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Philantrophische Kryptobörse? Diese Bitcoin-Exchange will 1 Milliarde USD für humanitäre Projekte spenden

Nach Binance und OKEx ist FTX die drittgrößte Handelsplattform für Kryptowährungen. Nun gibt ihre Stiftung den Launch eines philanthropischen Fonds in Millionenhöhe bekannt – und riskiert einiges.

Marlene Müller
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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FTX Kryptobörse

Quelle: Shutterstock

Sam Bankman-Fried, Gründer von FTX und reichster 29-jähriger der Welt, gab am Montag, 28. Februar, den Launch eines millionenschweren Fonds bekannt. Der Inhalt des “Future Fund” soll an einen bunten Strauß von Projekten ausgeschüttet werden. So sollen Projekte “die eine sichere Entwicklung künstlicher Intelligenz, die Verringerung katastrophaler Biorisiken, die Verbesserung der Institutionen, das Wirtschaftswachstum, die Beziehungen zwischen Großmächten, den effektiven Altruismus und vieles mehr” vorangetrieben werden.

“Wir sind bereit, zu scheitern”

Dabei betont FTX, dass sie mit diesen Ausschreibungen auf der Suche nach “hoch skalierbaren Projekten” ist. Dafür wäre man bereit, auch größere Risiken einzugehen. Trotzdem würden auch Unternehmungen eine Förderung erhalten, die – auch wenn nicht für die Masse ausgelegt – einen Betrag zu einer Verbesserung der menschlichen Lebenssituation beitragen. Bewerben können sich sowohl profitorientierte als auch Non-Profit-Unternehmen. FTX eröffnet die erste Bewerbungsrunde am heutigen 1. März und möchte bereits ab dem 21. März Finanzierungen vergeben. Zunächst stellt das Unternehmen dafür 100 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Bankman-Fried betont zugleich, dass das nicht das Maximum sein muss. Auf der Website heißt es:

Wir planen, in diesem Jahr mindestens 100 Millionen US-Dollar auszuschütten, und je nachdem, wie viele hervorragende Möglichkeiten wir finden, noch mehr. Im Prinzip könnten wir in diesem Jahr bis zu 1 Milliarde US-Dollar bereitstellen.

Announcing the Future Fund, 28. Februar 2022

Was hat eine Kryptobörse mit Investitionen in menschenfreundliche Projekte zu tun?

Rein rechtlich gesehen, ist es nicht die Handelsplattform direkt, die in die Förderung philanthropischer Unternehmungen einsteigt, sondern ihre Stiftung. Diese wurde, wie die Kryptobörse selbst, von Bankman-Fried ins Leben gerufen. Die FTX Foundation hat den Auftrag, jeden Monat ein Prozent der eingenommenen Transaktionsgebühren der Kryptohandelsbörse in sozial-verträgliche Projekte zu investieren.

Hintergrund ist, dass Bankman-Fried, neben seiner Tätigkeit als CEO der Börse, Anhänger des sogenannten effektiven Altruismus ist. Diese soziale Bewegung hat das Ziel, Ressourcen so einzusetzen, dass man das Leben von möglichst vielen Wesen (also auch das von Tieren) möglichst optimal verbessert.

Das ist nicht der erste Fonds, der einen Beitrag zu einem “guten Leben” auf dem Planeten leisten soll. Bankman-Fried gründete in der Vergangenheit bereits die Fonds FTX Climate und FTX Community, die ihren Fokus auf die Themenbereiche um den Klimawandel, der weltweiten Armut und dem Wohlbefinden von Tieren legen.

Die Definition eines “guten Lebens” ist subjektiv

In der Vergangenheit hat FTX häufig für Schlagzeilen gesorgt, indem es große Summen in das eigene Marketing gesteckt hat. So ist FTX heute Merch-Partner der Miami Heats und langfristiger Sponsor des Formel-1 Teams von Mercedes-Benz. Darüber hinaus legte das Unternehmen wohl mindestens 6,5 Millionen US-Dollar auf den Tisch, um in der Halbzeitpause des Superbowls einen 30-sekündigen Werbeclip zu zeigen. Zuletzt gab FTX eine Kooperation mit Visa bekannt, um zukünftig Krypto-Kreditkarten auf den Markt zu bringen.

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