Krypto-Scams: Die Maschen der Bitcoin-Taschenspieler

Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 5 Minuten

Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Aktuell machen wieder vermehrt Gerüchte über Betrugsmaschen im Krypto-Space die Runde. Exit Scams, verschwundene Bitcoin-Börsen und Pyramidensysteme sind hier die häufigsten Fallen für leichtgläubige Anleger. Diese Dinge sollte man beachten.

Wenn das schnelle Geld winkt, sollten bereits die Alarmglocken läuten. Bitcoin-Investments mit täglichen Traumrenditen sind höchstens bei cleverem Trading möglich, sobald ein Unternehmen mit drin steckt, muss man bereits tierisch aufpassen. Drei der häufigsten Betrugsmaschen im Kryptoversum und wie man sich davor schützen kann.

Von Pyramiden, Schneebällen und MLMs – klassische Betrugssysteme

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Pyramiden- oder Schneeballsysteme gibt es nicht erst seit Bitcoin. Die Masche ist dabei immer dieselbe. Versprochen wird das große Geld, übrig bleibt meistens nichts. Das Geschäftsmodell ist dabei pyramidenförmig aufgebaut. Wer einige Freunde wirbt, der bekommt Geld, sobald diese in das System investieren. Denen wird das selbe versprochen. Daraus entsteht eine Betrugslawine, die wie ein Schneeball, der den Hang herunter rollt, immer größer wird. Was man dabei oft verschwiegen bekommt: Die ursprünglichen Betreiber zwacken sich meistens den größten Teil der Rendite ab. Die leichtgläubigen Anleger erweitern das System dann ständig und ziehen aus Gier und Leichtgläubigkeit meistens noch Freunde und Familie mit in die Sache. Und das alles für einige schmale Gewinne. Die Verluste, seien sie sozialer oder auch wirtschaftlicher Natur, sind dabei meistens weitaus höher als die Gewinne. Wie man sich davor schützen kann? Finger weg. Wer super-einfache Investitionsmöglichkeiten und das ganz große Geld verspricht, führt meistens nichts Gutes im Schilde.

Weiterhin ist es auch immer hilfreich, das Impressum zu prüfen: Wo sitzt die Firma, mit der ich jetzt einen Deal eingehe? Kann ich sie im Zweifelsfall erreichen, wo ist sie juristisch registriert? Was steht in den AGB, welche Rechte gestehe ich dem Unternehmen zu, sobald ich mich registriere?

Kann man auch nur eine dieser Fragen mangelnd oder schlimmstenfalls gar nicht beantworten, sollte man sein Geld lieber unter die Matratze legen.

Expertentipp zu Krypto-Scams

Rechtsanwalt Benjamin Kirschbaum von der Anwaltskanzlei Winheller empfiehlt darüber hinaus, sich bei seiner zuständigen Aufsichtsbehörde schlau zu machen:

Anleger, die sich im Kryptowährungsbereich bewegen, sollten darauf achten, Geschäfte nur mit regulierten Anbietern abzuschließen. Gerade Börsenbetreiber und Anbieter, die versprechen, das Geld der Anleger gewinnbringend anzulegen, bedürfen in Deutschland eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Das gilt auch für ausländische Anbieter die sich zum Beispiel über eine deutschsprachige Webseite direkt an deutsche Bürger wenden. Ob ein Unternehmen über eine Erlaubnis verfügt, lässt sich ganz einfach auf der Webseite der BaFin nachschauen. Auch die Erlaubnis einer ausländischen Aufsichtsbehörde wie der schweizerischen FINMA ist ein Zeichen, dass es sich um einen seriösen Anbieter handelt.

Übrigens: Das so genannte MLM, also Multi Level Marketing, basiert auf einem ganz ähnlichen Prinzip, ist jedoch legal. Es setzt darauf, dass Kunden auch zu Vertrieblern werden. Sie unterscheiden sich von Schneeballsystemen jedoch insofern, als dass sie nicht den Eindruck vermitteln dürfen ausschließlich auf diesem Prinzip aufzubauen. Doch der Grat ist schmal.

Exit Scam: Und plötzlich war das Geld weg

Das tut weh. Während man bei Schneeballsystemen noch eine geringe Aussicht auf Gewinn hat, ist man beim Exit Scam erstmal hart vor den Kopf gestoßen, gerade im Krypto-Bereich. Insbesondere bei den Bitcoin-Handelsplätzen hat man es immer wieder mit diesen Betrugsmaschen zu tun: Handelsplätze für Kryptowährungen sind auf einmal nicht mehr erreichbar, Kunden können ihre Gelder nicht mehr abziehen. Ein Blick ins Impressum führt oft zu einem Briefkasten in einer Südseeinsel, wo die Betreiber tatsächlich sitzen, weiß keiner. Und plötzlich ist das Geld weg.

Das ist zuletzt etwa im Fall der kanadischen Krypto-Börse Quadriga geschehen, auch das Plus Token Team steht aktuell unter dem (nicht bestätigten) Verdacht, sich mit den Kundengeldern aus dem Staub zu machen.

Sich davor zu schützen ist im Prinzip relativ einfach: Lasst eure Kryptowährungen nie länger auf einem Handelsplatz, als es nötig ist. Habt ihr dort Bitcoin, Ether & Co. eingekauft, sendet sie am besten an euer Hardware Wallet. Hier zählt die Maxime: Wer nicht auf seine Private Keys acht gibt, hat kein Recht auf seine Bitcoins. Eine weitere Möglichkeit ist es, eine DEX (dezentraler Handelsplatz) zu verwenden. Dort tritt man direkt mit anderen Nutzern in Kontakt, ohne einem Mittelsmann seine Coins anvertrauen zu müssen.

Pump-and-Dump-Systeme oder die Kunst, Shitcoins aufzupumpen

Pump-and-Dump-Systeme sind so etwas wie der kleine, verdorbene Stiefbruder der Schneeballsysteme. Auch hier zählt es, andere auszustechen und unwissende in die Falle zu locken. In Online-Chat-Gruppen treffen sich Gleichgesinnte und vereinbaren es, zu einem bestimmten Zeitpunkt eine bestimmte Kryptowährung zu kaufen. Dadurch wird der Kurs künstlich in die Höhe getrieben. Davon erhofft man sich wiederum, die Aufmerksamkeit von Außenstehenden zu erhaschen. Wenn von diesen dann genügend investieren, weil sie stark steigende Kurse riechen, steigen die Pump-and-Dump-Leute wieder aus. Dabei gewinnen meistens einige wenige Urheber, der Rest schaut in die Krypto-Röhre. (Mehr dazu in aller Ausführlichkeit hier).

Wie man sich vor Bitcoin-Betrügern und Krypto-Gangstern schützt

Man kann es nicht oft genug betonen: Finger weg. Wer in Bitcoin und andere Kryptowährungen investieren will, sollte sich gründlich informieren. Es gilt wie immer: Grundlagen des Bitcoin Tradings beherzigen und nie mehr investieren als man bereit ist zu verlieren. Außerdem sollte man sein Kapital nur in Projekte stehen, die vertrauenswürdig sind. Einige Tipps verraten wir hier und hier.

Übrigens: In unserem Kryptokompass liefern wir regelmäßig fundierte Marktanalysen, den gibt es momentan kostenlos – wie man ihn bekommt und darüber hinaus an einem Gewinnspiel (versprochen, kein Scam!) teilnehmen kann? Hier entlang.

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