DeFi für die Massen Unstoppable Finance wird zur DeFi-Bank

Nach dem Launch der Ultimate-Wallet plant Unstoppable Finance den nächsten Schritt für die DeFi-Adoption: Eine Banklizenz samt eigenem Euro-Stablecoin.

Daniel Hoppmann
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Unstoppable Finance

Beitragsbild: Unstoppable Finance

| Das Berliner Start-up will den dezentralen Finanzsektor für die Massen öffnen

“DeFi massentauglich machen”, so lautet die Mission von Unstoppable Finance. Das Krypto-Unternehmen aus Berlin arbeitet seit Jahren an der Massenadoption der dezentralen Finanzen. Mit dem Launch der “Ultimate”-Wallet im vergangenen Jahr ging die Firma bereits einen ersten Schritt. Nun folgt der nächste.

Denn wie BTC-ECHO vorab erfuhr, will das Unternehmen “Europas erste vollständig regulierte DeFi-Bank” werden. Einen entsprechenden Lizenzantrag bereite man derzeit vor. Neben Deutschland seien auch andere europäische Jurisdiktionen im Gespräch. Wo am Ende der Antrag eingereicht wird, sei noch offen, erklärt ein Unternehmenssprecher auf Anfrage von BTC-ECHO.

Der Schritt ist angesichts der aktuellen Bankenkrise durchaus gewagt. “Banking muss von Grund auf neu gedacht werden”, heißt es dazu in der Presseerklärung. Die Blockchain-Technologie könne dabei helfen, ergänzt Peter Grosskopf weiter. Der Co-Founder und CTO von Unstoppable Finance begleitet nicht zum ersten Mal den Aufbau einer Bank. 2016 war er an der Gründung der SolarisBank beteiligt.

Euro-Stablecoin in den Startlöchern

Das Bankgeschäft ist jedoch nicht die einzige Tür, die Unstoppable Finance aufstößt. Das Unternehmen wird auch zum Stablecoin-Emittenten. Konkret handelt es sich um einen physisch Fiat-gedeckten Euro-Stablecoin im Verhältnis 1:1. Damit treten die Berliner in direkte Konkurrenz zu Branchengrößen wie Tether oder Circle. Beide Firmen verfügen neben ihren beliebten USD-Stablecoins auch über Euro-Äquivalente, deren Handelsvolumina allerdings weit hinter den großen Aushängeschildern zurückbleiben.

Das werde sich in Zukunft jedoch ändern, meint Peter Grosskopf gegenüber BTC-ECHO. Die MiCA-Regulierung schaffe für Euro-Stablecoins einen “guten Rahmen”. Dem Konkurrenzkampf mit Tether, Circle und Co. blickt Grosskopf positiv entgegen. Am Ende werde “das ganze Ökosystem profitieren”. Ob sich das neu erschlossene Bankgeschäft am Ende als Katalysator für den eigenen Stablecoin erweisen wird, bleibt abzuwarten.

BaFin-Ärger mit der DeFi-Wallet

Weiter warten müssen auch deutsche User, die die Ultimate-App ausprobieren möchten. Das Unternehmen und die BaFin kommen bei der DeFi-Wallet zu unterschiedlichen juristischen Auffassungen. Laut der Aufsichtsbehörde betreibe Unstoppable Finance über die App Anlagevermittlung. Das weist die Krypto-Firma zurück. Viel mehr verstehe man sich als Browser, über den Nutzer in den DeFi-Space gelangen. Durch die Meinungsverschiedenheit ist die App in Deutschland weiterhin nicht verfügbar. BTC-ECHO hat die Wallet dennoch für euch getestet.

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