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Deutsche Börse und Commerzbank führen Blockchain-Repogeschäft durch

Commerzbank und die Deutsche Börse führten eine rechtsverbindliche Wertpapierabwicklung über die Distributed-Ledger-Technologie durch. Das Repogeschäft erfolgte im Rahmen einer Machbarkeitsstudie (Proof of Concept), welches die Sicherheit und Transparenz von Lieferung-gegen-Zahlung auf der Grundlage von Blockchain demonstriert.

Polina Khubbeeva
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Beitragsbild: Shutterstock

Es ist der Beweis für die Möglichkeiten von Blockchain bei rechtsverbindlichen Wertpapiergeschäften: Im Zuge eines Proof of Concept (PoC) der Deutschen Börse in Zusammenarbeit mit der Commerzbank wickelten die Partner erfolgreich ein Repogeschäft mittels Distributed-Ledger-Technologie (DLT) ab, wie die Deutsche Börse am 6. März bekannt gab.

Kombination aus Cash Token und Security Token für zeitgleichen Austausch

Bei einem Repogeschäft, welches auch Rückkaufvereinbarung heißt, kombiniert eine Finanztransaktion den gleichzeitigen Verkauf und späteren Rückkauf eines Wertpapiers. Über diese Geldmarktinstrumente können Banken kurzfristig ihren Liquiditätsbedarf sichern.

Grundlage des Repogeschäfts war eine Schuldverschreibung der KfW Bankengruppe über zehn Millionen Euro. Die Laufzeit betrug sieben Tage mit einem Negativzins von -0,5 Prozent. Der zeitgleiche Austausch der Token erfolgte rechtsverbindlich.

Für die prototypische Transaktion generierten die Finanzinstitute digitale Token in Form von Buchgeld (Cash Token) sowie von Wertpapieren (Security Token). Die Deutsche Börse trat dabei als Geldgeber auf, die Commerzbank als Geldnehmer. Die Forschungs- und Entwicklungseinheit der Commerzbank, „main incubator“, fungierte über ein Rechts- und Technologiekonzept als Blockchain-Plattform-Betreiber. Dieses Konzept entwickelten die Partner eigens für die Machbarkeitsstudie.

Die Möglichkeiten von DLT für Repogeschäfte

Laut Deutscher Börse zeige die erfolgreiche Transaktion wesentliche Vorteile der Blockchain für den Wertpapierhandel auf der Basis von Lieferung-gegen-Zahlung auf. So senke eine Abbildung in Echtzeit das Kontrahenten-Risiko und reduziere Kapitalkosten. Weiterhin könne die verkürzte Abwicklungsdauer die unmittelbare und transparente Einbindung von Regulatoren und Aufsehern ermöglichen.

Jens Hachmeister, verantwortlich für den Bereich DLT, Crypto Assets and New Market Structures und der Deutschen Börse, zeigte sich indes zufrieden:

Die gelungene Abwicklung im Rahmen des gemeinsamen Projekts motiviert uns, die Leistungsfähigkeit der Distributed-Ledger-Technologie weiter auszuloten. Unser besonderer Fokus gilt dabei der integrierten Zahlungsfunktion – Cash on Ledger –, die wir hier erfolgreich bewiesen haben. Unterschiedliche Blockchain-Anwendungen voranzutreiben und neue Standards zu setzen, hat für die Gruppe Deutsche Börse hohe Priorität, dieser Prozess wird in engem Austausch mit Partnern, Aufsichtsbehörden und Zentralbanken erfolgen.

Nächste Schritte seien unter dem Strich eng an die Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen geknüpft. Commerzbank und Deutsche Börse verstünden sich überdies als Vorreiter einer innovativen Finanzmarktinfrastruktur im Blockchain-Bereich.

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