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Vorbild El Salvador?Thailand will Tourismus mit Krypto-Millionen wiederbeleben

Sonne, Strand, Kokosnüsse und das zum kleinen Preis: Thailand gehört schon lange zu den Top-Reisezielen westlicher Touristen. Aufgrund der Covid-19-Pandemie blieben diese in den vergangenen Monaten jedoch aus. Jetzt soll der wichtigste Wirtschaftszweig des Landes auf kreative Weise wieder in Schwung gebracht werden: Mittels der Einführung von Kryptowährungen als Zahlungsmittel.

Marlene Müller
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Sonne, Strand und Kokosnüsse

Möglicherweise hat der Gouverneur der thailändische Fremdenverkehrsbehörde (TAT), Yuthasak Supasorn, sich die vergangenen Wochen auch mal in El Salvador herumgetrieben. Denn seine Ideen, wie man die Verluste aus den Corona-Jahren begleichen könnte, ähneln denen des salvadorianischen Präsidenten auffallend stark. Supasorn erklärte jüngst bei Bloomberg, dass die TAT aktuell die Grundlagen für eine breitere Akzeptanz von Kryptowährungen schaffe. Dazu befinde sich die Behörde bereits im Gespräch mit der Thailändische Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (SEC) und der thailändische Zentralbank (BOT). Darüber hinaus würden bereits Gespräche mit der größten Krypto-Börse des Landes, Bitkub Online Co., geführt werden.

Bequeme Zahlungsmöglichkeiten für Krypto-Millionär:innen

Wie genau das Land die Krypto-Adaption stärken möchte, ist noch etwas unklar. Klar ist jedoch, dass es dafür auf Profiteure des anhaltenden Bullenmarktes setzt: “Es gibt Menschen, die durch das Halten von Kryptowährungen sehr reich geworden sind. Die könnten ihren Reichtum vielleicht dafür nutzen”, so Supasorn.

Außerdem heißt es, dass das südostasiatische Land einfache und bequeme Zahlungsmöglichkeiten mit Kryptowährungen anbieten möchte. Bequem heißt nach dem Gouverneur:

Wenn [die Touristen] ihre Währungen hier verwenden können, ohne sie umtauschen zu müssen oder mit staatlichen Steuern konfrontiert zu werden, dann wäre das für sie sehr bequem.

Yuthasak Supasorn

Darüber hinaus möchte die TAT im nächsten Jahr eine neue Einheit einrichten. Diese soll sich um die Ausgabe eigener Krypto-Token kümmern, eine Wallet erstellen und ein neues Tourismus-Ökosystem aufbauen. Davon könnte Thailand bis jetzt kaum weiter entfernt sein. Stand heute erkennt das Land Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether nicht als gesetzliches Zahlungsmittel an.

“Krypto ist die Zukunft”

Getrieben wird die Idee von der Überlegung, dass man auf diese Art “Qualitätstouristen” gewinnen könnte. Thailands wichtige Industrien wurden durch die Pandemie hart getroffen und büßten Wirtschaftseinnahmen in Höhe von 80 Milliarden US-Dollar ein. Mithilfe des Angebots, mittels Kryptowährungen bezahlen zu können, hofft Yuthasak etwa 80 Prozent der Einnahmen aus dem Tourismus zurückzugewinnen, die während der Pandemie weggebrochen waren. Das würde auch dann noch gelingen, wenn nur halb so viele Touristen kämen, wie das noch 2019 der Fall war. Die Rechnung ginge laut Suprason auf, wenn man anstatt auf Massentourismus auf Qualitätstourismus setzen würde. Dabei sei es das Ziel, “jemanden wie Russell Crowe oder einen Krypto-Inhaber wie Tim Cook” nach Thailand zu locken.

Bei erfolgreicher Umsetzung verspricht sich die TAT, dass bis 2024 10 Prozent der Krypto-Besitzer:innen nach Thailand reisen werden. Der Gouverneur ist sich sicher:

Krypto ist die Zukunft, also müssen wir Thailand zu einer Krypto-positiven Gesellschaft machen, um diese Gruppe von Qualitätstouristen willkommen zu heißen.

Yuthasak Supasorn
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