Coinbase versus SEC CEO Brian Armstrong: “Wir bleiben in den USA”

Trotz der juristischen Auseinandersetzung mit der SEC denkt Coinbase-CEO Brian Armstrong nicht an einen Rückzug aus den USA.

Daniel Hoppmann
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Coinbase-CEO Brian Armstrong

Beitragsbild: Picture Alliance

| Der Coinbase-CEO fordert klare Kryptorichtlinien

Coinbase wappnet sich für den regulatorischen Schlagabtausch mit der Securities and Exchange Commission. Die Wertpapieraufsicht der USA hatte die größte Kryptobörse des Landes am vergangenen Montag verklagt. Laut SEC betreibe Coinbase eine unlizenzierte Wertpapierbörse, Broker und Clearing-Stelle. Damit habe der Handelsplatz eine Reihe von Bundesgesetzen gebrochen.

CEO Brian Armstrong wies die Darstellung in einem Interview mit dem Wall Street Journal erneut zurück. Coinbase verfüge über eine Broker-Lizenz. Diese habe die SEC jedoch noch nicht aktiviert. Außerdem biete man über die eigene Plattform ausschließlich Commodities (Waren) an. Dazu unterziehe die Kryptobörse jeden Coin und Token einer “ausführlichen Einzelprüfung”. “90 Prozent fallen durch den Test”, so Armstrong weiter.

Das Verfahren sei jedoch kein Grund, die USA zu verlassen, betont der 40-Jährige. In den vergangenen Monaten hatten erste Unternehmen den Vereinigten Staaten den Rücken gekehrt. Armstrong jedoch gibt sich im Interview kämpferisch: “Wir als Marktführer werden bleiben. Die USA werden zum richtigen Ergebnis kommen. Sei es durch die Gerichte, den Kongress oder die CFTC.”

US-Wahlen 2024 als Gamechanger?

Auf dem Weg zu diesem “richtigen Ergebnis” könnten auch die Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr eine Rolle spielen, meint Armstrong weiter. “Manchmal bläst der Wind in einer Richtung und vier oder acht Jahre später in eine andere”, so der Coinbase CEO.

Derzeit beherrschen die Republikaner die Umfragewerte in den USA. Neben einer Rückkehr von Ex-Präsident Donald Trump rechnet sich auch der Rechtskonservative Ron DeSantis Chancen auf eine Kandidatur aus.

Aber auch außerhalb der USA haben andere Jurisdiktionen die Hoffnung noch nicht gänzlich aufgegeben, Coinbase zu sich zu locken, so wie Hongkong. Die chinesische Sonderverwaltungszone sprach vor kurzem eine Einladung an das US-Unternehmen aus, sich als “anerkannte Handelsplattform” registrieren zu lassen.

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