gerecht zu werden. Raj Rao, IBM Food Trust General Manager, sagt hierzu:

IBM Food Trust stellt die Instrumente bereit, die für die branchenübergreifende Zusammenarbeit und für Maßnahmen zur Erhaltung und Pflege unserer globalen Fischerei benötigt werden, während gleichzeitig die Integrität der Lieferketten für Meeresfrüchte geschützt wird.

Raj Rao

Informationen vorerst nur für Geschäftskunden

Geschäftskunden von Kvarøy Arctic können künftig einen QR Code scannen, um Informationen zur Herkunftsgeschichte des Lachses zu erhalten. Dazu zählen etwa Videos, Bilder und andere Daten zu den Lachsfarmen des norwegischen Herstellers. Die Kunden sollen derart von den hohen Tierschutzstandards überzeugt werden, die Kvarøy Arctic nach eigenen Angaben bei der Produktion einhält.

Das norwegische Unternehmen kooperiert ferner mit dem Futterproduzenten BioMar. Dadurch sollen künftig auch Produktionsdaten zum verwendeten Futter, dem Zeitpunkt der Lachsernte, den Produktionsbedingungen sowie den Transportwegen auf der IBM–Blockchain verfügbar sein. Hierzu Alf-Gøran Knutsen, CEO von Kvarøy Arctic:

Blockchain ist die Zukunft, wenn es darum geht, Betrug in der Fischereiindustrie zu beenden. [….]

Für die Zukunft ist ebenfalls eine App für Endverbraucher geplant. Auch sie soll über die Qualität und Nachhaltigkeit des Lachses Rechenschaft ablegen.

Food-Trust-Blockchain wächst

IBM startete das Food-Trust-Netzwerk bereits im Jahr 2018. Wenige Jahre später kann die Blockchain-Plattform bereits 300 Teilnehmer verbuchen, die ihre Lebensmitteldaten über das Netzwerk zur Verfügung stellen.

Espen Braathe vom europäischen Management von Food Trust gab dabei gegenüber Forbes an, dass mit einem steigenden Lebensmittelpreis auch die Betrugsgefahr zunehmen würde. Falsche Herstellerangaben ließen sich also vor allem bei Luxusgütern finden. Insbesondere hier erscheint es deshalb lohnenswert, mit Hilfe der Blockchain für Transparenz zu sorgen.

Folglich ist es kaum verwunderlich, dass neben Kvarøy Arctic auch das US-Fischereiunternehmen Raw Seafoods bereits dem IBM-Netzwerk beigetreten ist. Der Konzern möchte mit Hilfe der Blockchain Lieferketten von Jakobsmuscheln aus dem Atlantik nachverfolgen.

IBM bietet im Übrigen auch jenseits der Lebensmittelindustrie Blockchain-Lösungen für das Tracking von Lieferketten.

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