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Strategy im Fadenkreuz und MiCA-Ärger: Die Krypto-News der Woche

Strategy bangt um die Existenz, Binance derweil um den Verbleib in der EU. Die wichtigsten Krypto-News der Woche, kompakt zusammengefasst.

Daniel Hoppmann
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Michael Saylor auf einer Bühne.

Beitragsbild: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Gage Skidmore

| Die wichtigsten Krypto-News im Schnelldurchlauf

Eine weitere spannende Woche im Krypto-Sektor neigt sich dem Ende zu. Die wichtigsten Ereignisse rund um Bitcoin, Ethereum und Co. kompakt im Überblick.

Polymarket soll Wettgewinne durch Krypto-Influencer fingiert haben

Das Wall Street Journal erhebt schwere Vorwürfe gegenüber Polymarket. Der Prognosemarkt soll Wettgewinne auf eigens dafür eingerichteten Testseiten inszeniert haben. Ziel sei es gewesen, Aufmerksamkeit für die Plattform über Influencer in sozialen Netzwerken zu erzeugen.

Das WSJ überprüfte nach eigenen Angaben 1.105 Videos von zehn Content-Erstellern. Die Kampagnen sollen gezielt eingesetzt worden sein, um den Eindruck hoher Gewinne und einfacher Erfolge auf Prognosemärkten zu vermitteln. Die ganze Geschichte, lest ihr hier: Polymarket soll Influencer für Fake-Wetten bezahlt haben – was steckt dahinter?

Ethereum Foundation entlässt 20 Prozent der Belegschaft

Die Ethereum Foundation stellt ihre Organisationsstruktur neu auf und baut dabei Stellen ab. 54 Mitarbeiter müssen gehen, was rund 20 Prozent der Belegschaft entspricht. Die Maßnahme sei Teil eines monatelangen Reorganisationsprozesses, erklärte die Krypto-Stiftung in einer Mitteilung am Dienstag. Damit wolle man sich auf die bevorstehenden Aufgaben ausrichten, heißt es. Es dürfte jedoch auch die Antwort auf die zuletzt gewachsene Kritik sein, die der Krypto-Space in den letzten Monaten an der Führung geäußert hatte.

Ob die nun verstummen wird, bleibt abzuwarten. Fest steht, dass die Foundation in Zukunft Konkurrenz bekommen wird. Denn am selben Tag gründeten ehemalige Ethereum-Forscher Ethlabs. Ziel: Entwicklungen vorantreiben, die für die institutionelle Nutzung von Ethereum durch Unternehmen und Finanzinstitute relevant sind.

Ripple sichert sich MiCA-Lizenz – Krypto-Börse Binance zieht Antrag zurück

Derweil geht es in der EU in den regulatorischen Endspurt. Am 1. Juli läuft für Krypto-Anbieter eine wichtige Deadline ab. Wer darüber hinaus Dienstleistungen für Bitcoin und Co. anbieten will, benötigt eine MiCA-Lizenz. So manches Unternehmen konnte sich bereits eine Erlaubnis sichern. Darunter nun auch Ripple.

Die Firma von Brad Garlinghouse erhielt von der Luxemburger Finanzaufsicht CSSF eine vorläufige Genehmigung als Krypto-Dienstleister (CASP) nach der europäischen MiCA-Verordnung. Die finale Zulassung steht noch aus. Fällt diese positiv aus, darf Ripple künftig ihre Krypto-Dienstleistungen im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum anbieten.

Eine Übersicht aller MiCA-regulierten Broker und Börsen findest du hier: MiCA regulierte Krypto-Börsen

In der Schaltzentrale von Binance dürfte man den Vorgang neidisch mitverfolgt haben. Immerhin musste die größte Krypto-Börse der Welt diese Woche einen Rückschlag hinnehmen, als sie den MiCA-Lizenzantrag in Griechenland zurückzog. Es dürfte vor allem eine gesichtswahrende Maßnahme gewesen sein. Denn aus Branchenkreisen erfuhr BTC-ECHO, dass die Aufsichtsbehörden durchaus über eine Ablehnung des Antrags nachdachten. Wie die Krypto-Börse den Vorgang begründet und was das nun für Kunden bedeutet, lest ihr hier: Binance vor EU-Aus? Krypto-Börse bestätigt Rückzug des MiCA-Antrages

Wichtige Hürde genommen: Digitaler Euro rückt näher

Ein anderes EU-Projekt konnte derweil eine wichtige Hürde in Brüssel nehmen. Am 23. Juni stimmte der Wirtschaftsausschuss des Parlaments (ECON) für die Aufnahme der Verhandlungen mit der Kommission und dem Rat der Mitgliedsländer – dem sogenannten Trilog. Die endgültige Abstimmung im Parlament ist für Juli geplant, die Trilogverhandlungen sollen im September beginnen. Nach den Plänen der Europäischen Zentralbank könnte der digitale Euro ab 2029 eingeführt werden.

Von der Einführung der CBDC erhofft sich die EU, Abhängigkeiten von ausländischen Zahlungsdienstleistern zu reduzieren und den Binnenmarkt zu stärken. Den Prozess begleiten seit Beginn Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre der Nutzer. Zwar verspricht, die EU einen strengen Datenschutz und Anonymitätsfeatures, dass der digitale Euro jedoch genauso anonym funktionieren wird wie Bargeld, halten Experten für eher unwahrscheinlich.

Unwahrscheinlich ist aber auch, dass die CBDC Bargeld ersetzen wird. Immer wieder hatten die Gesetzgeber betont, dass mit dem digitalen Euro lediglich eine zusätzliche Zahlungsalternative geschaffen werden soll. Im gleichen Atemzug stimmte der ECON-Ausschuss auch für eine Stärkung des Bargelds im Zahlungsverkehr.

Strategy im Fadenkreuz: Aktieneinbruch setzt Michael Saylor unter Druck

Der Druck auf Strategy bleibt auch diese Woche weiter hoch und macht sich zunehmend am Wert der eigenen Aktien bemerkbar. So unterschritt MSTR am Donnerstag die Marke von 100 US-Dollar. Zum Zeitpunkt des Schreibens handelt das Wertpapier bei 85 US-Dollar. Das dürfte nicht nur mit dem Abverkauf bei Bitcoin zusammengehangen haben, sondern auch mit der Tatsache, dass die Vorzugsaktie des Unternehmens immer mehr zum Problem wird. Aktuell handelt STRC bei rund 75 US-Dollar und damit deutlich unter ihrem Nennwert von 100 US-Dollar.

Dazu blühen dem Unternehmen von Michael Saylor wohl bald auch juristische Auseinandersetzungen. Denn eine Kanzlei will nun rechtliche Schritte gegen die Krypto-Firma prüfen. Im Mittelpunkt MSTR und STRC. Bei beiden Aktien hätte Strategy irreführende Angaben gemacht, so der Vorwurf.

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