Eine weitere spannende Woche im Krypto-Sektor neigt sich dem Ende zu. Die wichtigsten Ereignisse rund um Bitcoin, Ethereum und Co. kompakt im Überblick.
Coldcard-Hack tritt Debatte um Self-Custody los
Auch gut eine Woche nach dem Hack auf Coldcard sitzt der Schock bei Krypto-Anlegern noch tief. Die Schadensbilanz zählt mittlerweile über 80 Millionen US-Dollar, die in Bitcoin von den Hardware-Wallets der Muttergesellschaft Coinkite abgezogen wurden. Die meisten Geschädigten kamen derweil aus Kanada, dem Hauptsitz der Firma. Ein Anleger berichtet von einem Verlust von über einer Million US-Dollar.
Neben dem materiellen Schaden bekam vor allem das Image der Self-Custody Risse. Die am sichersten geglaubte Form der Krypto-Verwahrung schien auf einmal nicht mehr unfehlbar. Manche fragten sich gar, ob Bitcoin nicht sicherer auf zentralisierten Börsen seien.
Strategy verkauft über 100 Millionen US-Dollar in Bitcoin
Ganz freiwillig trennte sich hingegen Strategy von einem Teil ihres Bitcoin-Vermögens. Umgerechnet 100 Millionen US-Dollar verkaufte die Firma zum Wochenauftakt. Ziel sei es, die Bargeldreserven wieder aufzufüllen, erklärte Gründer Michael Saylor. Trotz der Verkäufe bleibt Strategy unter den börsennotierten Unternehmen Spitzenreiter im Hodln. Über 840.000 BTC hält die Firma heute.
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Putin unterzeichnet neues Krypto-Gesetz für Russland
Russland hat einen neuen Rechtsrahmen für den Krypto-Markt geschaffen. Wladimir Putin unterzeichnete laut der staatlichen Nachrichtenagentur TASS ein entsprechendes Gesetz, das den Handel mit Kryptowährungen erstmals umfassend reguliert.
Die Nutzung von Kryptowährungen als Zahlungsmittel innerhalb Russlands bleibt zwar weiterhin untersagt, Privatanleger dürfen jedoch künftig über zugelassene Anbieter in Kryptowährungen investieren. Allerdings gilt eine jährliche Obergrenze von 300.000 Rubel, umgerechnet rund 3.700 US-Dollar, je Anbieter. Zudem gelten strenge Transparenzpflichten.
Bitcoin-Petition gegen Klingbeils Krypto-Steuerpläne nimmt Fahrt auf
In Deutschland regt sich Widerstand gegen die Krypto-Steuerpläne von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD). Nun gab es einen ersten Teilerfolg. Eine Petition, die die Beibehaltung der einjährigen Haltefrist fordert, erreichte binnen weniger Stunden über 30.000 Unterschriften. Das nächste Ziel: 210.000.
Mit dem Erreichen des Quorums dürfte sich der Petitionsausschuss des Bundestags nun öffentlich mit dem Anliegen befassen. Die Initiatoren erhalten dabei die Möglichkeit, ihre Argumente vorzutragen und Fragen der Abgeordneten zu beantworten.
Frust in der Krypto-Branche: Clarity Act verzögert sich erneut
Der Clarity Act kommt nicht, zumindest nicht vor der Sommerpause. Eigentlich sollte der US-Senat am Donnerstag final über das Krypto-Gesetz abstimmen, doch das Votum platzte im letzten Moment. Die Demokraten hätten nicht mitgezogen, ließ der republikanische Mehrheitsführer John Thune mitteilen. Die Krypto-Branche zeigte sich ziemlich genervt von diesem erneuten Rückschlag. Die nächste Abstimmung kann nun frühestens im September erfolgen.
