Die Krypto-Börse Bitpanda steht schon wieder ein Wechsel an der Unternehmensspitze bevor. CEO Lukas Enzersdorfer-Konrad hat angekündigt, seinen Posten aus persönlichen Gründen im ersten Quartal 2027 niederzulegen und er ist nicht der Erste.
Bitpanda bekommt wieder eine Doppelspitze
Bis zu seinem Ausscheiden möchte der 35-Jährige das Unternehmen jedoch noch vollständig weiterführen. Bereits seit 2018 gehört Enzersdorfer-Konrad der österreichischen Krypto-Plattform an und übernahm erst im vergangenen Jahr die Führung des Unternehmens. Im August 2025 rückte er zunächst neben Eric Demuth zum Co-CEO auf, nachdem sich Mitgründer Paul Klanschek aus dem operativen Geschäft zurückgezogen hatte. Nur drei Monate später wechselte auch Demuth als Executive Chairman in den Verwaltungsrat und Enzersdorfer-Konrad wurde alleiniger CEO.
Doch auch für die jetzige Übergangszeit bis zum geplanten Ausscheiden wird das Unternehmen von einer Doppelspitze geführt, wofür Mitgründer Christian Trummer zum Co-CEO aufsteigt. Der Mitgründer gehörte bislang als Chief Scientist und Mitglied des Verwaltungsrats zur Führung des Unternehmens.
Mehrere Führungskräfte haben Bitpanda verlassen
Der angekündigte CEO-Wechsel reiht sich dabei in gleich mehrere personelle Veränderungen der vergangenen Monate ein. Bereits im Juni verließ Finanzchef Jonas Larsen das Unternehmen aus persönlichen Gründen und im gegenseitigen Einvernehmen. Seine Position übernahm die bisherige Finanzmanagerin Barbara Edelmann.
Im Sommer kündigte zudem Chief Commercial Officer Dominik Beier nach fast vier Jahren seinen Abschied von Bitpanda an. Er hatte unter anderem das Marketing sowie die internationale Expansion verwaltet und wechselt im Januar 2027 als Chief Growth Officer zum Onlinebroker flatexDEGIRO.
Zuvor hatte bereits Martin Beranek, Commercial Director für Österreich und die Schweiz nach knapp drei Jahren seinen Abschied bekannt gegeben. Einen bekannten Zusammenhang zwischen den einzelnen Personalwechseln gibt es allerdings nicht und auch Enzersdorfer-Konrad machte in seiner Ankündigung keine Probleme innerhalb des Unternehmens für seinen Rückzug verantwortlich. Bitpanda wird damit innerhalb von etwas mehr als einem Jahr dennoch bereits zum dritten Mal an seiner operativen Führungsspitze umgebaut.

