New Coins on the Block – TenX (PAY)

Quelle: TenX.tech

New Coins on the Block – TenX (PAY)

TenX verspricht, eine neuartige Payment-Lösung für Kryptowährungen zu sein – was steckt dahinter?

Nicht nur in der deutschsprachigen Krypto-Community ist Dr. Julian Hosp ein Begriff. Vor einigen Monaten war BTC-ECHO zu Gast in seinem Podcast. Unabhängig davon hörte man in den letzten Monaten viel von Dr. Julian Hosp. Der Serial Entrepreneur, Mediziner und Profi-Kitesurfer trat nun als Mitgründer und CVO von TenX ins Rampenlicht. BTC-ECHO hat über den ICO berichtet, der die erfragte Summe von 100.000 ETH in wenigen Minuten sammeln konnte.

Seit dem 8. Juli wird TenX an verschiedenen Börsen gehandelt und konnte seinen Wert bis zum 12. August um mehr als fast 500 % erhöhen. Auch wenn seit diesem Maximum der Kurs signifikant eingebrochen ist, steht er mit aktuell 3,39 US-Dollar immer noch deutlich über dem Eingangspreis von 1,16 US-Dollar. Was hat es mit diesem Asset auf sich?

TenX – überall mit Kryptowährungen zahlen

“Be your own bank” ist eines der Sprichwörter, die mit Bitcoin und Kryptowährungen assoziiert werden. Mit “Bank” verbindet man nicht nur das Sparbuch, sondern auch die Möglichkeit, beispielsweise mit einer Girokarte zahlen zu können.
Eine Paper oder Hardware Wallet erfüllt prinzipiell die Funktion des Sparbuches. Im Fall von Altcoins mit Proof-of-Stake-ähnlichen Systemen bekäme der Anleger sogar ein Äquivalent zu den Zinsen, die es bei Sparbüchern gibt.

Damit jedoch Bitcoin oder andere Altcoins sich für den Nutzer wie eine Bank verhalten, ist eine einfache, schnelle Möglichkeit, mit Kryptowährungen zu zahlen, notwendig. Läden wie das Room 77 in Berlin oder die verschiedenen Läden in der Bitcoin-Stadt Arnheim sind zwar sehr gute Projekte, jedoch weiterhin Einzelfälle. Außerdem unterstützen sie nur Bitcoin. So lange man nicht überall mit jeder Kryptowährung zahlen kann, sind diese zwar digitale Wertanlagen, aber sind sie dann digitales Geld?


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Verschiedene Startups und Entwickler widmen sich der Aufgabe, Software zu schreiben, mit der Unternehmensinhaber Bitcoin, Dash, Ethereum und andere Kryptowährungen akzeptieren können. Damit wird die Barriere für Unternehmer, bestimmte Kryptowährungen zu akzeptieren, gesenkt. Das genannte Problem bleibt jedoch weiterhin bestehen.

TenX möchte das Problem an einer anderen Stelle lösen, indem eine Debit Card mit verschiedenen Krypto-Assets verlinkt ist. Mithilfe einer Mobile Wallets kann gewählt werden, welches Asset für die nächsten Zahlungen mit der Debit Card verwendet werden soll, wie in diesem Video zu sehen ist.

Das Konzept funktioniert also prinzipiell schon, einen Prototypen der Mobile Wallets kann man auf Google Play für Android-Smartphones herunterladen. Das Team steht kurz vor einer Web Wallet und auch eine Mobile Wallet für iPhones ist in der finalen Phase – kurzum: TenX steht vor dem großen Launch.

COMIT Network – eine Brücke zwischen den Blockchains

Aktuell wird mit der Mobile Wallet eine Multi-Currency Wallet angelegt, deren Private Key mittels Hot- und Cold-Storage-Lösungen gesichert ist. Bei Licht betrachtet bedeutet dies, dass der Nutzer nicht  zu 100 % alleiniger Besitzer der Private Keys ist. Das soll sich bis Ende 2017 ändern. Dann sollen alle Wallets zum sogenannten COMIT Network verlinkt sein und der Nutzer alle Private Keys besitzen.

Das COMIT Network ist ein Kommunikationslayer, der alle Blockchains verbinden soll – das Blockchain-Pendant zum TCP/IP, dem Protokoll, welches verschiedene Intranet-Lösungen zum Internet zusammenführte. COMIT steht für Cryptographically-secure Off-chain Multi-asset Instant Transaction network und soll ein Gateway zwischen verschiedenen Kryptowährungen sein. Grob erinnert es an Payment Channels, wie man sie vom Lightning Network oder Raiden kennt. Über sogenannte Liquidity Provider ist eine Off-Chain-Transaktion möglich: Sollte also jemand von einem Bitcoin-Wallet jemandem mit einem Dash-Wallet bezahlen wollen, kann eine dritte Partei – der Liquidity Provider – den Gegenwert in Dash an das Ziel zahlen, ohne dass der Bitcoin-Betrag erst bestätigt und an einem Exchange umgewandelt werden muss. Wer sich dabei an Ripple oder OmiseGo erinnert fühlt, liegt sicherlich nicht ganz falsch.

Geld für PAY


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Mit einer Debitkarte und der Möglichkeit, auch normal an einer (kartenakzeptierenden) Kasse zu zahlen, wird TenX zu einem sogenannten Issuer, d.h. eine Entität, welche Debitkarten herausgibt. Im klassischen Bezahlungswesen werden an Issuer neben Entitäten wie VISA oder MasterCard, die eine Kartenzahlung ermöglichen, Gebühren entrichtet. Das ist auch der Grund, warum sich manche Unternehmen gegen die Kartenzahlung sperren. Getreu dem Satz “Be your own bank” wird ein Teil dieser Gebühren an die Karteninhaber in PAY-Token ausgezahlt: 0,1 % der überwiesenen Menge geht so an den Initiator der Transaktion zurück. Unter den PAY Token Holdern wiederum werden monatlich 0,5 % des Transaktionsvolumen verteilt. TenX vereint also mit den beiden Kernfunktionen – der Kartenzahlung und dem Incentive – zwei wesentliche Funktionen einer Bank und kommt damit dem Ideal “Be your own bank” ein Stück näher.

Insgesamt ein sehr interessantes Projekt! Wer mehr darüber wissen möchte, sei auf die Webseite sowie die White Paper über TenX und das COMIT-Network verwiesen.

BTC-ECHO

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