Regulierungs-ECHO Krypto-Unternehmen im Würgegriff der US-Behörden
David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Bitcoin-Münze in einer Zange, im Hintergrund die USA-Flagge. Symbolbild Krypto-Regulierung in den USA

Quelle: Shutterstock

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Sei es vonseiten der frisch gebackenen US-Finanzministerin Janet Yellen oder New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James – Krypto-Unternehmen schlägt in den USA dieser Tage vor allem Skepsis entgegen. Zahlreichen Unternehmen begegnet im Land der unbegrenzten Möglichkeiten vielmehr die harte Hand der Behörden. Mit dem designierten SEC-Chef Gary Gensler wird zwar manche Hoffnung verbunden. Ob seine Personalie tatsächlich für eine Öffnungsperspektive sorgt, wird sich erst zeigen müssen.

“Oder wir machen euch dicht”: Staatsanwältin ermahnt die Krypto-Industrie

Nicht nur in Washington, auch in den US-Bundesstaaten herrscht bisweilen eine kritische Haltung gegenüber Krypto-Unternehmen. Hiervor zeugen die jüngste Absage der New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James. In einer Pressemittelung winkt die Juristin mit der harten Hand des Staates. Ihr Credo: Haltet euch an die Regeln, sonst geht es auch an den Kragen. Zu spüren bekamen dies zuletzt Tether, Bitfinex und Coinseed.


Im Fadenkreuz der CFTC – BitMEX-Gründer Arthur Hayes will sich selbst ausliefern

Auch Unternehmen im Ausland sorgen sich um prüfenden Blick aus dem Westen: Die Singapurer Krypto-Börse BitMEX etwa wehrt sich seit Oktober gegen eine Klage der Börsenaufsicht CTFC. Diese wirft dem Unternehmen den Betrieb einer unlizenzierten Handelsplattform vor. Nach langem Zögern will sich deren Gründer und ehemaliger Chef Arthur Hayes dem Zugriff der Behörden nun nicht länger entziehen. Aus dem südostasiatischen Exil reist der US-Amerikaner nun in seine Heimat und will dort Frage und Antwort stehen.  

Gegenangriff – Ripple und die SEC: CEO Brad Garlinghouse mit neuem Schachzug

Derweil geht auch der Grabenkampf zwischen der Wertpapieraufsicht und dem Zahlungdienstleister Ripple weiter: Hier steht weiter die Anklage im Raum, das von den Zwillingsbrüdern Garlinghouse geführte Unternehmen habe seine Kryptowährung Ripple (XRP) nicht als Wertpapier gekennzeichnet – ein folgenreicher Vorwurf für das Unternehmen ebenso wie den XRP-Kurs. Nun haben die hauseigenen Firmenadvokaten einen Antrag auf Abweisung der Klage gestellt. Hoffnungsvolle Beobachter schauen indes gebannt auf das Stühlerücken in der Chefetage der Behörde. Manch einer verspricht sich vom Personalkarusell ein Umdenken in der Causa Ripple.

Gary Gensler: Bringt neuer Mann an der SEC-Spitze die Kehrtwende?

Präsident Biden hatte mit Gary Gensler zuletzt für frischen Wind an die Spitze der SEC gesorgt. Ob der MIT-Professor und ausgewiesene Blockchain-Experte jedoch tatsächlich zum Game-Changer für die Wertpapieraufsicht wird, ist jedoch weiter offen: Bei seiner jüngsten Anhörung im US-Senat ließ der designierte SEC-Chef wenig Aussagekräftiges verlauten. Seiner Ansicht nach hätten Kryptowährungen zwar ein Umdenken in der Finanzbranche bewirkt. Er wolle sich für die Förderung von Innovation einsetzen. Für die SEC wiederum gelte es nach wie vor, vor allem die geltenden Gesetze durchzusetzen und die Prinzipien des Anlegerschutzes zu wahren. Es bleibt spannend.


Bitcoin Mining: Grünes licht für den Iran, China sieht rot

Krypto-Miner in der chinesischen Provinz der Inneren Mongolei müssen sich auf ein nahendes Schürfverbot gefasst machen. Entsprechende Pläne veröffentlichte die Inner Mongolia Development and Reformation Commission in der vergangenen Woche. Grund der plötzlichen Absage sind von der Zentralregierung in Peking angeordnete Umwelt- und Emissionsbedenken. Ganz anders verhält es sich indessen im Iran: Hier hat die Regierung der Mining-Industrie grünes Licht gegeben – möglicherweise auch, um die Staatskasse trotz der US-Sanktionen zu füllen.

Goodbye Schweiz, hello Afrika: Ist das die neue Krypto-Oase?

Zukunftsforscher sind sich derweil bereits sicher: Afrika, der jüngste und wohl am stärksten von Weltpolitik ignorierte Kontinent, wird häufig als “New Frontier“ gehandelt – als Ort der großen Chancen, wo Unternehmen scheinbar alles möglich ist. Auf der Krypto-Bühne spielte Afrika bisher eher eine Nebenrolle. Dabei birgt der Kontinent riesiges Potenzial, nicht zuletzt dank der rapide wachsenden Krypto-Nutzung in der Bevölkerung. BTC-ECHO Redakteur Daniel Hoppmann nimmt die Situation unter die Lupe und wagt den Blick in die Glaskugel. 

Zeit für BTC-Position – Bundesbank erzielt zum ersten Mal seit 1979 keine Gewinne

Und dann ist da noch die deutsche Bundesbank. In deren heiligen Frankfurter Hallen haben 40 Jahre Gewissheit nun ihr jähes Ende gefunden. In 2020 schüttet die deutsche Bank seit langem nun keinen Gewinn an das Finanzministerium aus. Grund für die ausgeglichene Bilanz ist die „erhöhte Risikovorsorge“ und die anhaltende Corona-Pandemie. Beobachter werten den Schritt ähnlich der zuletzt ansteigenden Zinsen für US-Staatsanleihen als Misstrauensvotum gegenüber der expansiven Geldpolitik und Symptom wiedererwachter Inflationsängste. Höchste Zeit also, Bitcoin-Positionen zu schaffen?



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