Bitcoin und Ethereum haben im Juli besser abgeschnitten als die wichtigsten traditionellen Anlageklassen. Bitcoin hat um neun Prozent zugelegt, Ethereum sogar um 20 Prozent. Gold bewegte sich im gleichen Zeitraum kaum.
Bitcoin lässt Aktien hinter sich
Noch deutlicher fällt der Vergleich mit dem Aktienmarkt aus. Chip-Aktien (SOX) haben 22 Prozent verloren. Der Nasdaq 100 gab um neun Prozent nach, der Russell 2000 (Small Caps) um drei Prozent. Damit gehören Bitcoin und Ethereum im vergangenen Monat zu den stärksten Anlageklassen.
Die Entwicklung sticht besonders vor dem Hintergrund eines angespannten Marktumfelds hervor. Trotz anhaltender Unsicherheit an den Finanzmärkten konnten sich die beiden größten Kryptowährungen klar von vielen klassischen Investments absetzen.
Saisonalität spricht für moderaten August
Auch der Blick auf die historische Saisonalität liefert Anhaltspunkte für den weiteren Kursverlauf. Seit 2013 erzielte Bitcoin im August im Median eine Rendite von minus 7,49 Prozent. Der Durchschnitt liegt zwar bei plus 1,12 Prozent, wird jedoch von einzelnen Ausreißerjahren mit besonders hohen Kursgewinnen verzerrt. Der Median gilt deshalb als aussagekräftiger, weil er Extremwerte ausblendet und die typische Entwicklungen besser widerspiegelt.
Aus historischer Sicht zählt der August damit nicht zu den stärksten BTC-Monaten. Die Daten sprechen eher für eine verhaltene Kursentwicklung als für eine Fortsetzung der kräftigen Juli-Rallye.
