Indien: Kaffee-Supply-Chain kommt auf die Blockchain
Sebastian Holz

von Sebastian Holz

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Quelle: Shutterstock

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Das Coffee Board of India hat jetzt einen Pilot-E-Marktplatz auf Blockchain-Basis gestartet. Ziel ist es, die Kaffeebauern mit den Absatzmärkten zu verbinden und die Transparenz zu erhöhen.

In Indien gewinnt die Blockchain-Akzeptanz langsam an Boden. Wie jetzt bekannt wurde, startet das von der Regierung unterstützte Coffee Board of India ein Blockchain-Pilotprojekt. Laut Angaben der Organisation, trägt indischer Kaffee wesentlich zum Erhalt der einzigartigen Biodiversität in Indien bei. Er sei zudem für die sozioökonomische Entwicklung in abgelegenen Gebieten verantwortlich. Meist wird er in ökologisch sensiblen Regionen des westlichen und östlichen Ghats angebaut. Indischer Kaffee erfreut sich auf dem Weltmarkt großer Beliebtheit und gilt als Premiumkaffee. Die Beteiligung der Landwirte an den Erträgen aus Kaffee ist jedoch sehr gering. Der auf der Blockchain-Technologie basierende Marktplatz soll daher zukünftig nicht nur die Transparenz erhöhen, sondern auch die Bezahlung der Bauern verbessern.


Was ist eine Blockchain-Supply-Chain?

Mit der Weiterentwicklung zur Blockchain-Supply-Chain wird eine neue Transparenz-Ebene für Liefer- bzw. Versorgungsketten geschaffen, da alle Transaktionsfelder auf diesen einsichtig sind. Diese Innovation ermöglicht eine schnellere Reaktion bei gefälschter Ware oder bei übermäßigen Verweilzeiten von Gütern. Zukünftig können so z. B. Produktrückrufe, Fälschungen oder Verschwendungen reduziert werden.

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In Indien verfolgt man dabei eine praxisnahe Umsetzung des Konzepts. Der auf der Blockchain basierende Marktplatz soll zukünftig die Rückverfolgbarkeit von indischem Kaffee von der Bohne bis zur Tasse ermöglichen. Verbraucher sollen sich auf diese Weise der Herkunft ihres Kaffees sicher sein können. Im Gegenzuger soll der Erzeuger faire Preise für seinen Kaffee erzielen können. So könnte zukünftig ein Kaffeebauer seine Erzeugnisse vor Ort registrieren und Angaben zur Qualität und Quantität der Ernte machen. Für jedes registrierte Los, das der Landwirt über die Blockchain verkauft, wird dann ein Block erstellt. Die Daten des erstellten Blocks können während der gesamten Reise des Produkts in der Blockchain gespeichert und eingesehen werden, sind unveränderlich und sollen so eine ganzheitliche transparente Kaffee-Supply-Chain gewährleisten.

Blockchain-Supply-Chain ist im Trend

Derweil ist das in Indien gestartete Pilot-Projekt nicht das erste Projekt im Supply-Chain-Bereich. Einige bekannte Projekte wie von Walmart, Modum oder Blockchain in Transport Alliance in Kooperation mit UPS arbeiten bereits seit Längerem an vergleichbaren Systemen. Zukünftig könnte die Blockchain-Technologie also nicht nur in Indien für einen ökologischen und fairen Kaffeeanbau und -handel sorgen; sie könnte sämtliche Liefer- und Trackingsysteme revolutionieren. Allerdings steht der Nutzen derartiger Blockchain-Supply-Chain-Systeme auch unter kritischer Beobachtung. Probleme wie Kontrolle und Verifizierung von Daten sowie der Sinn des Ausrangierens von traditionellen, teilweise besser skalierbaren Systemen beschäftigen derzeit noch einige Kritiker der Blockchain-Supply-Chain-Technologie. In Indien zeigt man sich jedoch vorerst zuversichtlich.

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