Mandarinen auf der Blockchain: Pünktliche Lieferung nach Singapur zum chinesischen Neujahrsfest

Brigitte Bernhardt

von Brigitte Bernhardt

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Brigitte Bernhardt

Brigitte Bernhardt hat Architektur studiert, PR und Redaktion gelernt und arbeitet als Fachautorin für verschiedene Medien. In die Kryptowelt ist sie 2017 eingetaucht und war vom ersten Moment fasziniert – von der Technik, von der Idee, den Menschen die Kontrolle über das eigene Geld zu geben und von den Möglichkeiten, die Kryptowährungen und Blockchain für unsere Welt bedeuten.

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Quelle: Shutterstock

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Pacific International Lines konnte erfolgreich eine Lieferung von 28 Tonnen Mandarinen von Singapur nach China verschicken – elektronischer Frachtbrief inklusive. Der Pilotversuch wurde auf der Blockchain-Plattform von IBM durchgeführt.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Die Pacific International Lines (PIL), eine der größten Reedereien in Südostasien, hat in einem mit IBM durchgeführten Pilotprojekt die Kombination von elektronischen Frachtbriefen und Blockchain-Technologie erprobt. Zeit- und Kostenersparnis sowie die Verringerung von potenziellem Betrug konnten anhand einer Lieferung von 3.000 Kartons frischer Mandarinen eindrucksvoll demonstriert werden. Als Symbol für Wohlstand und Erfolg spielen Mandarinen bei den Neujahrsfeierlichkeiten in Asien eine wichtige Rolle. Sie werden als glücksbringende Geschenke ausgetauscht, im ganzen Haus in Schalen arrangiert und während der Feierlichkeiten verspeist.

Schnelle Lieferung und geringere Kosten

Um verderbliche Waren wie diese Zitrusfrüchte zu transportieren, benötigen Unternehmen für den Versand eine schnelle Dokumentenverarbeitung und eine zügige Ladungsfreigabe. Derzeit dauert jedoch solch eine Lieferung bis zu sieben Tage. Hauptgrund dafür sind langwierige Prozesse bei der Übertragung der Versanddokumente. Durch den Einsatz von e-BLs (elektronische Bills of Lading) auf der Blockchain konnte die Übertragung der Eigentumsurkunde im Pilotprojekt sekundenschnell erfolgen. Die herkömmliche Abwicklung ist zudem anfällig für Betrugsversuche. Das Pilotprojekt zeigte, dass sich dank blockchainbasierter, elektronischer Frachtbriefe transparentere, sicherere und nahtlose Dokumentationspfade erstellen lassen. Die konkreten Vorteile für die beteiligten Unternehmen fasst IBM in einem Statement vom 31. Januar 2019 zusammen:

  • geringere Betriebskosten wie Stromkosten (Gebühr für gekühlte Frachtcontainer im Hafen), Lagerkosten (im Hafen) und Kosteneinsparungen durch verbesserte Ausrüstungsnutzung
  • größere Transparenz von Herkunft und Echtzeit-Sichtbarkeit von Dokumenten, sowohl nachverfolgbar als auch manipulationssicher.
  • mehr Sicherheit durch Verhinderung von Dokumentenbetrug, der 40 % aller Betrugsfälle auf See ausmacht

Wie BTC-ECHO in einem Beitrag vom 15. Januar 2019 aufzeigte, werden rund 90 Prozent des weltweiten Handels über Containerschiffe abgewickelt. Das Potenzial für weitreichende Blockchain-Adaptionen ist hier also enorm.

Blockchain als Lösung für transparente Lieferketten

IBM arbeitet intensiv daran, die Blockchain-Technologie für Unternehmen voranzutreiben. Neben Lieferketten und Einzelhandel wurden seit 2016 zahlreiche Blockchain-Anwendungen in Finanzdienstleistungen, Behörden, digitales Rechtemanagement und Gesundheitswesen implementiert. Mehr Transparenz bei den Lieferketten verspricht auch ein Blockchain-Projekt im Zusammenhang mit dem Handel von Mineralien aus dem Kongo, BTC-ECHO berichtete.


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