Alles im Blick Die wichtigsten Krypto-News der Woche
Daniel Hoppmann

von Daniel Hoppmann

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Eine weiße Kaffeetasse steht auf einem Tisch neben einem Teller mit Schokokeksen. Dahinter liegt ein Stapel Zeitungen.

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Bundesfinanzministerium verlangt Einsicht in Krypto-Transaktionen; China geht restriktiver gegen Bitcoin-Mining vor; Coinshares sieht institutionellen Inflow in Cardano; Apple sucht Krypto-Spezialisten und GameStop entwickelt NFT-Plattform.

Eine weitere aufregende Woche im Krypto-Space neigt sich dem Ende. Die wichtigsten Ereignisse um Bitcoin und Co. kompakt im Überblick.


Bundesfinanzministerium verlangt Einsicht in Krypto-Transaktionen

Ein Gesetzesentwurf des Bundesfinanzministeriums sorgte diese Woche in der deutschen Krypto-Community für Aufsehen. Mit der “Kryptowertetransfer-Verordnung” fordert das Ministerium eine schärfere Sorgfaltspflicht von allen Transaktionsbeteiligten. Konkret geht es um die Übermittlung von Informationen “über Auftraggeber und Begünstigten” – also von Sender und Empfänger. Damit wolle man Finanzkriminalität den Riegel vorschieben, heißt es zur Begründung. Wird das Gesetz beschlossen, geraten Finanzdienstleister in die Bringschuld. Die Anbieter müssen dann sicherstellen, dass Namen und Anschrift der Transaktionsbeteiligten zutreffend ermittelt und gespeichert werden.

Darüber hinaus sorgten diese Woche Bundesfinanzminister Olaf Scholz und sein französischer Amtskollege Bruno Le Maire für Aufsehen, als beide Politiker ein Pilotprojekt für den digitalen Euro forderten. Scholz betonte, dass der E-Euro die internationale Rolle der Währung stärken und gleichzeitig ein Gegengewicht zu privatwirtschaftlichen Kryptowährungen bilden könne. So oder so, Europa müsse Anführer in Sachen Digitalisierung sein, meinte der SPD-Kanzlerkandidat.

Zudem nimmt dem Handelsblatt zufolge der E-Euro hinter verschlossenen Türen immer konkretere Formen an. Der solle auch nicht E-Euro, sondern “Digital Euro” heißen. Die Blockchain-Technologie, die immer wieder mit dem Prestigeprojekt in Verbindung gebracht worden war, spiele keine Rolle. Vielmehr baue man auf das italienische Echtzeit-Überweisungssystem “TIPS”. Dieses müsse man für den digitalen Euro jedoch nochmals aufrüsten.

China geht restriktiver gegen Krypto-Miner vor

Nachdem China bereits vergangene Woche Krypto-Dienstleister reglementierte, folgten diese Woche Restriktionen gegen die Inneren Mongolei, um klimaschädlichen Bitcoin Minern den Kampf anzusagen. Einem chinesischen Bericht zufolge soll die Entwicklungs- und Reformkommission der Provinz vorgeschlagen haben, Miner, die gegen die neuen Auflagen in der Provinz verstoßen, aus dem Sozialkreditsystem des Landes auf eine schwarze Liste zu setzen. Bitcoin Minern drohen dadurch Sanktionen wie Reisebeschränkungen, eingeschränkter Zugang zum Finanzmarkt, Drosselung der Internetgeschwindigkeit oder auch höhere Steuerabgaben. In der Folge kündigten mehrere große Krypto-Dienstleister an, die Geschäfte in China erst mal auf Eis zu legen.

Neben der Inneren Mongolei und Xinjiang zählt auch die Region Sichuan zu den wichtigsten Mining Hotspots des Landes. Laut Medienberichten möchte die chinesische Energieregulierungsbehörde über die dortige Lage am 2. Juni beraten. Da Sichuan jedoch über enorme Wasserstoffkapazitäten verfügt, hoffen Miner in der Region nun auf Milde.


Coinshares sieht institutionellen Inflow in Cardano

Cardano (ADA) litt ebenso wie ein Großteil des Krypto-Space unter dem Flash Crash der vergangenen Woche. Nun beobachtete das britische Investmentunternehmen “CoinShares” diese Woche einen institutionellen Inflow von 10 Millionen US-Dollar in die Kryptowährung, während man beispielsweise bei Bitcoin und Ethereum Outflows in Höhe von 111 Millionen beziehungsweise 12,6 Millionen US-Dollar verzeichnet habe. Der Bericht begründet den Investitionsanstieg in Cardano damit, dass immer mehr institutionelle Investoren aufgrund von Umweltentscheidungen tendenziell eher in Proof-of-Stake-basierte Projekte anlegen würden. Dieses Phänomen zeige sich auch bei anderen Altcoins, wie beispielsweise Polkadot. Insgesamt belaufen sich die Altcoin Inflows auf 27 Millionen US-Dollar, meint CoinShares.

Apple sucht Krypto-Spezialisten

Der Tech-Riese Apple sucht nach einem Business Development Manager mit Erfahrung in der Kryptowährungsbranche. Das geht aus einer Stellenausschreibung vom Mittwoch hervor. Die Person soll das Partnerschaftsprogramm für “alternative Zahlungen” leiten. Daher werden als Bedingung fünf oder mehr Jahre Berufserfahrung in oder mit alternativen Zahlungsanbietern vorausgesetzt. Dazu zählen laut Ausschreibung Wallets, BNPL- (buy now pay later)-Anwendungen, Fast Payments und Kryptowährungen.

Derweilen gibt es Kritik von Epic Games. Das Entwicklerstudio des Gaming-Hits “Fortnite” klagt gegenüber Apple momentan über eine mögliche Verletzung des Kartellrechts. Hintergrund ist der längere Wunsch der Spielemacher, Bitcoin oder andere Krypto-Coins zu akzeptieren, die Bedingungen des AppStores hätten dies bislang konsequent verhindert.

GameStop entwickelt NFT-Plattform

Apropos Gaming. Das aus dem Leerverkaufspektakel bekannt gewordene Spieleunternehmen GameStop will nun in das NFT-Business einsteigen. Unter dem Titel “Change the Game” plant GameStop offenbar eine eigene Plattform für Non-Fungible Token (NFT). Man baue derzeit ein Team auf. Jeder, der sich angesprochen fühlt, könne sich dem Team anschließen. In welchem Stadium sich die Entwicklung befindet, lässt das indirekte Stellenangebot nur erahnen.

Ein auf der Website hinterlegter Link zum Smart Contract Code gibt etwas mehr Aufschluss. Laut Etherscan baut die Plattform wohl auf dem ERC 721-Standard von Ethereum auf. Auch ein eigener GME-Token wird angezeigt. Wann die Plattform an den Start geht, und welche Möglichkeiten sie bieten wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt aber noch völlig offen. Eine offizielle Mitteilung blieb bisher aus.


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