Milliardenverlust 

Strategy-Aktie rutscht unter 100 US-Dollar: Muss Michael Saylor jetzt aufgeben?

Strategy leidet weiter unter dem schwachen Marktumfeld. Die Aktie der größten Bitcoin Treasury Company erreicht ein neues Mehrjahrestief.

Josip Filipovic
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Das Bild zeigt Michael Saylor

Beitragsbild: picture alliance

| Michael Saylor setzt alles auf Bitcoin

Der Krypto-Markt befindet sich seit Oktober 2025 in einer anhaltenden Abwärtsbewegung. Nachdem Bitcoin damals bei 126.000 US-Dollar stand, rutschten auch viele Altcoins weit unter ihre Allzeithochs. Besonders sichtbar wird das bei Unternehmen, die Krypto-Assets in ihrer Bilanz halten.

Das prominenteste Beispiel ist Strategy. Die Aktie des Unternehmens von Michael Saylor ist unter die psychologisch wichtige Marke von 100 US-Dollar gefallen und notiert damit auf dem tiefsten Stand seit Jahren. Vom Rekordhoch bei 457,22 US-Dollar im Juli 2025 hat sich der Kurs inzwischen weit entfernt. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 45,98 Prozent.

Der Abverkauf von MSTR könnte eine Konsequenz aufziehender juristischer Schwierigkeiten für das Unternehmen von Michael Saylor sein. So hatte eine Rechtskanzlei eine Untersuchung gegen Strategy angekündigt. Der Vorwurf: die Firma habe irreführende Angaben im Zusammenhang mit MSTR und der Vorzugsaktie STRC gemacht. Letztere fiel steht zum Zeitpunkt des Schreibens bei 77 US-Dollar und damit deutlich unter ihrem Nennwert von 100 US-Dollar.

Bitcoin belastet Strategy

Strategy hält aktuell 847.363 Coins und ist damit die mit Abstand größte Bitcoin Treasury Company der Welt. Die Bestände wurden zu einem durchschnittlichen Preis von 75.651 US-Dollar erworben. Daraus ergeben sich Anschaffungskosten von rund 64,1 Milliarden US-Dollar.

Beim aktuellen Kurs von 61.190 US-Dollar sind die BTC-Bestände noch rund 51,85 Milliarden US-Dollar wert. Gegenüber den Anschaffungskosten entspricht das einem rechnerischen Buchverlust von rund 12,25 Milliarden US-Dollar.

Der Kurs der Strategy-Aktie hängt eng mit der Entwicklung von Bitcoin zusammen. Steigt die Kryptowährung, profitiert meist auch das Unternehmen. Fällt Bitcoin, verschlechtert sich der Wert der Reserven und der Aktienkurs verliert oft ebenfalls.

Für Diskussionen sorgte zuletzt auch der Verkauf von 32 BTC. Michael Saylor hatte sich über Jahre mit dem Leitspruch “Never sell your Bitcoin” positioniert. Der Schritt löste deshalb Kritik in Teilen der Bitcoin-Community aus und befeuerte Spekulationen über die Finanzierung des Unternehmens.

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