Die beste DEX? Wie man mit Uniswap (UNI) V3 Geld verdienen kann
Leon Waidmann

von Leon Waidmann

Am · Lesezeit: 4 Minuten

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Uniswap V3 ist nun seit fast zwei Monaten live und hat die Kapitaleffizienz der größten dezentralen Börse (DEX) im Krypto-Space um den Faktor 4.000 verbessert. Aus diesem Grund wollen wir uns genauer ansehen, wie Investoren davon profitieren können.

Das Uniswap-Team hat Anfang Mai das lang erwartete V3 Mainnet veröffentlicht. Das Upgrade beinhaltete einige massive Verbesserungen für die dezentrale Börse (DEX) und hat unter anderem dafür gesorgt, dass Liquiditätsanbieter noch mehr Geld verdienen können.


Was ist Uniswap V3?

Uniswap hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Die Einführung des V2-Upgrades hat dafür gesorgt, dass erstmals Liquidity Pools, bestehend aus mehreren ERC-20-Token, gebildet werden konnten.

Im Laufe des restlichen Jahres 2020 und Anfang 2021 hatte das dazu geführt, dass die Aktivität im DeFi-Space durch die Decke ging. Inzwischen übertrifft das Handelsvolumen für einige Handelspaare sogar schon das von zentralisierten Krypto-Börsen.

Uniswap V2 ist definitiv ein Wunderwerk der Technik, aber es setzt die Liquidität der Liquiditätsanbieter nicht optimal ein. Das liegt daran, dass die Liquidität in Uniswap V2 Liquidity Pools gleichmäßig entlang der gesamten Kursspanne eines Token verteilt ist. Da die meisten Token aber innerhalb einer bestimmten Kursspanne handeln, führt das dazu, dass ein großer Teil der Liquidität nur sehr selten oder gar nicht zum Einsatz kommt.

Warum ist das Upgrade so besonders?

Genau diese Problem löst Uniswap V3. Durch die Einführung von konzentrierter Liquidität, ermöglicht es V3, dass Liquiditätsanbieter, Liquidität nur für eine bestimmte Kursspanne bereitstellen können.

Ein Beispiel

Nehmen wir an, du möchtest das Stablecoin-Paar USDC/USDT handeln. Auf V2 können wir hypothetisch annehmen, dass der überwiegende Teil des Handels mit diesem Paar innerhalb der Kursspanne von 0,98 bis 1,02 US-Dollar stattfindet. Innerhalb eines V2-Pools sorgt das dafür, dass ein großer Teil des Kapitals der Liquidity Pools nie genutzt wird, da es entlang der gesamten Kursspanne verteilt ist.

Mit V3 ist der große Vorteil, dass Liquiditätsanbieter selbst wählen können, für welchen Kursbereich sie Liquidität bereitstellen. Im Fall des obigen Beispiels können V3-Liquiditätsanbieter direkt auf den oben genannten Kursbereich abzielen. Dadurch können sie ihre Liquidität so effizient wie möglich einsetzten, ohne das ein großer Teil ihres Kapitals ungenutzt brach liegt. So ist es möglich, dass V3 mit weniger Liquidität bessere Konditionen für Trader anbieten kann und Liquiditätsanbieter mehr verdienen.

So wirst du zum Liquiditätsanbieter

Da Uniswap V3 auf konzentrierte Liquidität angewiesen ist, muss man selbst bestimmen für welche Kursspanne man Liquidität bereitstellen möchte.


1. Zunächst musst du dafür auf Uniswap einen entsprechenden Liquidity Pool auswählen.

2. Als Nächstes wählst du die gewünschte Gebührenstufe (0,05 Prozent, 0,3 Prozent oder 1 Prozent) aus, die für die Nutzung des Liquidity Pools anfallen.

Welche Gebühren welchen Liquidity Pool anfallen, kann man im offiziellen Uniswap V3 Nutzer-Guide nachlesen.

3. Anschließend wählst du im nächsten Schritt aus, für welche Kursspanne du Liquidität bereitstellen möchtest.

Je nachdem, welche Gebührenstufe du zuvor ausgewählt hast, hast du nun die Möglichkeit, die Kurse entweder in 0,10-Prozent-, 0,60-Prozent- oder 2,00-Prozent-Schritten anzupassen. Manuell eingegebene Werte werden automatisch an den nächstgelegenen Schritt angepasst. Anschließend musst du nur noch angeben, wie viel Kapital du bereitstellen möchtest und abschließend die Transaktion in MetaMask bestätigen – und schon bist du ein Liquiditätsanbieter auf Uniswap V3.

Fazit

Uniswap V3 ist eine hocheffiziente DEX, die derzeit allen anderen dezentralen Börse in Sachen Kapitaleffizienz überlegen ist. Jedoch ist die Bedienung derzeit noch etwas kompliziert und insbesondere für unerfahrene DeFi-Investoren nicht besonders zugänglich.

Bewegt sich nämlich der Kurs eines Token außerhalb der festgelegten Spanne, dann wird die Position in einem der beiden Token konzentriert und man verdient keine Handelsgebühren mehr. Erst wenn der Kurs zurück in die festgelegte Spanne kehrt oder man selbst eine neue Kursspanne festlegt, kann man wieder Geld verdienen.

Umso enger man eine Kursspanne festlegt, desto kapitaleffizienter stellt man Liquidität zur Verfügung und desto mehr Trading-Gebühren verdient man. Der große Nachteil daran ist, dass eine engere Spanne dafür sorgt, dass man seine Position aktiv managen muss, um nicht aus der Kursspanne herauszufliegen. Insbesondere für kleine Investoren kann das zum Problem werden. Das liegt daran, dass für das Anpassen der Kursspanne eine Ethereum-Transaktion durchgeführt werden muss. Gerade, wenn das Ethereum-Netzwerk stark belastet ist, kann die Verwaltung einer Liquidity-Pool-Position extrem aufwändig sein.

Disclaimer

Dieser Artikel erschien bei BTC-ECHO bereits im Juni 2021. Er wurde nun geprüft und aktualisiert.


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