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TenX-Updates und AMA: Viel Wind um nichts

TenX-CEO Tobias Hoenisch stellt sich in einem sogenannten AMA (ask me anything, etwa „frag mich irgendetwas“) Fragen der Community. Zwischen PR-Sprech und Appeasement wird klar: Das Start-up aus Singapur steht vor gewaltigen Herausforderungen.

David Scheider
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Quelle: Shutterstock

TenX, das Start-up, dem Krypto-Influencer Julian Hosp bis Anfang dieses Jahres vorsaß, startet eine Transparenzoffensive. Bereits am 19. Juni forderte das Unternehmen seine Community dazu auf, Fragen an CEO Tobias „Toby“ Hoenisch zu stellen – und davon machten Kunden des Start-ups regen Gebrauch. Am gestrigen Montag, dem 24. Juni, stand Hoenisch der Community sodann Rede und Antwort.

Token-Funktionen unklar

Bereits im Vorfeld war bekannt geworden, dass der native PAY Token in seiner ursprünglichen Funktion keinen Bestand mehr im Ökosystem haben wird. Das Unternehmen lancierte daher einen weiteren Token, den sogenannten TENX Token. Doch auch der neue Token scheint nicht alle Probleme zu lösen – im Gegenteil, wie aus dem AMA hervorgeht, stellt er sowohl Community als auch Unternehmen vor ganz neue Herausforderungen.

So fragte etwa Community-Mitglied Nikola nach der Möglichkeit, Rewards auch in Bitcoin oder Tether auszuschütten. Schließlich dürften die meisten Kunden in erster Linie an reellen Gewinnen in Fiatgeld interessiert sein. Das ginge aber nur, wenn Bitcoin-Börsen PAY Token listen. Denn sonst ließe sich PAY nur schwer gegen Fiatgeld tauschen.

Doch wie Hoenisch klarstellt, möchte man die Daseinsberechtigung der verschiedenen Token im TenX-Ökosystem nicht gefährden. Ab Q3 2019 will das singapurische Start-up sodann mit der Auszahlung der berühmten Umsatzbeteiligungen (Rewards) beginnen – wie es scheint mittels PAY Token. In einem Blog-Eintrag vom 12. Juni verspricht TenX die erste Tranche von 4.000.000 PAY Token an TENX Token Holder auszuzahlen. Dem Vernehmen nach kann das täglich geschehen.

TenX nicht an Rewards beteiligt – oder doch?

Dass das Unternehmen einen Großteil seiner Token selbst hält, ist bekannt. Im Gegensatz zu vormaligen Aussagen, wird TenX selbst auch berechtigt sein, an der Reward-Ausschüttung teilzunehmen. Da, wie Reddit-User „Gab2506“ publizierte, 70 Prozent der TENX Token auf nur fünf Adressen verteilt ist, von denen ein Großteil zum Unternehmen selbst gehören dürfte, wird das Geschäft mit den Rewards in erster Linie ein lukratives Geschäft für das Start-up selbst sein.

https://www.reddit.com/r/TenX/comments/c4cs4l/70_of_all_tenx_tokens_are_being_held_by_only_5/?utm_source=share&utm_medium=web2x

Vormalige Aussagen hinsichtlich der eigenen Beteiligung an der Reward-Ausschüttung hat das Unternehmen indes nachträglich geändert, wie Community-Mitglied „samve“ herausstellt.

Gewinne, die das Unternehmen aus Rewards generiert, will TenX laut Angaben von CEO Hoenisch ins Ökosystem respektive die Community reinvestieren.

Wir haben derzeit 90,7 Millionen TENX-Token, die prämienfähig sind. Das sind etwa 44 Prozent der Rewards. Wir beabsichtigen, diese Gewinne wieder in das Ökosystem und die Gemeinschaft zu investieren. Wir denken, dass Bildung einer der größten Hindernisse ist, um mehr Menschen in unseren Raum zu bringen, und wollen die Belohnungen für Krypto-Bildungsprogramme nutzen,

heißt es vonseiten Toby Hoenisch im AMA.

TENX Token unbeliebt

Bisher sind nur etwa 4.000 PAY Token Holder dem Aufruf gefolgt, das KYC-Programm zu durchlaufen. Dies ist Unternehmensangaben zufolge eine Grundvoraussetzung, um dem neuen TENX Token habhaft zu werden. Wie TenX in einem Blog-Eintrag vom 12. Juni bekannt gab, sind folglich nur 33 Prozent der PAY Token Holder im Besitz von TENX. Eine aktive Community sieht anders aus.

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