Nestlé, Nestlé: Grünes Licht für Blockchain nach Tests mit Babybrei

Quelle: Shutterstock

Nestlé: Grünes Licht für Blockchain nach Tests mit Babybrei

Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé will den Blockchain-Einsatz im laufenden Geschäftsjahr ausweiten. Ziel sei es, das Vertrauen bei Verbrauchern, Unternehmen und Lieferanten zu stärken.

Bereits seit eineinhalb Jahren ist Nestlé Teil einer Blockchain-Initiative, welche die Giganten der Nahrungsmittelbranche an einen Tisch bringt. Im Rahmen des IBM Food Trusts erproben Schwergewichte wie Walmart, Unilever und Nestlé die Blockchain als Mittel zeitgemäßen Supply-Chain-Managements. Von der Blockchain erhofft man sich die lückenlose Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln. Die dadurch geschaffene Transparenz soll letztlich das Vertrauen aller Beteiligten stärken – seien es Verbraucher, Unternehmen oder Lieferanten.

Walmart kündigte bereits vergangenen September an, die Blockchain partiell zur Rückverfolgung von Lebensmitteln einzusetzen. Auch Carrefour startete im Oktober erste Feldversuche. Nun äußerte sich Benjamin Dubois, seines Zeichens Zuständiger für Blockchain und digitale Transformation bei Nestlé, über den aktuellen Stand der Initiative. Laut Dubois habe der Konzern erste Tests mit einem einfachen Produkt, einem Babybrei, bereits durchgeführt. Offenbar verliefen diese zufriedenstellend. „Für 2019 planen wir, den Betrieb auf andere Anbieter und Verbraucher auszuweiten“, so Dubois gegenüber der schweizerischen Nachrichtenagentur AWP.

„Echtzeit-Visibilität“ durch QR-Codes

Dubois betonte außerdem, dass die Konsumenten den entscheidenden Impuls zur Blockchain-Initiative gegeben haben: „Grundsätzlich besteht die Forderung der Verbraucher nach mehr Transparenz und Vertrauen. Die Blockchain wurde als eine der Technologien identifiziert, diese zu erfüllen.“ Konkret wolle man Daten zur Ernte, Verarbeitung und Transport des jeweiligen Produkts auf der Blockchain speichern. Die Vision sei es, dass vom Produzenten über den Händler bis zum Endverbraucher alle binnen Sekunden Zugang zu diesen Informationen erhalten können.

Nestlé arbeitet bereits daran, diese Vision der „Echtzeit-Visibilität“ Wirklichkeit werden zu lassen. So überlege der weltgrößte Lebensmittelkonzern mit Sitz in Vevey, die Informationen mittels eines QR-Codes zur Verfügung zu stellen. Durch den Scan eines Produkts erhielte man Zugriff zu den darüber auf der Blockchain gespeicherten Informationen.


Nestlé, Nestlé: Grünes Licht für Blockchain nach Tests mit Babybrei
[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf Plus500 handeln. Warum Plus500? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies).

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Wie Dubois weiter ausführt, würden nebst den Verbrauchern auch die beteiligten Unternehmen und der Konzern selbst von einer besseren Rückverfolgbarkeit profitieren. Im Falle einer Rückrufaktion bräuchten diese anstatt von Tagen nur Minuten, um die betroffenen Produkte zu identifizieren. Die Unternehmen behielten weiterhin die Kontrolle über den Detailgrad der Informationen, die sie in die Blockchain einspeisen wollen.

Technische Herausforderungen stehen Massenadaption noch im Weg

Laut Dubois stehe man allerdings noch nicht vor der großflächigen Implementierung. So seien noch viele technische Herausforderungen zu bewältigen, darunter die Interoperabilität von Datenplattformen. Auch sei noch nicht klar, ob sich letztlich eine private, öffentliche oder gar hybride Version der Blockchain durchsetzt.

Ungeachtet dessen erhält Nestlé Unterstützung vonseiten des Verbraucherschutzes. So rannte der Konzern mit der Ankündigung, vermehrt auf die Blockchain zu setzen, offene Türen beim Westschweizer Konsumentenverband FRC ein. Der Schweizer Politiker und FRC-Verantwortliche für Digitalisierung, Jean Christophe Schwaab, etwa lobt die Technologie als „prinzipiell fälschungssicher“ und begrüßt die Entscheidung, die Informationen auch den Konsumenten zugänglich zu machen.

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Nestlé, Nestlé: Grünes Licht für Blockchain nach Tests mit Babybrei
When Lambo? Lamborghini setzt auf Blockchain
Blockchain

Wenn der Bitcoin nicht zum Lambo will, kommt der Lambo eben auf die Blockchain: Lamborghini will seine Autos künftig über eine Blockchain-Lösung zertifizieren.

