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Woolf University basiert komplett auf Blockchain-Technologie

Ein Team von Oxford-Akademikern hat die weltweit erste „Blockchain-Universität“ gegründet. Die Woolf University setzt vollends auf die Distributed-Ledger-Technologie – von der manipulationssicheren Ausstellung von Zertifikaten über die Automatisierung von Prozessen bis hin zur Verwaltung von Studiengebühren. Dabei wirbt sie in erster Linie nicht mit den bekannten Vorteilen der Blockchain-Technologie, sondern mit niedrigen Kosten.

Tanja Giese
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Beitragsbild: Unsplash

Blockchain und Bildung passen gut zusammen. Das haben zahlreiche Universitäten bereits mit ihren Lehrplänen, ihren Personalerweiterung durch akademische Blockchain-Experten und der Ausstellung von Zertifikaten bewiesen. Nun tritt die Woolf University als erste Universität auf den Plan, die sich komplett auf die Blockchain-Technologie stützt. Anfang 2019 sollen die ersten Seminare starten.

Kosten und Bürokratieaufwände senken

Gemäß der Oxford-Wissenschaftler, die an der Gründung der Woolf University beteiligt sind, soll das geplante Bildungssystem das Studieren im Vergleich zu traditionellen Universitäten günstiger halten. Gleichzeitig sollen die Lehrenden höhere Gehälter bekommen.

Aufgrund der blockchainbasierten Datenspeicherung werden Regulierungs- und Verwaltungsteams überflüssig und entsprechend Kosten eingespart. Auch die Automatisierung von Prozessen der Administration trägt dazu bei, die Kosten zu senken. Diese Einsparungen sollen sowohl den Studierenden als auch den Lehrenden zugutekommen. Während die einen geringere Studiengebühren zahlen müssen, erhalten die anderen höhere Gehälter. „Nebenbei“ sorgt dieses System dafür, dass die Daten der Studierenden sowie ihre Abschlusszertifikate sicher und manipulationsgeschützt aufbewahrt werden.

Die Softwareplattform der Woolf University gibt auf ihrer Website darüber Aufschluss, ob ein Seminar online oder vor Ort stattfindet und weist den Studierenden ihre Credits und den Lehrenden ihre Gehälter zu. So wird ein großer Teil der Bürokratie, die für ihre Langsamkeit und teilweise Ungenauigkeit bekannt ist, aus dem Weg geräumt. Auch Studierenden außerhalb der Europäischen Union [EU] wird so ermöglicht, einen anerkannten EU-Abschluss zu erhalten. Entsprechend ambitioniert liest sich das Whitepaper:

„Es ist unser Ehrgeiz, dass Woolf eine Revolution ohne Präzedenzfall in der Geschichte der Universität darstellt. […] Im Kern ermöglicht Woolf die älteste und ehrwürdigste Form von menschlicher Bildung: direkte persönliche, individuelle Ausbildung im Denken. Woolf soll diese transformative Erfahrung allen zugänglich machen.“

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