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Vasil und Co. Fünf Jahre Cardano: Wie geht es weiter?

Cardano feierte vergangene Woche sein fünfjähriges Jubiläum. Kurz zuvor ging das Vasil Update erfolgreich über die Bühne. Wie geht es nun weiter?

Johannes Macswayed
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Cardano (ADA) Token vor schwarzem Hintergrund

Beitragsbild: Shutterstock

| 5 Jahre Cardano. Was kommt als Nächstes für das Projekt?

Am 28. September feierte Cardano, die Blockchain um Ethereum-Co-Gründer Charles Hoskinson, fünfjähriges Jubiläum. Seit dem Start im Jahr 2017 hat das Projekt bereits viel erreicht, wenngleich das Entwicklerteam von Input Output Hongkong (IOHK) eher für seine wissenschaftliche (also eher langsame) Arbeitsweise bekannt ist. Auf der Roadmap sind nach einer halben Dekade dennoch drei der fünf großen Zeitabschnitte abgehakt.

In der derzeitigen “Basho” genannten Ära arbeitet Cardano an der Skalierbarkeit der Blockchain. Jüngst kündigte Charles Hoskinson den Start der nächsten Ära (genannt Voltaire) an. Sie ist die letzte Phase vor der “Fertigstellung” von Cardano in der fünften Phase. Voltaire bereitet den Weg zur vollständig dezentralen Führung der Blockchain.

Zuletzt folgten große Änderungen in puncto Geschwindigkeit und Infrastruktur mit dem Vasil Update am 22. September. Langsam aber sicher arbeitet sich das Projekt also vor. Wie geht es mit Cardano weiter? Ein Überblick.

Cardano: Anwendungen und Stablecoins

Im September 2021 brachte Cardano mit der Alonzo Hard Fork Smart Contracts auf die Blockchain. Inzwischen gibt es davon mehr als 3.000 Stück. Das bereits jetzt riesige Ökosystem Cardanos profitiert mit dem jüngsten Vasil Update von Performance-Steigerungen und mehr Effizienz, da die Größe der Transaktionsdaten komprimiert wurden. Die dezentrale Börse Muesli-Swap gab etwa bekannt, On-Chain Gebühren halbiert zu haben.

Vasil erlaubt nun also komplexere Anwendungen auf Cardano. Der DeFi-Sektor dürfte durch diese und die gesteigerte Performance einen großen Wachstumsschub erleben. Denn Luft nach oben gibt es in diesen Belangen reichlich. Cardanos Total Value Locked (TVL) beläuft sich derzeit auf gerade mal knapp 75 Millionen US-Dollar. Damit steht man in der DeFi-Rangliste sogar hinter totgeglaubten Blockchains wie EOS. Luft nach oben ist da allemal.

Eine wichtige Komponente für die Massenadaption fehlte in dieser Hinsicht bisher: Stablecoins. Derzeit werden Token im DeFi-Bereich Cardanos gegen den heimischen ADA Coin gewertet. Bekannte Stables wie USDT und USDC fehlen und auch sonst gibt es keine hochliquiden Dollar-Äquivalente im Netzwerk. Doch das soll sich demnächst ändern.

Mit dem DJED-Stablecoin bringt das Projekt COTI einen neuartigen, algorithmischen Stablecoin auf die Blockchain. Anders als bei anderen Netzwerken soll dieser sogar zur Zahlung von Transaktionsgebühren genutzt werden können. Nutzer profitieren so von einer intuitiven Handhabung.

Mit Einführung des DJED-Stables könnten die großen Lending-Protokolle und dezentralen Börsen ein wichtiges Glied des Kryptohandels auf ihrer Plattform integrieren, was die Nachfrage und Liquidität auf Cardano erheblich steigern dürfte.

Zu diesem Zweck kündigte Emurgo, eines der beiden Unternehmen hinter der Entwicklung der Blockchain, für neue und bestehende Anwendungen ihre finanzielle Unterstützung in Form eines Fonds an. Über die nächsten drei Jahre will Emurgo so Projekte, die direkt auf der Carano Blockchain bauen, mit bis zu 200 Millionen US-Dollar fördern.

Allein 100 Millionen davon sollen gezielt an Projekte aus Afrika fließen. Auf diese Region legt das Team hinter Cardano seit längerem einen besonderen Fokus und unterstützt hier bereits verstärkt über den “ProjectCatalyst” Inkubator.

Skalierung

Das Vasil Update war nur ein Teil der derzeit laufenden Skalierungsbemühungen in der Basho-Ära. Das Endgame der Blockchain Performance ist die Layer-2-Lösung “Hydra“. Sie trägt für Cardano eine ähnlich große Bedeutung wie das Sharding auf Ethereum.

In der Theorie wären nach vollständiger Implementation so eine Million Transaktionen pro Sekunde auf Cardano möglich. IOHK erklärt in einem Blogbeitrag genauer, wie das funktionieren soll.

Für die Skalierung gibt es zwar noch kein genaueres Zeitfenster. Erste Eingliederungen in Cardanos Testnetzwerk sind jedoch dieses Jahr absolviert worden. Laut vergangenen Aussagen von Charles Hoskinson endet Cardanos Roadmap Ende 2023. Bis hier könnte vorsichtig mit einer vollständigen Implementierung der Skalierung gerechnet werden.

Cardano wird sich seiner Linie aber weiter treu bleiben und technische Vorhaben wie Hydra auf Herz und Nieren testen, bevor mit einer Veröffentlichung gerechnet werden kann. Das jüngste Vasil Update könnte aber schon jetzt für den nötigen frischen Wind im Ökosystem sorgen.

Anspruchsvolle DeFi-Projekte wie Liqwid Finance, Genius Yield und Axo (ehemals Maladex) stehen derzeit in den Startlöchern. Bestehende Größen des Netzwerks können ihr Potenzial weiter entfalten.

Das langsame Entwicklungstempo, das Cardano vom Rest des Sektors gerne mal nachgesagt wird, scheint sich bisher nur positiv auf die Qualität seiner Meilensteine auszuwirken. Trotz der vorsichtigen Herangehensweise ist der Entwicklungsverlauf des Netzwerks genau im Rahmen seiner Roadmap. Für Cardano-Anhänger stiftet das Hoffnung, dass in den nächsten Monaten und Jahren auf jeden Fall mit der Blockchain der dritten Generation zu rechnen sein könnte.

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