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Von Tom Brady bis BlackRock Das sind die Verlierer der FTX-Pleite

Der FTX-Crash zieht einen Kahlschlag durch den Krypto-Markt. Zu den Betroffenen gehören auch prominente Personen wie Tom Brady.

Moritz Draht
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FTX-Investor Tom Brady

Beitragsbild: picture alliance

| Zu den Verlieren des FTX-Crashs zählt auch Football-Star Tom Brady.

Allmählich wird das ganze Ausmaß des FTX-Crashs sichtbar. Die Krypto-Börse hatte namhafte Investoren und Werbeverträge geschlossen, darunter mit Football-Star Tom Brady und Basketballspieler Stephen Curry. Auch Kapitalgeber wie Galaxy Digital und BlackRock zählen zu den Verlierern der FTX-Krise.

Tom Brady schließt Werbedeal mit FTX

Football-Star Tom Brady und seine damalige Frau, Gisele Bündchen, gingen 2020 eine Partnerschaft mit FTX ein. Als Teil des Deals erhielten sie neben Bitcoin Beteiligungen an dem Unternehmen. Der siebenfache Superbowl-Gewinner wurde Markenbotschafter von FTX, Gisele Bündchen Beraterin für ökologische und soziale Initiativen. Wie viele Anteile sie an dem Unternehmen hielten, ist nicht bekannt. Die Abmachung war Teil großangelegter Werbedeals im Sportbereich. Mehrere Hundert Millionen US-Dollar investierte FTX in Partnerschaften, allein 135 Millionen für die Namensrechte an einem Stadion in Miami.

Basketballspieler Stephen Curry war ebenfalls Teil der Profisport-Marketingstrategie. Als FTX-Botschafter erhielt der NBA-Star eine nicht bezifferte Kapitalbeteiligung an der Krypto-Börse. “Ich bin begeistert, mit einem Unternehmen zusammenzuarbeiten, das den Krypto-Bereich entmystifiziert und den Einschüchterungsfaktor für Erstnutzer beseitigt” – die damaligen Worte des Basketballspielers sind schlecht gealtert.

FTX sorgt für Millionenverluste bei BlackRock und Galaxy Digital

Durch eine Finanzierungsrunde ist auch Black Rock, der weltweit größte Vermögensverwalter, an FTX beteiligt. Im Oktober 2021 sammelte FTX, das damals mit 25 Milliarden US-Dollar bewertet wurde, 420 Millionen US-Dollar von 69 Investoren. Black Rock war einer von ihnen, neben Temasek, Tiger Global und Ribbit Capital.

Auch Sequoia Capital gehörte dazu. Der Risikokapitalgeber hat insgesamt 150 Millionen US-Dollar über den Global Growth Fund III in FTX investiert. “Die vollständige Art und das Ausmaß dieses Risikos sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt”, so Sequoia Capital auf Twitter. Aufgrund der aktuellen Geschehnisse werde man die “Investition auf 0 Dollar reduzieren”.

76 Millionen US-Dollar hat Galaxy Digital in FTX gepumpt. Es ist die zweite große Fehlinvestition der Investment-Gesellschaft von Mike Novogratz am Krypto-Markt, die auch zu den Geldgebern bei Terra gehörte.

Schaden summiert sich

Krypto-Börse Kraken gab derweil bekannt, “etwa 9.000 FTT-Token an der FTX-Börse” zu halten. FTT sei jedoch weder an der Spot- noch Futures-Börse gelistet. Von der FTX-Pleite sei Kraken “in keiner Weise betroffen”.

Die Amber Group habe “kein Engagement in Alameda oder FTT”, so der Asset-Manager in einem Tweet. “Aber wie die meisten Handelsunternehmen waren wir ein aktiver Handelsteilnehmer bei FTX”. Demnach stünden Abhebungen aus, “die noch verarbeitet werden müssen”. Eine “Bedrohung für den Geschäftsbetrieb oder die Liquidität” bestehe der Amber Group nach nicht.

Ähnlich äußerte sich Wintermute. Als “marktneutrales Handelsunternehmen” habe man “kein direktionales Engagement in FTT-Token oder damit verbundene Ökosystem-Assets”. Jedoch würden noch Gelder bei FTX liegen. Dem Market Maker zufolge liege der “Betrag innerhalb der Risikotoleranz” und habe “keine nennenswerten Auswirkungen auf die finanzielle Gesamtposition”.

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