Private Keys: Wem gehören Deine Bitcoins?
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Quelle: Closeup of an old keyhole with key on a wooden antique door via Shutterstock

Private Keys: Wem gehören Deine Bitcoins?

Bitcoin ist das Geld des Internets. Darüber hinaus gibt Bitcoin den Nutzern die Selbstbestimmung über ihre Finanzen zurück. Auch wenn die Bitcoin-Technologie dies ermöglicht, genießt nicht jeder Nutzer diese finanzielle Souveränität. Bitcoin besitzen heißt, seine eigenen Private Keys zu halten.

ong> Finanzen zurück. Auch wenn die Bitcoin-Technologie dies ermöglicht, genießt nicht jeder Nutzer diese finanzielle Souveränität. Bitcoin besitzen heißt, seine eigenen Private Keys zu halten.

In der Bitcoin-Welt gibt es zwei Arten von Menschen: Solche, die Bitcoin besitzen, und solche, die glauben, Bitcoin zu besitzen.

Was heißt „Besitz“?

Besitz bedeutet die vollständige, exklusive Kontrolle über ein Gut.

Vollständig in dem Sinne, dass der Eigentümer mit dem Gut machen kann, was er möchte. Er darf es verwahren, verkaufen, verschenken oder zerstören. Ungeachtet dessen, für welche Handlung er sich entscheidet, handelt er mit Berechtigung und begeht kein Verbrechen gegen andere Menschen in der Gesellschaft.

Private Keys: Wem gehören Deine Bitcoins?

Exklusiv in dem Sinne, dass andere Menschen von selbiger Kontrolle ausgeschlossen sind.

In Bezug auf Bitcoin nimmt „der Besitz“ eine besondere Form ein, denn in Bitcoin kontrollieren die sogenannten Private Keys die Bitcoin auf der Blockchain.

Was waren noch gleich Private Keys?

Bitcoins werden nicht in der Wallet-Applikation, der digitalen Geldbörse, gespeichert. Stattdessen liegen Bitcoins immer auf der Blockchain.

In der Wallet-Applikation sind die Private Keys gespeichert. Die Private Keys sind nicht gleich Bitcoins. Vielmehr ist ein Private Key mathematisch mit einem Public Key verbunden. Der Public Key ist vereinfacht gesprochen eine Empfangsadresse, vergleichbar mit einer E-Mail-Adresse oder Telefonnummer. Hat jemand zu einem vergangenen Zeitpunkt Bitcoins an diese Adresse geschickt, kann der dazugehörige Private Key eine digitale Signatur erstellen, die die Bitcoins weiter bewegen kann. Diese Signatur ist ebenfalls mathematisch mit dem Public Key, der Empfangsadresse, verbunden und kann von anderen Netzwerk-Teilnehmern überprüft werden, ohne den eigentlichen Private Key zu kennen.

Kurz gesagt: Wer den Private Key zu einem Public Key mit Bitcoin darauf hat, kann diese Bitcoin versenden.

Wer besitzt die Bitcoins?

Tatsächlicher Besitzer von Bitcoin ist nur derjenige, der seine Privat Keys selbst kontrolliert.

Dafür benötigt man in den meisten Fällen eine Wallet-Applikation und ein Stück Papier, auf dem 12-25 zufällige Wörter stehen. Diese Wörter sind vereinfacht gesprochen eine leicht leserliche Darstellung der Private Keys und werden auch Seed Phrase genannt. Wer die Seed Phrase in seine Wallet-Applikation eingibt, hat vollen Zugriff auf das Konto. Deswegen heißt es auch Private Key – man sollte diesen Schlüssel stets streng geheim (oder: privat) halten!

Ein Beispiel für eine Seed Phrase:

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Gibst Du diese Seed Phrase in eine Bitcoin-Wallet ein, kannst du auf die hinterlegten Bitcoin zugreifen. In diesem Beispiel ist das Konto leer.

Halte Deine Private Keys geheim!

Menschen, die denken, dass sie Bitcoins besitzen

Hingegen die Menschen, die ihre Bitcoins auf einem Public Key liegen haben, bei dem sie die entsprechenden Private Keys nicht besitzen, oder nicht exklusiv besitzen, haben – rein technisch gesprochen – auch keine Bitcoins.

Das ist immer dann der Fall, wenn die Bitcoins von einer dritten Partei gehalten werden – von Börsen und Exchanges wie Bitcoin.de und Binance.com zum Beispiel. In diesem Fall hat man nicht die Kontrolle über die Private Keys, sondern hält lediglich ein IOU gegen die dritte Partei, die Bitcoin auf Aufforderung zu überweisen.

Ob die dritte Partei einer solchen Aufforderung nachkommt, steht auf einem anderen Blatt. Plattformen wie Bitcoin.de und Binance haben mittlerweile viel Vertrauen gesammelt, doch der Punkt steht nach wie vor. Bei einem Hack der Exchange könnten die Krypto-Coins einfach weg sein – man denke an Mt.Gox. Bei einer Hard Fork könnte die Exchange die Unterstützung verweigern. In solchen Fällen ist der eigentliche Besitzer machtlos.

Be Your Own Bank

Um also in den wahren Genuss der finanziellen Souveränität Bitcoins zu kommen, muss man seine eigene Bank sein. Das bedeutet, die alleinige Kontrolle über die Private Keys zu haben und diese entsprechend zu sichern.

Kryptowährungen sollten nicht langfristig auf Börsen gehalten werden, sondern nur zum unmittelbaren Tausch dort geparkt sein.

Falls Du zu der Gruppe gehörst, die ihre Private Keys einer dritten Partei anvertraut: Es lohnt sich, einen Nachmittag zu investieren, um sich unabhängig zu machen.

BTC-ECHO

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