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Coin der Woche ApeCoin: Von null auf hundert – und wieder zurück?

Flüchtiger Hype oder neuer Stern am aufziehenden Web3-Himmel? Mit Ansage hat der ApeCoin ein Kursfeuerwerk gezündet – trotz vieler Fragezeichen.

Moritz Draht
 |  Lesezeit: 4 Minuten
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ApeCoin

Beitragsbild: Shutterstock

Eminem ist dabei, Jimmy Fallon und Timbaland auch, Shaquille O’Neal ließ es sich nicht nehmen, Snoop Dogg erst recht nicht, und auch Paris Hilton und Madonna konnten nicht widerstehen: Der Bored Ape Yacht Club (BAYC) ist der aktuell wohl schillerndste Promi-NFT-Memberclub. Wer in der Welt der Stars und Sternchen was auf sich hält – und das nötige Kleingeld mitbringt – stellt zurzeit ein Äffchen-NFT auf Twitter zur Schau und zeigt damit allen, dass man dabei ist.

Aber wobei eigentlich? Vom Ape-Ökosystem ist die Rede, in das man sich mit inzwischen horrenden Summen einkaufen kann. Auch das Web3-Schlagwort fällt inflationär. Bisher bestehen die wenigen damit verbundenen Exklusiv-Rechte jedoch aus einem Discord Server und dem kollektiven Bemalen einer virtuellen Toiletten-Wand. Dafür ein paar Millionen US-Dollar auszugeben, zeugt von einem großen Vertrauen in das, was noch kommen soll – oder von naiver Prestige-Geilheit. Etwas in der Schwebe steht auch der am 17. März gelaunchte ApeCoin (APE). Wie bei den NFTs auch, tut der nebulöse Verwendungszweck dem derzeitigen Erfolg aber keinen Abbruch.

ApeCoin: Gib dem Affen Zucker

Über zwei Milliarden US-Dollar in gerade mal einer Woche: Die Marktkapitalisierung des ApeCoin kann sich schon sehen lassen. ApeCoin ist mit Karacho an Kryptowährungen wie Dash, Maker und Gala vorbeigezogen und ringt zurzeit mit IOTA um Platz 60 der wertvollsten Krypto-Assets. Vom Peak bei 17 US-Dollar hat sich der Kurs zwar wieder um 22 Prozent entfernt. Ein Wochenplus von 56 Prozent ist aber nicht die schlechteste Ausbeute.

Das hat sich gerade für Mitglieder des exklusiven Bored Ape Yacht Club bezahlt gemacht, die beim Token-Launch 10.094 APEs pro BAYC-NFT frei Haus bekommen haben. Mutant-Ape-Besitzer erhielten immerhin 2.042 Token. Insgesamt 62 Prozent der gesamten, auf eine Milliarde Token begrenzte Umlaufmenge werden für NFT-Besitzer und die DAO ausgeschüttet. Dem Rest bleibt nur der Gang zur Börse. Coinbase, eToro, Binance und Crypto.com haben ApeCoin bereits in ihr Sortiment aufgenommen.

Der sich dort wie geschnitten Brot verkauft. Laut Etherscan hat sich der Coin inzwischen auf über 36.000 Wallets verteilt. Fällt die Gewinnspanne auch für Kleinanleger zurzeit lukrativ aus, haben vor allem gutbetuchte Krypto-Investoren ApeCoin für sich entdeckt. Whalestats zufolge ist ApeCoin der zurzeit meistgetradete Token unter den 1.000 größten Ether-Walen.

Metaverse, Web3, Gaming: Eine Roadmap voller Buzzwords

Das steht fest: ApeCoin ist die native Kryptowährung des Ape-Ökosystems. Das befindet sich aber noch in der Entwicklung, und so wirklich absehbar ist noch nicht, wohin die Reise geht. “Die Kultur hat im Web3 durch Kunst, Spiele, Unterhaltung und Veranstaltungen einen neuen Ausdruck gefunden”, so das kurz gehaltene ApeCoin-Manifest. “Die Möglichkeiten für den Einfluss der Blockchain auf die Kultur sind so endlos, dass sie unmöglich alle vorhergesagt werden können. APE ist ein Token, der entwickelt wurde, um das zu unterstützen, was als Nächstes kommt, und der von der Community kontrolliert und weiterentwickelt wird”. Schlauer wird man daraus zwar nicht, aber wesentliche Schwerpunkte sollen wohl die Bereiche Gaming und Metaverse bilden.

Eines der Flaggschiffe: Das vermutlich Ende des Jahres erscheinende Spiel “Otherside”, das zumindest schon mal einen schicken Trailer vorweisen kann. Dass Yuga Labs, das Unternehmen hinter dem Bored Ape Yacht Club, kürzlich die Rechte an den CryptoPunks und Meebits erworben hat, deutet dabei auf ein Startreffen der beliebtesten NFT-Kollektionen hin. Auch Spielepublisher nWayPlay kündigte ein Play-to-Earn-Game mit ApeCoin-Integration auf Twitter an.

Zukunft: ungewiss

Ganz wesentlich soll der Aufbau des Ökosystems von der Community, also von Mitgliedern der Ape DAO gesteuert werden. DAO-Mitglieder bringen Vorschläge ein und stimmen im Kollektiv über Ausgaben der Gelder, Projekte und Partnerschaften ab. Wer einen ApeCoin besitzt, ist auch Mitglied der DAO.

Der ApeCoin ist also zugleich Governance- und Utility-Token, der neben Projektförderung und der Integration in Dienstleistungen und Games auch exklusive Zugangsrechte für “Spiele, Merch, Events und Dienstleistungen” bieten soll. Aufgrund der immensen Nachfrage nach den NFTs der inzwischen weltweit bekannten Bored-Ape-Marke, dem Hype und Blockchain-Games, Metaverse und Web3 scheint ApeCoin nicht die kleinsten Wachstumsaussichten zu haben. Was das Ape-Ökosystem aber noch für uns bereithält, wird sich zeigen müssen.

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