Bitcoin startet ohne größere Bewegungen in den Dienstag. Am frühen Morgen handelt die größte Kryptowährung der Welt bei knapp 64.000 US-Dollar und stagniert damit seit inzwischen über einem Monat. Außerhalb der Branche baut sich jedoch ein neues Risiko auf.
Ölpreis steigt auf 88 US-Dollar
Die Hoffnung auf eine schnelle Entspannung im Nahen Osten schwindet zunehmend. Der Ölpreis ist infolge der festgefahrenen Verhandlungen zwischen den USA und Iran erneut gestiegen. Nach einem Plus von mehr als fünf Prozent notiert Brent-Öl wieder bei rund 88 US-Dollar. WTI kostet mehr als 82 US-Dollar. Innerhalb von drei Tagen ist das ein Anstieg von knapp zehn Prozent.
Eine schnelle Einigung und damit eine Normalisierung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus erscheint derzeit zunehmend unwahrscheinlich. Bleiben die Energiepreise längere Zeit auf einem erhöhten Niveau, können sich die höheren Kosten durch die Wirtschaft ziehen und höhere Verbraucherpreise begünstigen.
Morgen entscheidet die US-Inflation
Erst am Freitag hatte ein überraschend schwacher US-Arbeitsmarkt neue Hoffnungen auf eine lockere Geldpolitik der Federal Reserve geweckt. Nun könnte ausgerechnet der steigende Ölpreis dieses Narrativ wieder ins Wanken bringen.
Wie groß der Inflationsdruck tatsächlich ist, dürfte sich bereits am Mittwoch zeigen. Um 14:30 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht das US Bureau of Labor Statistics die Verbraucherpreise für Juli. Nach einer Inflationsrate von 3,5 Prozent im Juni rechnen Ökonomen derzeit mit einem leichten Rückgang auf etwa 3,4 Prozent. Bei der Kerninflation, welche die schwankungsanfälligen Energie- und Lebensmittelpreise ausklammert, wird mit einem Rückgang von 2,6 auf 2,5 Prozent gerechnet.
Sollten die Verbraucherpreise höher ausfallen als erwartet, könnten sich die zuletzt gesunkenen Zinserwartungen schnell wieder drehen. Bereits jetzt liegt die vom Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September bei über 51 Prozent und ist damit seit Freitag um sieben Prozentpunkte angestiegen.
