Bitcoin gibt am Krypto-Markt wieder die Richtung vor. Die Krypto-Leitwährung notiert zum Start ins Wochenende bei knapp 65.000 US-Dollar und ist in den letzten 24 Stunden um ein Prozent gestiegen. Damit haben Anleger den Schock um den Coldcard-Hack und den Strategy-Verkauf zu Beginn der Woche gut verkraftet.
Auch auf institutioneller Ebene ist wieder vermehrt Kapital in Bitcoin geflossen. So verbuchten die Bitcoin ETFs in der aktuellen Handelswoche Nettozuflüsse von insgesamt 755 Millionen US-Dollar, wie Daten von BTC-ECHO belegen.
Laut dem ETF-Experten Eric Balchunas könnte für den gestiegenen Zulauf unter anderem der Vertrauensverlust in Self Custody verantwortlich sein. Mehr dazu hier: ETF-Experte stellt Self Custody infrage: “Wem vertraust du deine Bitcoin an?”
Short-Verkäufe katapultieren Bitcoin weiter
Zusätzlichen Schub erhielt Bitcoin vom Derivatemarkt. Innerhalb von 24 Stunden wurden Bitcoin-Positionen im Umfang von 39,58 Millionen US-Dollar liquidiert. Besonders betroffen waren Anleger, die auf fallende Kurse gesetzt hatten. Die Short-Liquidationen stiegen um mehr als 530 Prozent, wie Daten von Coinglass offenbaren.
Steigende Kurse zwingen dabei gehebelte Short-Positionen zur Schließung. Die dafür notwendigen Käufe können eine laufende Aufwärtsbewegung zusätzlich verstärken. Für die weitere Entwicklung bleiben deshalb insbesondere Funding Rates und Open Interest relevant.
Wale kaufen Bitcoin – und auch Altcoins gewinnen wieder
Bitcoin stellt mit einer Marktdominanz von 59 Prozent weiterhin den größten Teil des Krypto-Marktes. Hinweise auf größere Käufe kommen auch von einzelnen Wallets. So erhielt eine neu angelegte Adresse 1.346 BTC im Gegenwert von 87,28 Millionen US-Dollar von Galaxy Digital.
Die stärkere Marktbewegung beschränkt sich nicht vollständig auf Bitcoin. Der Altcoin Season Index legte innerhalb von 24 Stunden um 2,78 Prozent zu. Damit zeigen sich erste Kapitalverschiebungen in Richtung kleinerer Krypto-Assets.