Nestlé, Nestlé: Grünes Licht für Blockchain nach Tests mit Babybrei
„Chinas Twitter“ kickt Bitcoin-Börse Binance von der Plattform – Ist „CZ“ zu weit gegangen?
Szene

Trotz der jüngst verkündeten Blockchain-Offensive der chinesischen Regierung haben Krypto-Unternehmen nach wie vor einen schweren Stand im Reich der Mitte. Vor kurzem hat Weibo, ein chinesischer Microblogging-Anbieter im Stil von Twitter, die Accounts der Bitcoin-Börse Binance und der Tron Foundation, dem Unternehmen hinter der Kryptowährung Tronix (TRX), geschlossen. Hatte sich Binance mit seiner neu entfachten China-Begeisterung zu weit aus dem Fenster gelehnt?

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Nestlé, Nestlé: Grünes Licht für Blockchain nach Tests mit Babybrei
When Lambo? Lamborghini setzt auf Blockchain
Blockchain

Wenn der Bitcoin nicht zum Lambo will, kommt der Lambo eben auf die Blockchain: Lamborghini will seine Autos künftig über eine Blockchain-Lösung zertifizieren.

Nestlé, Nestlé: Grünes Licht für Blockchain nach Tests mit Babybrei
Bei Bankrott Bitcoin: Kryptowährung als Krisenwährung
Insights

Im Libanon kommt es regelmäßig zu Protesten gegen Korruption und ein marodes Finanzsystem. Das Land befindet sich in einer schweren wirtschaftlichen und politischen Krise. Die anonyme Gruppe „Bitcoin Du Liban“ rät der Bevölkerung nun, Kryptowährungen als Alternative zur instabilen Landeswährungen zu nutzen. Auch andere Krisenstaaten verzeichnen ein zunehmendes Interesse an digitalen Währungen.

Nestlé, Nestlé: Grünes Licht für Blockchain nach Tests mit Babybrei
„Chinas Twitter“ kickt Bitcoin-Börse Binance von der Plattform – Ist „CZ“ zu weit gegangen?
Szene

Trotz der jüngst verkündeten Blockchain-Offensive der chinesischen Regierung haben Krypto-Unternehmen nach wie vor einen schweren Stand im Reich der Mitte. Vor kurzem hat Weibo, ein chinesischer Microblogging-Anbieter im Stil von Twitter, die Accounts der Bitcoin-Börse Binance und der Tron Foundation, dem Unternehmen hinter der Kryptowährung Tronix (TRX), geschlossen. Hatte sich Binance mit seiner neu entfachten China-Begeisterung zu weit aus dem Fenster gelehnt?

Nestlé, Nestlé: Grünes Licht für Blockchain nach Tests mit Babybrei
Schafe zählen: Blockchain-Lösung für Vertragszucht geplant
Blockchain

In China soll bald auch die Schafzucht auf die Blockchain kommen. Vertragszucht als direkter Vertrieb vom Bauern zum Endkunden ist bereits bekannt. Durch die Blockchain wird das nun effektiver.

Angesagt

Bitcoin-Kurs unter wichtigen Support gerutscht – Marktbetrachtung
Kursanalyse

Der Bitcoin-Kurs fiel unter das EMA-Ribbon. Langfristig betrachtet bietet die Stock-to-Flow-Ratio dennoch einen Grund für eine weitere Wertsteigerung. Dieser Grund wird durch die aktuelle Bankenpolitik und durch das Bestreben Googles hinsichtlich der Gründung eines Girokontos nur bestätigt.

Neptune Dash: BlackRock drängt in Krypto-Sektor
Unternehmen

Der weltweit größte Vermögensverwalter BlackRock hat in Neptune Dash investiert. Der Mutterkonzern des globalen ETF-Anbieters iShares scheint seine Einstellung gegenüber dem Krypto-Sektor zu ändern.

Halving bei den Bitcoin-Nachfolgern BCH und BSV – das erste und letzte Mal?
Bitcoin

Nicht nur bei Bitcoin steht im kommenden Jahr eine Halbierung der Blockbelohnung an. Auch bei den Altcoins Bitcoin Cash (BCH) und Bitcoin Satoshi Vision (BSV) wird im Frühjahr 2020 der Nachschub halbiert. Und das einen Monat vor Bitcoin. Nun laufen BSV und BCH Gefahr, dass ihre Pools in dieser Zeit „fremdminen“.

Hodler „seit Jahren“: ProtonMail bekennt sich zu Bitcoin
Unternehmen

Der Mail Provider ProtonMail hat sich am vergangenen Wochenende deutlich zu Bitcoin bekannt. Über seinen Twitter-Kanal verkündete das Verschlüsselungsunternehmen, man „hodle“ entsprechende BTC-Einkünfte bereits seit Jahren. 2017 hatte der Dienstleister seinen Kunden ermöglicht, Rechnungen in Bitcoin zu begleichen. Zudem akzeptieren die Schweizer Bitcoin-Spenden.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: