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Bitcoin hilft Caritas Wien akzeptiert Krypto-Spenden

Beim Wohlfahrtsverband Caritas Wien kann jetzt auch über die Blockchain gespendet werden, um Menschen in Not zu helfen.

Tim Reindl
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Caritas

Beitragsbild: Shutterstock

| Der Wohlfahrtsverband empfängt auch Spenden über die Bitcoin-Blockchain

Klimawandel, Krieg und Wirtschaftskrisen. Die Liste der globalen Probleme ist lang. Am Horn von Afrika wütet beispielsweise derzeit die größte Dürre seit Jahrzehnten. Über 35 Millionen Menschen sind dort von Hunger und Armut betroffen. Laut einer aktuellen Studie der WHO sind allein in Somalia letztes Jahr 43.000 Menschen der Dürre zum Opfer gefallen. Weltweit sind Millionen von Menschen auf die Unterstützung durch Spenden angewiesen. Die Caritas Wien bietet jetzt an, diese Spenden auch in Kryptowährungen zu tätigen und geht damit mit gutem Beispiel voran. Denn die Bezahlmöglichkeiten der über 150 Caritas-Verbände werden individuell festgelegt.

Wer bei der Caritas Wien Menschen in Not mit einer Spende unterstützen möchte, braucht kein Bankkonto. Der Verband nimmt auch Spenden in Form von Kryptowährungen an. “Alle Spenden mit Kryptowährungen werden für Menschen in akuten Notlagen im In- und Ausland eingesetzt”, heißt es auf der Website. Akzeptierte Kryptowährungen sind Bitcoin und Ethereum. Der Spendenvorgang ist dabei so einfach wie möglich gehalten. Nachdem man sich auf der Website zwischen einer der beiden Coins entschieden und auf “Jetzt Spenden!” gedrückt hat, erscheint eine Wallet-Adresse mit zugehörigem QR-Code. Anschließend können Wohltäter spenden. Voraussetzung ist natürlich eine eigene Wallet.

Der Weg der Coins?

Bei der Umsetzung der Spendenabwicklung arbeitet die Caritas Wien mit der Krypto-Handelsplattform Bitpanda zusammen. Die Spenden sollen zunächst auf Hardware-Wallets gehalten und dann “zeitnah” in Euro umgewandelt, um Kursschwankungen einzugrenzen. Caritas kann die Spenden so “zügig in vollem Umfang” an die jeweiligen Hilfsprojekte senden.

Warum Spenden in Kryptowährungen?

Eine Spende via Blockchain hat einige Vorteile. Zunächst einmal ist es möglich, anonym zu spenden (Wermutstropfen: daher nicht steuerlich absetzbar). Außerdem brauchen Sender und Empfänger keine Bankverbindung. So können Spenden auch Menschen erreichen, die von klassischen Finanzinfrastrukturen abgeschnitten sind. Die Caritas verweist am Beispiel der Ukraine auf die Möglichkeit, Vermögenswerte schnell und kostengünstig in Krisengebiete zu senden.

Sind Krypto-Investoren weniger bereit, Risiko einzugehen?

Woran das liegt und welche Auswirkungen diese Entwicklung auf den Kryptomarkt haben könnte, lest ihr im neuen On-Chain-Report.

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Warum Bitcoin und Ethereum?

Bitcoin und Ethereum sind die beiden größten Kryptowährungen. Onboarding-Hürden und Berührungsängste sind für neue Nutzer diesbezüglich etwas geringer. Dass man sich bei der Caritas für eine Kryptowährung entscheiden kann, hat auch etwas mit Nachhaltigkeit zu tun. Ethereum hat seit der Umstellung des Konsensmechanismus auf Proof-of-Stake seinen Energieverbrauch signifikant gesenkt. Der Energieverbrauch des Bitcoin-Netzwerks ist verhältnismäßig hoch. Doch so einfach ist das mit der Nachhaltigkeit bei Bitcoin nicht. Die Debatte darum ist eine der großen Kontroversen innerhalb und außerhalb der Krypto-Szene.

Podcast

Auch bei der Caritas hat man sich offensichtlich damit auseinandergesetzt. “Die für das Bitcoin-Mining genutzte Energie stammt bereits jetzt zu rund 60 Prozent aus nachhaltigen Quellen wie Wind- oder Solarenergie”, liest man auf der Website. Und weiter: “Der Anteil nachhaltiger Energien wächst hier seit Jahren. Damit nutzt Bitcoin deutlich mehr regenerative Energien als Deutschland, die EU oder die USA”.

Mit dem Angebot der beiden Kryptowährungen hat der Verband eine elegante Lösung gefunden, die Entscheidung über die Nachhaltigkeit in die Hände der Nutzer zu legen. Eine Spendenmöglichkeit in Form von Kryptowährungen der Deutschen Caritas-Verbände steht allerdings noch aus.

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