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11 Milliarden US-Dollar Hat TenX-Gründer Toby Hoenisch die DAO gehackt?

In einem Aufsehen erregenden Artikel wirft Forbes-Journalistin Laura Shin Toby Hoenisch, seines Zeichens Mitbegründer von TenX, vor, für den DAO Hack von 2016 verantwortlich zu zeichnen. Die gestohlenen ETH wären heute 11 Milliarden US-Dollar wert.

David Scheider
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Beitragsbild: picture alliance/dpa | Silas Stein

Der DAO Hack 2016 ist bis heute einer der spektakulärsten Hacks in der Geschichte des Kryptomarktes. Am 17. Juni 2016 begannen bisher unbekannte Hacker, Gelder von dem dezentralen Smart Contract in die sogenannte DarkDAO abzuziehen. Am Ende gehörten 5 Prozent aller ETH dem Angreifer oder der Angreiferin.

In Folge des Hacks beschloss die Ethereum Community eine Hard Fork durchzuziehen und die gestohlenen Coins fanden so wieder in die Wallets der Opfer. Auf der anderen Seite der Fork befand sich mit Ethereum Classic allerdings ein Coin, der bis heute am Leben ist und bei dem der Hack nicht rückgängig gemacht wurde. Bis heute wurden nicht alle ETC Token aus dem Hack ausgecasht und auf die mutmaßlich Täter fehlt jede Spur – bis heute.

Die Spur führt zu Toby Hoenisch

Denn in dem Fall gibt es brandaktuelle Neuigkeiten. In einem Artikel für Forbes beschreibt Journalistin Laura Shin, wieso ihrer Ansicht nach TenX-Mitgründer Toby Hoenisch für den Hack, dessen Beute sich nach heutigen Kursen auf 11 Milliarden US-Dollar beläuft, verantwortlich zeichnen soll. Demnach habe Hoenisch im Vorfeld mehrfach auf eine Sicherheitslücke hingewiesen, durch die es möglich war, denselben Betrag immer wieder abzuheben. Nachdem keiner der verantwortlichen Programmierer die Hinweise ernst genommen hatte, beschloss Hoenisch, so Shin, selbst davon Gebrauch zu machen.

Zwar konnten bis heute nicht alle gestohlenen Coins ausgecasht werden. Doch neue Analysetools von Chainalysis ergeben Indizien, nach denen tatsächlich Hoenisch hinter dem Angriff steht. So soll Hoenisch 50 BTC, die er vorher auf ShapeShift gegen ETC aus dem Hack getauscht hatte, auf eine Wasabi Wallet geschickt haben, um die Coins dort zu mixen. Die Outputs wiederum landeten auf einer Exchange, wo sie gegen den Privacy Coin Grin getauscht wurden. Im letzten Schritt, so Shin, habe sie aus zuverlässiger Quelle erfahren, dass besagte Grin Token auf einer Node namens grin.toby.ai gelandet sind. Auf dieselbe IP-Adresse, auf der die Grin Node läuft, liefen demnach auch mehrere Lightning Nodes (ln.toby.ai, lnd.ln.toby.a), sowie – noch wichtiger – auch die TenX Lightning Node. Die IP-Adresse wurde von Amazon Singapur gehostet, dem Unternehmensstandort von TenX.

Julian Hosp: “Toby hätte das gekonnt”

Auch TenX-Mitbegründer und Krypto-Influencer Julian Hosp hält es für möglich, dass Hoenisch tatsächlich hinter dem DAO Hack steht. Zwar sind die beiden seit Hosps Rauswurf aus dem gemeinsamen Projekt verfeindet. Eine persönliche Fehde von Hosp ist hier aber nicht anzunehmen, dazu ist die Evidenz gegen Hoenisch zu groß.

“Es scheint, als sei Toby Hoenisch, ein 36-jähriger Österreicher, tatsächlich die Person, die 2016 die DAO gehackt hat”, sagte Hosp aktuellen YouTube-Video.

Toby war ein guter Entwickler – natürlich hätte er das gekonnt.

Julian Hosp

Nachdem Shin Hoenisch mit der Evidenz konfrontiert hatte, antwortete der mutmaßliche Hacker, die Schlussfolgerungen seien “faktisch falsch”. Ein Angebot, die Sache richtigzustellen, sei Hoenisch aber bis heute schuldig geblieben.

Übrigens: Der TenX Token, der auf seinem Höhepunkt 535 Millionen US-Dollar wert war, bringt es heute auf eine Marktkapitalisierung von 11 Millionen US-Dollar – und von Toby Hoenisch fehlt jede Spur.

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