Stable Coins Finanzstabilitätsrat will 2020 genauer hinsehen
Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: Shutterstock

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Der Finanzstabilitätsrat will im kommenden Jahr einen Bericht herausgeben, in dem er einen Fahrplan für eine Stable-Coin-Regulierung aufstellt. Das geht aus seinem Arbeitsprogramm für das kommende Jahr hervor.

Stable Coins rücken mehr und mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. Diese Bewegung begann vor allem mit Berichten über Facebooks geplante Kryptowährung Libra. Mit Libra wollte der Zuckerberg-Konzern eine digitale Währung herausgeben, die den Wert verschiedener Staatswährungen abbildet. Diese Pläne stießen vermehrt auf Kritik – schließlich handelt es sich hier um ein privates Unternehmen, das eine globale Währung herausgeben will. Doch auch Staaten arbeiten an digitalen Repräsentationen ihrer eigenen Währungen.


Erst kürzlich berichteten wir etwa über die schwedische E-Krona, den „Sovereign“ der Marshallinseln oder den digitalen Renminbi. Gerade letzterer hat geopolitische Relevanz von globaler Reichweite. Im internationalen Währungswettbewerb will sich das Reich der Mitte – vor allem im Hinblick auf die USA und den US-Dollar – einen ökonomischen Vorteil schaffen. Bei diesem „digitalen Wettrüsten“ entstehen sowohl Vorteile als auch Gefahren durch die aufkommenden Stable Coins, die es im Auge zu behalten gilt. Das ruft nun auch den Finanzstabilitätsrat auf den Plan.

Finanzstabilitätsrat verfasst Plan für 2020 – Stable Coins im Fokus

Der Finanzstabilitätsrat hat nun dementsprechend seine Pläne für das kommende Jahr veröffentlicht. Mit seinem Arbeitsprogramm für das kommende Jahr will die Organisation auf die „veränderten Herausforderungen“ im Finanzsystem reagieren. Dahingehend plane die internationale Organisation, neue Reformen auf den Weg zu bringen und bestehendes Vorgehen zu evaluieren.


Der Finanzstabilitätsrat plane ferner, die Herausforderungen und Chancen von Stable Coins zu untersuchen:

Die Einführung sogenannter „Stable Coins“ könnten eine Reihe an Herausforderungen an die regulatorische Community bedeuten, inklusive für die Finanzstabilität. Auf der anderen Seite könnten sie Vorteile für das [Finanz-]System und die breitere Wirtschaft bringen. SRC [Comittee on Supervisory and Regulatory Cooperation] arbeitet daran, die regulatorischen Herausforderungen von Stable-Coin-artigen Instrumenten zu identifizieren, die das Potential haben, globalen Einfluss zu haben […],

heißt es in dem Bericht. So soll auch das Rahmenwerk für die Überwachung von Kryptowährungen überarbeitet werden.

Für die Untersuchung der Risiken und Chancen von Stable Coins will der Finanzstabilitätsrat außerdem die Öffentlichkeit miteinbeziehen. Bis April 2020 soll ein entsprechendes Paper für die Öffentlichkeit vorbereitet werden. Der Plan für eine Stable-Coin-Regulierung soll bis Juli stehen.


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