Besuch im La Geo BTC-ECHO in El Salvador: So funktioniert Bitcoin-Vulkan-Mining
David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Quelle: Foto: Mathias Linkerhand

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El Salvador ist das wohl erste Land der Welt, dass mit Vulkanenergie Bitcoin Mining betreibt. Wir waren im Geothermiekraftwerk La Geo im salvadorianischen Berlín und haben uns umgesehen.

Als sich die Türen des Containers, hinter denen sich die wohl ersten mit geothermischer Vulkanenergie betriebenen Bitcoin Mining Rigs der Welt befinden, öffnen, ist es erst einmal unglaublich laut. Wer, wie ich, zum ersten Mal ASIC Miner live und in Farbe zu Gesicht bekommt, versteht auf Anhieb, wieso diese Geräte so viel Strom fressen. Gerade in der Nachmittagssonne der Tropen müssen die Ventilatoren ordentlich schnaufen, damit sie nicht überhitzen – und das kostet Strom und macht Lärm. Gut, dass die ASICs auf einer unerschöpflichen Energiequelle sitzen. Aber der Reihe nach.

BTC-ECHO ist Teil der Bitcoin-Delegation in El Salvador

Als Teil der offiziellen Botschaftsdelegation deutscher Bitcoiner und Journalisten sind Stefan Lanser und ich, David Scheider, bis einschließlich 21. November im Bitcoin-Mekka El Salvador. So viel vorweg: Hier wird Geschichte geschrieben.

Gleich am ersten Tag unserer Reise, die federführend vom Berliner Lightning-Unternehmen fulmo in Zusammenarbeit mit der El Salvadorianischen Botschafterin in Deutschland, H.E. Florencia Eugenia Vilanova De von Oehsen, organisiert wurde, ging es ins Geothermiekraftwerk La Geo im salvadorianischen Berlín. Und tatsächlich: Die Betreiber minen, was das Zeug hält.

300 ASIC Miner von Bitmain sind bisher direkt auf dem Gelände des Kraftwerks in Betrieb und rechnen mit einer Leistung von einem Megawatt (MW) Hashes von Bitcoin Blockheadern aus. Bei den 300 ASICs solle es nicht bleiben, das sei “erst der Anfang”, versichert uns ein Sprecher des Kraftwerks auf Nachfrage – Nachschub sei bereits in Planung.


Vulkan-Mining steht noch am Anfang

Davor müssten allerdings noch eine Reihe von Fragen geklärt werden. So ist unklar, über welchen Mining Pool die staatlich subventionierte BTC-Mine laufen soll. Wie ist das Key Management zu organisieren? Wer hält die Schlüssel zu den Coins? Denn am Ende des Tages fördert El Salvador hier Bitcoin für den Staatssäckel – und dafür muss die Regierung Rechenschaft ablegen. Wie viele BTC die Anlage bereits abgeworfen hat, wollte man uns auch auf mehrfache Nachfrage nicht verraten.

La Geo

Außerdem konnte man uns nicht schlüssig erklären, wieso ein Land, das etwa 20 Prozent seiner Energie importiert, Ressourcen für das Mining nutzt. Ein Überschuss kann es schließlich nicht sein. Man wolle experimentieren, so der Unternehmenssprecher – und das koste eben Ressourcen. Aktuell wenden die staatlichen Kraftwerksbetreiber von La Geo lediglich rund ein Prozent der erzeugten Energie für das Mining auf – das scheint angesichts des großen Potenzials auch gerechtfertigt. Zudem seien weitere Vulkan-Kraftwerke in Planung. Schließlich verfügt das Land, das so groß ist wie Hessen, über 25 aktive Vulkane, von denen man aktuell lediglich zwei für die Stromerzeugung nutzt.

Eines steht hiermit also fest: Volcano Mining ist eine Realität.

Wer mehr über das Bitcoin-Gesetz in El Salvador erfahren möchte, sollte sich vorab den neuen Kryptokompass sichern. In der Titelstory der kommenden Dezember-Ausgabe, die ganz im Zeichen unserer Reise nach El Salvador steht, widmen wir uns ausführlich den Chancen und Risiken der staatlich verordneten Bitcoin-Adoption in dem zentralamerikanischen Land.



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