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Bitcoin Backup in der DNS?

Bitcoins aufzubewahren will gelernt sein. Die Verantwortung für die eigene Sicherheit muss im Krypto-Universum jeder selbst tragen. Um die Nutzerfreundlichkeit zu erhöhen, lassen sich Unternehmen immer neue Ideen einfallen. So auch jetzt die Möglichkeit von Carverr, den eigenen Private Key in DNS (Desoxyribonukleinsäure) zu speichern.
Seed-Phrase für die Sicherheit

Alex Roos
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Quelle: shutterstock

Seed-Phrase für die Sicherheit

Möchte man Bitcoin versenden, braucht man einen Private Key, auf dessen mathematischem Bruder, dem Public Key, Bitcoin hinterlegt sind. Wer den Private Key kontrolliert, kann die Bitcoins bewegen, wer ihn verliert, hat damit auch sein Geld verloren. Das Management der Private Keys übernehmen in der Regel sogenannte Wallet-Applikationen. Das Backup für die Wallet nennt man auch die Seed-Phrase. Hat man diese Reihe von Wörtern in irgendeiner Form zugänglich, kann man sich auch die gesamte Wallet wiederherstellen und erneut auf das Geld zugreifen. Normalerweise schreibt man sich die Seed-Phrase auf ein Papier und verwahrt dieses sicher. Im Krypto-Jargon ist das eine Paper Wallet. Jedoch könnte es in manchen Szenarien immer noch dazu kommen, dass die Seed Phrase verloren geht. (Beispielsweise, wenn das Haus abbrennt, in dem sie verwahrt ist.)

Carverr verschlüsselt Private Keys in DNS

Die Lösung soll jetzt die Verschlüsslung des Private Key in DNS sein, so der CEO von Carverr, Vishal Bhuyan. Der Prozess läuft in drei Schritten ab:

  1. Man sendet die zu verschlüsselnden Daten in einer verschlüsselten E-Mail an Carverr. Ob es sich bei den Daten um den Private Key, ein Passwort oder sonstiges handelt, ist für den Vorgang zweitrangig.
  2. Danach benutzt Carverr einen speziellen Algorithmus und konvertiert die Daten in einen DNS-String, bestehend aus As, Ts, Cs und Gs.
  3. Schließlich kann man sich die DNS per Post schicken lassen und selbst verwahren, oder Carverr übernimmt die Aufbewahrung.

Diese Prozedur dauert zwischen zwei und vier Tagen, oder noch länger, wenn man die DNS selbst lagern möchte.

Das eigentliche Problem wird nicht gelöst, denn nach wie vor muss man sich ein Passwort merken, um die DNS zu entschlüsseln. Verliert oder vergisst man dieses Passwort, war der ganze Aufwand umsonst. Außerdem darf die DNS nicht über vier Grad Celsius erwärmen, sonst kann es ebenfalls zu einem Datenverlust führen.

Carverr scheint wie eine überkomplizierte Lösung für ein Problem, das schlussendlich doch nicht gelöst wird.

Alternative: Cryptosteel

Wer seine Seed-Phrase aufbewahren möchte, kann auf eine einfachere Methode zurückgreifen: Mit Cryptosteel verhindert man, dass die Paper Wallet im Brandfall in Flammen aufgeht. Der Kostenpunkt liegt dafür bei über 100 Euro.

Günstiger kann man sein Kryptovermögen auch mit mehreren Paper Wallets sichern, die an unterschiedlichen Orten aufbewahrt werden. Der Kreativität ist an dieser Stelle keine Grenzen gesetzt. Wer eine Übersicht möchte, wie man seine Coins am sichersten aufbewahrt, kann das in der Augustausgabe unseres Kryptokompass tun.

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