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Coinbase verbindet Krypto- und Fiat-Welt

Die amerikanische Krypto-Börse Coinbase machte in den letzten Wochen immer wieder Schlagzeilen. Zunächst ging das Gerücht um, die Krypto-Börse würde Ripples XRP listen. Dies wurde bald darauf dementiert und auf den börseneigenen Blog verwiesen, auf dem Neuigkeiten offiziell bekannt gegeben werden. Dort fand sich auch die Ankündigung für die Ausweitung des Angebots um Indexfonds. Nun gibt es gleich zwei aufregende News auf dem Coinbase-Blog zu lesen.

Tanja Giese
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Coinbase hat in ihrem Blogbeitrag vom 14. März zwei Neuigkeiten bekannt gegeben. Zum einen hat sie von der britischen Finanzdienstleistungsaufsicht (FCA) eine E-Geld-Lizenz erhalten. Zum anderen unterstützt sie nun als erste Krypto-Börse den Faster Payment Service, eine Initiative der britischen Banken, die Überweisungszeiten von den üblichen drei Werktagen auf wenige Stunden reduziert.

E-Geld-Lizenz

Die FCA hat der Krypto-Börse eine E-Geld-Lizenz erteilt. Dadurch ist es ihr nun möglich, E-Geld auszugeben und Zahlungsdienste im Vereinigten Königreich anzubieten. Coinbase verspricht sich davon neue Partnerschaften und ein leichter zu bedienendes Produkt, wenn man E-Money für den Erwerb von Kryptowährung verwenden kann. Allerdings gehen mit der Lizenz strikte Richtlinien einher. Dazu gehört unter anderem die Trennung der Kundengelder. Fiat- und Coinbase-Guthaben werden somit auf separaten Bankkonten verwaltet. Auch die Sicherheitsmaßnahmen und Betriebsstandards, die regulierte Finanzinstitute einhalten müssen, muss Coinbase nun beachten.

Die Krypto-Börse will ihre neuen Möglichkeiten aber nicht nur auf das Vereinigte Königreich beschränken. So erläutert Reuben Bramanathan, Leiter der Produktabteilung, in dem Blogbeitrag:

„Unsere E-Geld-Lizenz wird sich über das Vereinigte Königreich hinaus auf 23 Länder in der EU erstrecken. Wir sind davon überzeugt, dass dies ein wichtiger Schritt auf dem Weg ist, Kryptowährungen allen zugänglich zu machen.“

Faster Payment Service

Führende britische Banken haben den Faster Payments Service (FPS) (deutsch: schnellerer Zahlungsdienst) als SEPA-Ersatz initiiert. Während Zahlungen zwischen verschiedenen Banken mit SEPA drei Werktage dauert, bis das Geld auf dem Empfängerkonto eingegangen ist, brauchen Überweisungen mit FPS nur wenige Stunden. Mittlerweile wird jede fünfte Überweisung in Großbritannien über FPS abgewickelt. Coinbase will diesen Service nun in einem Pilotprojekt ausgewählten institutionellen Nutzern anbieten. Daraufhin soll FPS allen britischen Kunden zur Verfügung stehen und so „das Coinbase-Erlebnis immer einfacher“ gestalten.

Coinbase ist eigenen Angaben zu folge in der EU am erfolgreichsten. 2017 wuchs dieser Markt doppelt so schnell wie jeder andere Markt, wobei Großbritannien an der Spitze steht. Deswegen soll das Londoner Team im Laufe der nächsten Wochen auf das Achtfache anwachsen. Nach wie vor gehen deutsche Interessenten aber leer aus. Wie in den AGBs von Coinbase erläutert, sind die Services für in Deutschland registrierte Personen nicht nutzbar.

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