Polymarket ist Opfer eines Sicherheitsvorfalls geworden. Innerhalb weniger Minuten flossen Kryptowährungen im Wert von mehr als 2,6 Millionen US-Dollar ab. Der Prognosemarkt stoppte daraufhin am Donnerstag vorübergehend den Handel und setzte weitere Transaktionen aus. Inzwischen läuft die Plattform nach eigenen Angaben wieder normal.
Als Ursache nennt Polymarket einen kompromittierten externen Dienstleister. “Einer unserer Drittanbieter wurde kompromittiert. Wir haben den Fall an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden weitergegeben”, teilte das Unternehmen mit. Betroffene Nutzer sollen vollständig entschädigt werden.
Wie der Angriff genau ablief, ist bislang nicht bekannt. Daten von Arkham zeigen eine Wallet, die einem mutmaßlichen Angreifer zugeordnet wird und zeitweise rund 2,65 Millionen US-Dollar in POL hielt. Zuvor waren mehrere USDC.e über den Crosschain-Dienst Relay in POL getauscht worden. Teile der Mittel wurden anschließend auf weitere Adressen verschoben.
Nicht der erste Vorfall bei Polymarket
Bereits im Juni war Polymarket von einem ähnlichen Sicherheitsproblem betroffen. Damals wurden nach einem Angriff auf einen externen Dienstleister mehr als 2,9 Millionen US-Dollar an Nutzergeldern abgezogen. Auch im Mai hatte die Plattform verdächtige Abflüsse im Zusammenhang mit ihrer Infrastruktur auf Polygon untersucht.
Der aktuelle Vorfall reiht sich in mehrere Angriffe auf Krypto-Unternehmen innerhalb weniger Tage ein. Zuletzt waren unter anderem Binance, Coinbase und Bithumb von Sicherheitsvorfällen betroffen.
