Der amerikanische Vermögensverwalter Grayscale hat die Registrierung seines geplanten Cardano-ETF bei der US-Börsenaufsicht SEC freiwillig zurückgezogen. Das Unternehmen teilte mit, dass die geplante Ausgabe der ETF-Anteile nicht weiterverfolgt werde. Eine Ablehnung durch die SEC gab es nicht. Auch nennt der Vermögensverwalter keinen Grund für den Rückzug.
Für Cardano kommt die Nachricht in einer ohnehin angespannten Marktphase. ADA lag auf Tagesbasis zeitweise knapp fünf Prozent im Minus und notiert mit immer noch 3,4 Prozent Kursverlusten bei etwa 0,188 US-Dollar. Damit rückt die psychologisch wichtige Kursmarke von 0,20 US-Dollar zunächst wieder außer Reichweite. Nach dem erneuten Rücksetzer stehen dafür nun wichtige Unterstützungen im Fokus. Auf diese Kursmarken kommt es jetzt an.
ADA in der technischen Analyse
In den vergangenen 4-Stunden-Kerzen bewegte sich ADA zwischen 0,187 und 0,192 US-Dollar und notiert aktuell bei rund 0,188 US-Dollar. Damit liegt der Kurs deutlich unter dem Niveau des Vortages von 0,197 US-Dollar.
Besonders relevant ist derzeit der EMA-20 bei rund 0,194 US-Dollar. ADA handelt unterhalb dieses kurzfristigen gleitenden Durchschnitts und bildet zugleich tendenziell tiefere Hochs aus. Beides spricht dafür, dass die Verkäufer vorerst die Kontrolle behalten. Für eine erste Entspannung müsste Cardano zunächst den Bereich um 0,192 US-Dollar zurückerobern und anschließend wieder über den EMA-20 steigen.
Auf der Unterseite rückt dagegen das jüngste Tief bei etwa 0,187 US-Dollar in den Fokus. Kann diese Marke nicht verteidigt werden, dürfte sich der Blick schnell auf die psychologisch und charttechnisch wichtige Unterstützung bei 0,180 US-Dollar richten. Solange ADA zwischen dieser Zone und dem EMA-20 feststeckt, bleibt das kurzfristige Chartbild angeschlagen.
Kurzfristige ADA-Kursprognose
Für eine mögliche Gegenbewegung spricht vor allem der Relative Strength Index (RSI). Mit einem Wert von rund 25 befindet sich der Indikator bereits im überverkauften Bereich. Das kann kurzfristig eine technische Erholung begünstigen, ist für sich genommen allerdings noch kein Kaufsignal. Denn gleichzeitig deutet das negative Momentum darauf hin, dass der Verkaufsdruck bislang nicht nachhaltig nachlässt.
Auch die Bollinger-Bänder zeigen eine erhöhte, aber noch nicht außergewöhnliche Schwankungsbreite. Entscheidend für die kommenden Handelstage dürfte deshalb sein, ob ADA die Unterstützung bei 0,180 US-Dollar verteidigen kann. Auf der Oberseite bleibt der Bereich zwischen 0,194 und 0,196 US-Dollar die zentrale Hürde.
Neutrales Szenario
Mit 50 Prozent bleibt eine Seitwärtsbewegung zwischen 0,180 und 0,195 US-Dollar das wahrscheinlichste Szenario. Dafür muss ADA die Unterstützung bei 0,180 US-Dollar verteidigen. Eine Erholung des RSI über 30 würde auf nachlassenden Verkaufsdruck hindeuten. Unterhalb von 0,176 US-Dollar wäre das Szenario hinfällig.
Bullisches Szenario
Das bullische Szenario wird mit 20 Prozent gewichtet. Dafür müsste ADA zunächst den EMA-20 bei rund 0,194 US-Dollar zurückerobern und anschließend den Widerstand bei 0,196 US-Dollar überwinden. Gelingt der Ausbruch bei steigendem Handelsvolumen, liegen die nächsten Kursziele bei 0,203 und 0,225 US-Dollar. Unter 0,185 US-Dollar wäre das Szenario invalidiert.
Bärisches Szenario
Mit 30 Prozent bleibt eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung ebenfalls möglich. Entscheidend wäre ein nachhaltiger Bruch der Unterstützung bei 0,180 US-Dollar. Bleiben RSI und Momentum gleichzeitig schwach, rückt die Zielzone zwischen 0,175 und 0,160 US-Dollar in den Fokus. Ein Anstieg über 0,196 US-Dollar würde das bärische Szenario invalidieren.
Disclaimer: Die charttechnischen Informationen wurden mit Hilfe von Softwaretools und KI-Systemen erstellt. Es handelt sich hierbei nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen.
