Schwarzer Jahrestag Als die Krypto-Welt vor einem Jahr den Atem anhielt
Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

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Ältere Semester mögen sich erinnern: Vor einem Jahr standen die Finanzmärkte und mit ihnen der gesamte Krypto-Markt Kopf. An das Blutbad erinnert heute nicht mehr viel. Als Mahnung an die Fragilität des Krypto-Markts hat sich der Schwarze Donnerstag aber ins Gedächtnis gebrannt.

Der Krypto-Markt befindet sich seit Monaten im Rausch. Kaum ein Coin, der dieser Tage keine schwarzen Zahlen druckt. Die Performance von Bitcoin sucht vergeblich ihresgleichen bei traditionellen Anlageklassen, die Ethereum Blockchain platzt aus allen Nähten, DeFi ist salonfähig geworden und selbst vermeintliche Spaßwährungen wie Dogecoin erfreuen sich einer regen Nachfrage. Am Markt herrscht wieder Goldgräberstimmung. Das war nicht immer so. Als die Weltgesundheitsorganisation das Coronavirus vor einem Jahr zur globalen Pandemie erklärte, erlebte der Krypto-Markt den größten Crash seiner Geschichte. Am 12. März, der als Schwarzer Donnerstag in die Krypto-Annalen eingehen sollte, bliebt nichts wie es vorher war.

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Super-GAU am Krypto-Markt

Als vor einem Jahr klar wurde, dass Covid-19 keine Eintagsfliege ist und das öffentliche Leben in allen Teilen der Welt auf unbestimmte Zeit lahmlegen wird, gerieten die Finanzmärkte über Nacht in Krisenmodus. Die Panik sprang unmittelbar auf den Krypto-Markt über. Anleger lösten schnell ihre Positionen auf, um an die Krisenwährung Nr. 1 zu kommen: Bargeld.

Seinen traurigen Höhepunkt fand der Crash vor genau einem Jahr am 12. März, als sich eine Abwärtsspirale in Gang setzte, die den Markt in kürzester Zeit fast völlig hat ausbluten lassen. Unter dem Druck einer massiven Abverkaufswelle stürzte die Gesamtmarktkapitalisierung auf 135 Milliarden US-Dollar – knapp 70 Milliarden US-Dollar weniger als die heutige Ethereum-Marktkapitalisierung. Der Bitcoin-Kurs – noch kurz zuvor auf der Jagd nach der vermeintlich unbezwingbaren 10.000er Marke – rauschte mit in die Tiefe und verlor in nur einem Tag 35 Prozent an Wert. An einigen Börsen wie Coinbase wurde die Krypto-Leitwährung sogar zwischenzeitlich unter 4.000 US-Dollar gehandelt. Bei den Altcoins sah die Lage nicht besser aus. Ethereum fiel auf 110 US-Dollar, XRP rettete sich mit 0,13 USD knapp über die 10-Cent-Marke, ebenso wie IOTA mit einem Tiefststand von 0,11 US-Dollar, während Litecoin nur knapp über 30 US-Dollar Halt fand. Dem Markt drohte eine Wiederholung des zähen Krypto-Winters 2018.

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Phoenix aus der Asche

Ein Jahr später hätten sich die Chartbilder kaum mehr wandeln können. Bitcoin hat seitdem 620 Prozent gut gemacht, Ethereum sogar knapp 800 Prozent. IOTA und Litecoin haben mit einem Jahresplus von 590 bzw. 300 Prozent ebenfalls auf die Überholspur gewechselt, während XRP trotz SEC-Querelen immerhin eine Wertsteigerung von 115 Prozent verbucht. Von Krise keine Spur, mit über 1,75 Billionen US-Dollar liegt die Krypto-Gesamtmarktkapitalisierung auf Rekordniveau.

Welche Lehre kann man also heute aus dem Blutbad ziehen? Zunächst die banalste von allen: Nichts ist gewiss. Gewinne und Verluste sind immer nur Momentaufnahmen. Dass der Krypto-Markt angesichts der massiven Kapitalzuflüsse der vergangenen Monate erneut auf ähnliche Weise kollabieren könnte, liegt zwar im Bereich des Unwahrscheinlichen, aber nicht im Unmöglichen.

Daraus können Anleger jedoch lernen. Risikostreuung ist das Stichwort, mit dem sich Anlagestrategien zumindest vor dem Schlimmsten absichern können. Nicht umsonst verlagert sich ein Großteil des Krypto-Handelsvolumens auf DeFi-Anwendungen, die wie Lending oder Yield Farming passive Einkommensquellen ermöglichen. Auch der Staking-Hype erklärt sich vor diesem Hintergrund. So lässt sich dem Schwarzen Donnerstag in der Retrospektive als Schlüsselmoment für die Krypto-Marktentwicklung doch etwas Positives abgewinnen.


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