Krypto über die Hausbank 

Raiffeisen Bank schaltet Krypto-Handel für 18 Millionen Kunden frei

Die europäische MiCA-Regulierung macht den Schritt möglich: Banken können Krypto-Dienste ohne eigene Lizenz anbieten. Die Gruppe nutzt diesen Rahmen für den schrittweisen Ausbau ihres Digitalangebots.

Ludwig Schlick
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Bitpanda- und Raiffeisen-Bank-Logo stehen sich auf schwarzem Hintergrund

Beitragsbild: Bitpanda, KI-Montage

| Bitpanda liefert die Infrastruktur für die Krypto-Angebote der Raiffeisen-Banken

Raiffeisen Bank International (RBI) weitet die Zusammenarbeit mit Bitpanda auf den gesamten Konzern aus. Die Netzwerkbanken der Gruppe in Zentral- und Osteuropa können damit künftig Krypto-Dienste anbieten, erreichbar wären rund 18 Millionen Kunden. Das teilten beide Unternehmen am 23. September mit.

Die technische Grundlage liefert Bitpanda Enterprise, die B2B-Sparte des Wiener Brokers. Ein einheitliches Produkt soll dabei ausdrücklich nicht überall gleichzeitig starten. Jede Netzwerkbank entscheidet selbst über ihr Angebot und den Zeitpunkt, abhängig von Markt und Regulierung. Einen Starttermin oder eine Liste der ersten Länder nannten die Partner nicht. RBI ist mit Tochterbanken in elf Märkten der Region vertreten.

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Vom Pilotprojekt in Österreich zum Konzernmodell

Der Ausgangspunkt liegt zwei Jahre zurück. 2024 wurde die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien nach eigenen Angaben die erste traditionelle Bank in der EU, die ihren Kunden Krypto direkt in der eigenen Banking-App anbot.

Michael Höllerer, der das Institut damals leitete und heute als CEO der RBI amtiert, überträgt den Ansatz nun auf den gesamten Konzern. Die Expansion begründet er mit der starken Nachfrage in den Heimatmärkten, auf die die Bank gezielt reagiere.

Bitpanda gehört zu den Anbietern mit einer Zulassung nach der europäischen Krypto-Verordnung MiCA. Für Banken ist das ein zentrales Kriterium, weil sie damit ein Angebot aufbauen können, ohne selbst eine eigene Krypto-Lizenz zu beantragen.

Für Bitpanda fällt die Ankündigung in eine Phase personeller Veränderungen. Erst vor einer Woche wurde bekannt, dass CEO Lukas Enzersdorfer-Konrad das Unternehmen im ersten Quartal 2027 verlässt und zur Erste Group wechselt. Mitgründer Christian Trummer rückte daraufhin als Co-CEO nach und trat die Partnerschaft nun gemeinsam mit Höllerer an die Öffentlichkeit.

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