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NGRAVE-Investment Bringt Binance eine eigene Hardware Wallet heraus?

Binance investiert in den Hardware-Wallet-Hersteller NGRAVE. Streckt der Kryptoriese seine Fühler nun in Richtung Cold Storage aus?

Daniel Hoppmann
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Binance

Beitragsbild: Shutterstock

| Nach dem FTX-Chaos verzeichnete auch Binance hohe Abflüsse. Sind Hardware Wallets die Lösung?

Seit dem FTX-Crash versucht sich der Krypto-Markt aus seiner Schockstarre zu lösen. Der Zusammenbruch der Kryptobörse machte vielen Anlegern die Vorteile von Self Custody schmerzlichst bewusst. Binance-CEO Changpeng Zhao bezeichnete die Eigenverwahrung auf Twitter sogar als Menschenrecht. Wohl auch deshalb beteiligte sich der Krypto-Riese nun an einer Finanzierungsrunde für NGRAVE, einen belgischen Anbieter von Hardware Wallets.

“In volatilen und turbulenten Zeiten sei es wichtig, seine Assets diversifiziert aufzubewahren”, erklärt Deutschlandchef Michael Wild gegenüber BTC-ECHO.

Daher haben wir ein strategisches Investment in NGrave getätigt und wollen gemeinsam mit NGrave ein entsprechendes Produkt lancieren.

Es ist für Binance dabei nicht die erste Investition in eine externe Wallet-Lösung. Bereits 2018 kaufte die Kryptobörse den non-custodial Anbieter Trust Wallet, über den Nutzer Kryptowährungen senden, speichern und empfangen können. Nun streckt Binance seine Fühler auch in Richtung Cold-Storage aus. Laut Wild wolle man gemeinsam mit NGRAVE ein gemeinsames Produkt lancieren. Ob es sich dabei um eine eigene Hardware Wallet handelt, ließ der Deutschlandchef zwar unkommentiert. Denkbar wäre es allerdings.

Börsen verzeichnen Outflows

Denn das Vertrauen in Kryptobörsen ist seit dem Untergang von FTX angeknackst. Als das Unternehmen am 8. November einen Auszahlungsstopp verkündete, flossen am Folgetag fast 140.000 Bitcoin von Börsen ab – der zweithöchste Wert des Jahres.

Nur beim Celsius-Drama im Juni zogen Anleger mehr BTC ab. Es herrscht Unsicherheit, auch bei Binance-Kunden. Wie Coindesk berichtet, flossen im Zeitraum des FTX-Debakels über 81.700 Bitcoin von Binance ab, knapp 15 Prozent der gesamten BTC-Bestände der Börse.

Non-custodial Anbieter profitieren

Die Profiteure der Krise sind eindeutig non-custodial Anbieter, wie Relai. Über die App können User in Echtzeit Bitcoin direkt kaufen und verwalten oder Sparpläne erstellen. Als zweites Standbein verkauft Relai die Hardware Wallet Bitbox des Schweizer Herstellers Shift Crypto. Relai-CEO Julian Liniger sieht sowohl bei den Nutzerzahlen als auch bei Bitbox-Bestellungen einen starken Zuwachs. Der November werde ein Rekordmonat, erklärt er gegenüber BTC-ECHO. Auch Shift Crypto erlebe einen Ansturm auf die hauseigene Hardware Wallet. Die Maxime "Your Keys, Your Coins" scheint sich bei Anlegern nach den Rückschlägen im Krypto-Jahr 2022 also durchzusetzen.

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